Otto-Bayer-Preis 2022 geht an Professor Frank Glorius

Der Professor am Institut für Organische Chemie der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster erhält die Auszeichnung für seine bahnbrechenden Forschungsarbeiten / Professorin Antje Boetius, Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts Bremerhaven

Archivmeldung aus dem Jahr 2023
Veröffentlicht: 01.02.2023 // Quelle: Bayer AG
Dr. Mohammad Lotfollahi, Dr. Yanira Mendez Gomez, Dr. Claudia Bonfio, Professor Dr. Frank Glorius, Jeanne Rubner, Sarena Lin, Dr. Antje Boetius, Professor Dr. Patrick Cramer, Dr. Mark Levin, Dr. Monika Lessl (virtuell) // Foto: Bayer AG

Leverkusen, 31. Januar 2023 - Die Bayer Foundation hat den mit 75.000 Euro dotierten Otto-Bayer-Preis an Professor Frank Glorius verliehen. Der Forscher von der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster erhielt die Auszeichnung für die Entwicklung einer Vielzahl von bahnbrechenden katalytischen Reaktionen für die organische Synthese.

Seit 1984 werden weltweit führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für wegweisende Forschungsbeiträge in der Chemie und Biochemie alle zwei Jahre mit dem Otto-Bayer-Preis ausgezeichnet. Die Forscherinnen und Forscher werden für Leistungen geehrt, die in der Regel für das ganzheitliche Vorankommen des jeweiligen Forschungsbereichs entscheidend waren. Der Preis konnte dank einer großzügigen Zuwendung aus dem Nachlass von Prof. Otto Bayer ins Leben gerufen werden.

Frank Glorius' Forschungsschwerpunkte sind Katalyse und funktionelle Materialien. Die Katalyse ist eine effiziente und nachhaltige Methode zur Herstellung organischer Moleküle, die als Arzneimittel oder in der Landwirtschaft verwendet werden können. Ein Forschungsschwerpunkt ist die Nutzung von sichtbarem Licht als Energiequelle für die Reaktionen. Darüber hinaus entwickelt seine Forschungsgruppe Verbindungen mit maßgeschneiderten Funktionen für die Anwendung in biologischen Systemen oder in den Materialwissenschaften und erarbeitet datenbasierte Computermodelle, um die Planung von chemischen Synthesen zu vereinfachen.

In ihrer Eröffnungsrede hob Sarena Lin, Vorstandsmitglied der Bayer AG, hervor, wie wichtig und notwendig Forschung und Entwicklung aktuell sind. „Als Bayer 1863 gegründet wurde, gab es auf der Erde etwa eine Milliarde Menschen. Seit dem Jahresende 2022 sind wir mittlerweile mehr als acht Milliarden Menschen auf diesem Planeten. Dieser Anstieg ist alles andere als ein lineares Wachstum. Bisher konnten wir die Herausforderungen einer wachsenden Weltbevölkerung dank wegweisender Innovationen meistern. Es sind aber weitere Fortschritte erforderlich, denn die Herausforderungen von morgen werden noch größer sein. Wir brauchen daher dringend eine neue Ära bahnbrechender Innovationen.“

Frank Glorius ist seit 2007 Professor am Institut für Organische Chemie der WWU. Für sein wissenschaftliches Engagement in der Forschung erhielt er unter anderem den Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (2013) und den Gay-Lussac-Humboldt-Preis des französischen Ministeriums für Hochschulbildung und Forschung (2019). Seit acht Jahren gehört er zu den weltweit meistzitierten Forschern auf dem Gebiet der Chemie.

Ernst-Ludwig-Winnacker-Preis 2022

 

Die Preise werden von der Bayer Foundation vergeben. Die Stiftung versteht sich als Förderer von Innovation und Pioniergeist an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Zu den Zielen der Stiftung gehören die Anerkennung herausragender Forschungsleistungen, die Förderung von wissenschaftlichen Talenten und die Unterstützung innovativer Schulprojekte. Herausragende Forschungsleistungen würdigt die Stiftung alle zwei Jahre mit dem Otto-Bayer-Preis und im jährlichen Wechsel mit dem Familie-Hansen-Preis, die jeweils mit 75.000 Euro dotiert sind. Darüber hinaus vergibt die Stiftung zwei Preise an herausragende Wissenschaftler in der Anfangsphase ihrer Laufbahn. Zum einen den internationalen Bayer Early Excellence in Science Award in den Kategorien Biologie, Chemie, Medizin und ab 2020 auch Data Science in den Life Sciences, der mit jeweils 10.000 Euro dotiert ist. Der zweite Preis ist der Bayer Thrombosis Research Award, mit dem begabte Wissenschaftler ausgezeichnet werden, die besondere Beiträge zur Thromboseforschung leisten. Er wird alle zwei Jahre vergeben und ist mit 30.000 Euro dotiert. Die neueste Auszeichnung ist der Ernst-Ludwig-Winnacker-Preis für die Förderung der Wirkung der Wissenschaft zum Nutzen der Gesellschaft, der alle zwei Jahre verliehen wird. Der Preis ist mit 3.000 EUR dotiert und mit 10.000 EUR für zukünftige Aktivitäten.

Über Bayer


Bayer ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Kernkompetenzen auf den Life-Science-Gebieten Gesundheit und Ernährung. Mit seinen Produkten und Dienstleistungen will das Unternehmen Menschen nützen und die Umwelt schonen, indem es zur Lösung grundlegender Herausforderungen einer stetig wachsenden und alternden Weltbevölkerung beiträgt. Bayer verpflichtet sich dazu, mit seinen Geschäften einen wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung zu leisten. Gleichzeitig will der Konzern seine Ertragskraft steigern sowie Werte durch Innovation und Wachstum schaffen. Die Marke Bayer steht weltweit für Vertrauen, Zuverlässigkeit und Qualität. Im Geschäftsjahr 2021 erzielte der Konzern mit rund 100.000 Beschäftigten einen Umsatz von 44,1 Milliarden Euro. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung beliefen sich bereinigt um Sondereinflüsse auf 5,3 Milliarden Euro. Weitere Informationen sind im Internet zu finden unter www.bayer.com/de


Anschriften aus dem Artikel: Albert-Einstein-Str 58, Alte Landstr 129
Themen aus dem Artikel: Plus, Universität Bremen, Bayer Early Excellence in Science Award, Otto-Bayer-Preis

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