Gemeinsam mit einem Chemiker der Werksfeuerwehr Chempark und Spezialisten der Tatortgruppe Sprengstoff/Brand haben Kriminalbeamte der Polizei Köln gestern Nachmittag (2. August) die in einer Wiesdorfer Wohnung aufgefundenen Chemikalien bewertet. Auch Kräfte des Ordnungsamtes der Stadt Leverkusen waren am Einsatz beteiligt.
Insgesamt fanden die Einsatzkräfte etwa eineinhalb Kilogramm chemischer Stoffmischungen, die als gefährlich zu bewerten waren. Die Fachleute stellten darüber hinaus ungefähr 40 Gramm einer Mischsubstanz sicher, die sogar als brisant eingestuft werden musste.
Fachkräfte des LKA transportierten die Gefahrstoffe noch am Nachmittag unter aufwändigen Sicherungsmaßnahmen auf ein Firmengelände. Dort machten sie das Material ordnungsgemäß unschädlich.
Zusätzlich beschlagnahmten die Ermittler circa ein Kilogramm einer kristallinen Chemikalie, bei der es sich nach ersten Tests um Betäubungsmittel handelt. Die abschließende Analyse gaben Polizisten schon gestern in Auftrag. Das Ergebnis steht jedoch noch aus.
Der bereits polizeibekannte Eigentümer (44) der Chemikalien muss sich jetzt wegen eines Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz und das Betäubungsmittelgesetz verantworten. Der 44-Jährige wurde heute durch einen Amtsarzt untersucht, der ihn an einen Facharzt überstellte.
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