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Stadtrundfahrt der besonderen Art am 18. Juni: Kunst, Kultur und Eisenbahn

Veröffentlicht: 10.06.2016 // Quelle: Starkes Stück Rheinland

Was haben Kunst und Kultur mit der Eisenbahn zu tun, fragt man sich, wenn eine Stadtrundfahrt so überschrieben ist. Die Lösung ist einfach: Aus dem Kulturetat der Stadt fließen jährlich eine Million Euro in die Neue Bahnstadt Opladen. (Die Kultur muß nichts abgeben, sie wird nur weniger mit Steuergeldern subventioniert) Das hat der Rat der Stadt so beschlossen.
Der ehemalige Bahnstandort Opladen mit Ausbesserungswerk und Güterstrecke soll ein attraktiver Wohn-, Universitäts- und Gewerbebereich werden. Für die Finanzierung soll teilweise Geld aus dem Kulturetat kommen, die fehlenden Mittel sollten die Kulturverantwortlichen bei Sponsoren einwerben, so beschloss es der Rat. Allerdings sehen zunehmend auch Firmeninhaber und Vorstände kritischer auf ihre Bilanzen. Die Sponsoren (Allesamt waren städtische Gesellschaften) blieben im erhofften Umfang nach Anfangserfolgen heute aus.

Das Museum Morsbroich, ein Leuchtturm in der internationalen Kunstszene, könnte bald nicht mehr hell strahlen. Eine Wirtschaftsberatungsgesellschaft hat vorgeschlagen, das Haus zu schließen und die Kunstwerke zu verkaufen (Ein Verkauf der Kunst ist im Gutachten eben nicht betrachtet worden).

Auch die Musikschule Leverkusen muss kräftig Federn lassen. Nach dem Vorschlag der Unternehmensberater soll die Schule künftig vermehrt Honorarkräfte beschäftigen und auf viele fest angestellte Musikpädagogen verzichten. Das stößt vielfach auf Unverständnis, denn mit großem Erfolg werden hier rund 2.500 Kinder und Jugendliche im Jahr zur Musik geführt, ausgebildet und so „von der Straße“ geholt. Musikausbildung gehört zur Kultur. Was früher in gutbürgerlichen Häusern selbstverständlich war, sollte in die Breite getragen werden, sagten die Musikschulgründer schon 1930. So lange besteht schon die Leverkusener Musikschule, sie ist also so alt wie die Stadt Leverkusen.

Hier sparen? Und das alles für die ehemalige Eisenbahn ?!
Während der Stadtrundfahrt erfahren die Teilnehmer vieles über Kunst, Kultur und die Eisenbahn. Kulturdezernent Marc Adomat wird die Gruppe am Schloss begrüßen, und die Fachleute des Museums Schätze aus dem Schloss präsentieren. Begleiten wird die Teilnehmer der Leverkusener Journalist Günter Jagenburg.

Start ist am 18. Juni um 13.30 Uhr vom Sonderbahnsteig in Leverkusen-Opladen und um 13.45 Uhr ab Sonderbusbahnsteig Leverkusen-Mitte.
Der Fahrpreis für die etwa vierstündige Tour mit ausgiebigem Aufenthalt im Schloss und im Schlosspark 15 €. Neben der Führung gibt es zusätzlich für jeden Fahrgast auch den vom Verein „Leverkusen, ein starkes Stück Rheinland“ herausgegebenen Stadtführer „Willkommen in Leverkusen.
Die Karten sind in den Wupsi-Kundenzentren erhältlich: Im City-Point Wiesdorf, Friedrich-Ebert-Platz, in Opladen am Busbahnhof, Freiherr vom Stein Str. 1 und am Wupsi-Betriebshof, Fixheide, Borsigstr. 18. Weitere Infos im Internet unter www.vereinlev.de.
Gelegenheit zu einer Kaffeepause auf eigene Kosten bietet bei dieser Tour das Schlosspark-Café.


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