Mit Spannung erwartet Ratsherr Friedrich Busch, was sich am Montagmorgen im Berufsverkehr auf dem Opladener Bahnhof abspielen wird.
Busch: „Alles ist möglich, vom Chaos bis zum geordneten Weiterleiten derjenigen Berufspendler, die mit dem Regionalexpress 7 aus Richtung Münster ihre Fahrt in Opladen beenden müssen, um dann von hier aus nach Köln weitergeleitet zu werden.“
Nach Auffassung von Busch bedarf es schon einer logistischen Meisterleitung, für ca. 480 Reisende des RE 7 bei Vollauslastung der Sitzplätze die Weiterfahrt nach Köln zu managen.
Die spannende Frage bleibt: Werden die Berufspendler des RE 7 in Opladen in die bereit gestellten Ersatzbusse umsteigen oder wird ein Großteil der Reisenden eine Weiterfahrt mit der Regionalbahn 48 antreten?
Zwei mögliche Szenarien sollen prophylaktisch für ankommende RE 7 aus Richtung Münster durchgespielt werden:
Ob diese Option (Benutzung des Schienenersatzverkehrs) allerdings so angenommen wird, wie sich das die Verantwortlichen von DB Regio erhoffen, bleibt nach Meinung von Busch mehr als fraglich.
Der Berufspendler hat nach Auffassung von Busch morgens und abends nur ein Ziel: möglichst ohne Zeitverzögerung zur Arbeitsstelle zu gelangen bzw. baldmöglichst abends nach Hause zu gelangen. Es wird die große Frage sein, ob die Pendler bereit sein werden, in Busse umzusteigen.
Nach Auffassung von Busch wird wahrscheinlicher sein, dass viele Berufspendler des RE 7 in Opladen in die Regionalbahn 48 umsteigen werden bzw. die Fahrt schon in Wuppertal oder Solingen-Ohligs mit der RB 48 antreten werden.
Eines steht fest: es wird spannend sein zu beobachten, wie sich die Fahrplanänderung auf das Verhalten vor allem der Berufspendler auswirken wird.
Busch: „Es muss nicht zwangsweise zu einem Chaos kommen, denn der erfahrene Berufspendler hat sich zu einer Gattung Mensch entwickeln müssen, die gelernt hat, mit den fast täglich auftretenden Schwierigkeiten im Berufsverkehr konstruktiv und kreativ umzugehen.
Ob diesmal aber die von der DB Regio vorbereiteten Maßnahmen greifen, und ob die antrainierte Frustrationstoleranz des Berufspendlers ausreicht, das werden die nächsten Wochen zeigen.“