CDU und SPD zum Autobahnausbau Leverkusen - Leverkusen


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CDU und SPD zum Autobahnausbau Leverkusen

Veröffentlicht: 06.11.2018 // Quelle: SPD-Fraktion / CDU

CDU: „Tunnel statt Stelze“
Die CDU Leverkusen und die Fraktion der CDU Leverkusen im Rat der Stadt begrüßen die Entscheidung von Straßen NRW zum Autobahn Ausbau in Leverkusen.:

"Natürlich bedauern wir auf der andern Seite, dass nicht zugleich der Durchfahrtstunnel auf der A3 im Bereich des Leverkusener Kreuzes priorisiert worden ist, jedoch sind hier die Kostenunterschiede so hoch, dass die Durchsetzung aussichtslos ist.
Umso mehr gilt es, weiterhin vehement für die jetzt auch von Straßen NRW bevorzugte Variante „Tunnel statt Stelze“ auf der A1 einzustehen.

Der Kreisverband und die Ratsfraktion der CDU in Leverkusen haben seit Jahren für eine gedeckelte Tieflage der Bundesautobahn A1 zwischen der Rheinbrücke und dem Leverkusener Kreuz gekämpft.
Ortstermine mit dem Bundesverkehrsminister (gab's nur an der Rheinbrücke), dem Landesminister Wüst, sowie Ministerpräsident Laschet und Vertretern von Straßen NRW im Bereich des heutigen Stelzenbauwerks haben veranschaulicht, wie einschneidend ein Neubau der Stelzenautobahn in etwa doppelter Breite des bisherigen Ausmaßes für die Leverkusener im Bereich der Neuenhofsiedlung wäre.

Auf Antrag der CDU Ratsfraktion (SPD-Antrag) ist ein Gutachten von der Stadt Leverkusen in Auftrag gegeben worden, das Gutachten beschreibt, das in einem Tunnel im Bereich zwischen Rheinbrücke und Leverkusener Kreuz auch Gefahrguttransporte durchgeführt werden können. Dieses war eine wichtige Voraussetzung zur Befürwortung dieser Variante, um die Lieferbeziehungen des Chemparks in Leverkusen sicherzustellen.

Nachdem die Sicherheit von Gefahrguttransporten in einem Tunnel in diesem Bereich gutachterlich bestätigt worden ist, hat sich auf Basis unserer Auffassung eine breite Mehrheit im Rat der Stadt Leverkusen gebildet, die die jetzt auch von Straßen NRW favorisierte Variante vorantreibt.

Zu beachten ist, dass Straßen NRW die von uns favorisierte Variante nur deshalb vorrangig unterstützt, weil hierdurch erhebliche Vorteile für das Schutzgut Mensch entstehen, im Vergleich zur Stelzenvariante. Auf die geringeren Kosten der Errichtung einer Stelze ist in diesem Zusammenhang aber hingewiesen worden.
Es ist also jetzt dringend erforderlich, dass die Leverkusener einhellig die nun auch von Straßen NRW bevorzugte Tunnelvariante unterstützen und nicht, wie von dem Bundestagsabgeordneten der SPD, Professor Lauterbach, bereits angekündigt, weiter für eine Variante mit einem Tunnel unter dem Rhein gestritten werden soll.

Wenn Leverkusen hier kein einheitliches Bild abgibt, droht letztlich die Richtung der kostengünstigsten Variante, der „Stelze“

Wir rufen daher alle Leverkusener auf, die jetzige Vorgehensweise von Straßen NRW zu unterstützen, damit von Seiten des Bundes die Mittel hierfür freigegeben werden."



SPD
Tunnel statt Stelze“ wurde nun vom Straßen.NRW als Vorzugsvariante nach Berlin gemeldet. Das Land NRW unterstützt damit nun die Stadt Leverkusen in ihren Bemühungen um eine Tunnellösung statt des Ausbaus der Stelze.
„Wir sind nun einen ganzen Schritt weiter auf dem Weg zu Tunnel statt Stelze. Nun muss die Straßenbauabteilung des Bundes entscheiden, welche Variante letztlich gebaut wird. Mit zwei Tunnelvarianten und lediglich einer Variante als Stelze im Vorlagebericht sind wir allerdings deutlich näher an der Verwirklichung von Tunnel statt Stelze“, so Peter Ippolito, Vorsitzender SPD-Fraktion Leverkusen.
„Die beiden Tunnellagen stellen eine gute Lösung in Hinsicht des Immissionsschutzes da. Die Belastung durch Lärm wird auf ein Minimum reduziert. Und auch die Schadstoffe können reduziert werden. Beide Tunnellösungen bieten nach Aussagen von Straßen.NRW die Option einer Luftreinigungsanlage. Diese Option muss zusätzlich Wirklichkeit werden“, so Aylin Dogan, Vorsitzende SPD-Leverkusen.
So lobenswert wie der Vorschlag für die A 1 nun ist, so enttäuschend in das Ergebnis der Machbarkeitsstudie für die A 3 und das Kreuz Leverkusen. „Letztlich wurde die einstimmige Meinung des Rates den Ausbau der A 3 und des Kreuzes ausschließlich mit Tunnellösungen als Vorzugsvarianten zu planen bewusst überhört. Die nun vorliegende Vorzugsvariante wurde ausschließlich nach dem Aspekt beste Wirtschaftlichkeit ausgewählt“, so Peter Ippolito.
„Bester Lärmschutz und geringster Eingriff ins Stadtgebiet, am Ende das Schutzgut Mensch, wurden hier nicht einbezogen. Argumente, die für die A 1 gelten, müssen auch für die A 3 gelten!“, so Aylin Dogan.
Die Variante 6 „Durchgangstunnel A 3“ hat laut dem Variantendossier zwar die mit Abstand höchsten Investitionskosten, aber auch die mit Abstand günstigste Bewertung beim Eingriff in Wohngebiete, die geringste Beeinträchtigung des FFH-Gebietes „Dhünn und Eifgenbach“, weist eine ausreichende Leistungsfähigkeit von A 1, A 3 und dem Autobahnkreuz auf, hat eine günstige Baubarkeit, sowie keine baulich bedingten Sperrungen im Kreuz, da der Tunnelbau im Schildvortrieb erfolgen würde.
„Noch sind keine abschließenden Entscheidungen getroffen. Daher gilt es weiterhin gemeinsam für Tunnel statt Stelze und den Durchfahrtstunnel der A 3 zu kämpfen,“ so Aylin Dogan und Peter Ippolito.


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