Stadtplan Leverkusen
14.11.2016 (Quelle: Pro NRW)
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PRO NRW entschieden gegen Umbenennung der Otto-Grimm-Straße


In der Diskussion um die mögliche Umbenennung der Otto-Grimm-Str. meldete sich nun auch Pro NRW:

"Ohne die Akten über den verdienten Ex- Oberstadtdirektor und Leverkusener Ehrenringträger Otto Grimm überhaupt gesehen zu haben, sprachen sich linke Gruppierungen wie die Linkspartei, Piraten, die unsägliche Gewerkschaft Verdi und der Integrationsrat, aber auch die CDU, für die Umbenennung der Leverkusener Otto-Grimm-Straße aus, da dieser angeblich ein Kriegsverbrecher gewesen sein soll.

Mit der Wahl von Dr. Otto Grimm (1901 – 1969) zum Stadtdirektor entschied sich die Mehrheit des Rates der Stadt Leverkusen am 04.08.1951 gegen die Stimmen von SPD und KPD für einen versierten Verwaltungsjuristen und Finanzexperten, der für die Stadt Wolfsburg die Auskreisung zum 01.10.1951 erreicht hatte und nun dasselbe für die Stadt Leverkusen durchsetzen wollte. Die Kreisfreiheit gilt als wesentliche Voraussetzung für die Entwicklung Leverkusens in den 50er und 60er Jahren. 1952 wurde Grimm in Leverkusen zum Stadtdirektor gewählt. Nach der erfolgten Auskreisung zum 01.04.1955 führte er den Titel Oberstadtdirektor. Anläßlich seines 65. Geburtstages 1966 verlieh ihm die Stadt Leverkusen einen Ehrenring.

Herr Grimm hat sich bleibende Verdienste um die Stadt Leverkusen erworben. Er hat sich auch, wie nun die Stadtverwaltung mitteilen mußte, in der Zeit des Dritten Reiches nichts zu schulden kommen lassen. In der Weimarer Republik war er Mitglied der nationalliberalen DVP. Später trat er in die NSDAP ein, übte dort jedoch keinerlei Parteiämter aus. Während des Krieges erhielt er als Zivilist das Kriegsverdienstkreuz zweiter Klasse. Nach dem Krieg wurde im Zuge des sogenannten "Entnazifizierungsverfahrens" von einer Spruchkammer festgestellt, daß Dr. Grimm als zu Entlastender einzustufen sei.

Trotzdem will offensichtlich die politische Klasse in Leverkusen einschließlich der CDU eine Umbenennung der Straße durchsetzen. So fordert der CDU-Quoten-Vertriebene Rüdiger Scholz, der die Merkel-Partei im anstehenden Landtagswahlkampf als Direktkandidat vertritt, vehement eine Umbenennung der Straße. Auf die Anwohner kämen nicht unerhebliche Kosten und Belastungen zu. Das Andenken eines verdienten Leverkusener Verwaltungsbeamten würde nachträglich in den Schmutz gezogen.

Hierzu erklärt der Leverkusener Stadtrat und PRO-NRW-Parteivorsitzende Rechtsanwalt Markus Beisicht:
"Otto Grimm hat sich in einer langjährigen erfolgreichen Tätigkeit für die Stadt Leverkusen bleibende Verdienste erworben. Nicht umsonst wurde er mit dem Ehrenring der Stadt ausgezeichnet. Nun wird der Tote, der sich nicht mehr wehren kann, von politisch korrekten Gutmenschen nachträglich verleumdet und de facto zu einem Kriegsverbrecher gemacht. Die hanebüchenen Vorwürfe gegen Grimm lassen sich durch keine Quelle belegen. Auch der honorige ehemalige Bundestagsabgeordnete der SPD, Bruno Wiefel, soll, wie viele andere in der damaligen Zeit auch, NSDAP-Mitglied gewesen sein. Mit einer ähnlichen Argumentation müßte dann die Stadt auch gegen diesen verdienten, vor 15 Jahren verstorbenen Sozialdemokraten vorgehen. PRO NRW macht bei diesem miesen Spiel einer schäbigen gutmenschlichen Kampagne gegen Verstorbene, die sich nicht mehr wehren können, nicht mit. Wir lehnen eine Umbenennung der Otto-Grimm-Straße entschieden ab. Wir haben großen Respekt vor der Lebensleistung von Personen wie Otto Grimm und Bruno Wiefel!""


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Letzte Änderung am 14.11.2016 21:37 von leverkusen.
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