Der Bayer-Teilkonzern MaterialScience steuert den Auswirkungen der Wirtschaftskrise entgegen, verzichtet aber bis auf weiteres auf Kurzarbeit. Nach einer am Freitag zwischen dem Gesamtbetriebsrat, der IG BCE und der Unternehmensleitung erarbeiteten Lösung soll stattdessen eine im Flächentarifvertrag für die Chemiebranche vereinbarte Öffnungsklausel angewandt werden. Sie ermöglicht eine befristete Reduzierung der Arbeitszeit um 6,7 Prozent (von z. B. 37,5 auf 35 Wochenstunden) bei entsprechender Absenkung der Tarifentgelte. Die Regelung soll am 9. Februar 2009 für zunächst neun Monate in Kraft treten.
Unabhängig davon wird die für April 2009 tariflich vereinbarte Entgelterhöhung von 3,3 Prozent in jedem Fall umgesetzt.
Für die Leitenden Mitarbeiter und Angestellten von Bayer MaterialScience wird es ebenfalls Einschnitte geben - unter anderem werden Einkommenserhöhungen in diesem Bereich vorläufig ausgesetzt. "Unser Ziel ist, die schwierige Situation aus eigener Kraft zu meistern. Hierzu sollen alle Mitarbeiter einen vertretbaren Beitrag leisten", erklärte Dr. Tony Van Osselaer, Arbeitsdirektor der Bayer MaterialScience AG.
"Diese gemeinsam mit der Unternehmensleitung erarbeitete solidarische Lösung ist in Summe für die Mitarbeiter und das Unternehmen die beste Option", sagte Thomas de Win, Gesamtbetriebsratsvorsitzender der Bayer AG.
Darüber hinaus würden die Beschäftigten in den nicht ausgelasteten Betrieben im Rahmen einer Fortbildungs-offensive geschult und weiterqualifiziert.
Über weitere Einzelheiten werden die Beschäftigten in der kommenden Woche auf Mitarbeiterversammlungen informiert.
Auch an den Bayer-MaterialScience-Standorten im Ausland sind vergleichbare Sondermaßnahmen bereits ergriffen worden oder befinden sich in Planung.
Bayer MaterialScience beschäftigt weltweit rund 15.200 Mitarbeiter, davon ca. 5.500 in Deutschland.
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