Stadtplan Leverkusen
04.07.2000 (Quelle: Stadtverwaltung)
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Leverkusen auf der EXPO-Konferenz


"Der Beitrag kommunaler Nord-Süd-Zusammenarbeit zur globalen Zukunftssicherung"

Im internationalen Vergleich darf sich Leverkusen rühmen, bei der Städtepartnerschaft mit Chinandega in Nicaragua mit gutem Beispiel voranzugehen. Diese Erkenntnis brachten Barbara Engels von der Nicaragua-Arbeitsgruppe Leverkusen e.V. und Ursula Siewert vom Fachbereich Rat und Bezirke von der EXPO-Weltausstellung in Hannover mit.

Auf Einladung der Carl-Duisberg-Gesellschaft hatten sie am 26. und 27. Juni 2000 bei der Konferenz "Gemeinsam die Zukunft gestalten - Dezentrale Kooperation für eine nachhaltige Entwicklung" die gemeinsame Entwicklungshilfe für Chinandega mit der Stadt Eindhoven und dem Partnerschaftsverein "Stichting Stedenband Eindhoven - Chinandega" vorgestellt.

Zu ihrer Überraschung erfuhren sie, dass die seit 15 Jahren selbstverständlich praktizierte Kooperation in diesem Rahmen immer noch als eine beispielhafte Ausnahme angesehen wird.

Unter dem Motto "Der Beitrag kommunaler Nord-Süd-Zusammenarbeit zur globalen Zukunftssicherung" hatten rund 80 Teilnehmer aus aller Welt ihre Gedanken über die Möglichkeiten und Grenzen kommunaler Zusammenarbeit ausgetauscht. Verblüfft hörten die Leverkusener Vertreterinnen dabei die Forderung, erfolgreiche Vernetzung müsse künftig vor Ort beginnen, d.h. bei der Zusammenarbeit von Nichtregierungsorganisationen und Stadtverwaltung.

Die ungeteilte Aufmerksamkeit des Publikums war ihnen daher sicher, als sie die langjährige Kooperation zwischen Leverkusen, Eindhoven und Chinandega als positives Modell vorgestellten. Die Zusammenarbeit von Stadtverwaltungen und Partnerschaftsvereinen sowie der Städte und der Partnerschaftsvereine untereinander und damit das Netz von Verbindungen, das die Hilfsprojekte trägt, wurde in diesem Rahmen als eine beispielhafte Ausnahme gewertet.

Die Bedeutung dezentraler Kooperation für eine Zukunftssicherung betonten unter anderem Referenten der Carl-Duisberg-Gesellschaft, des Internationalen Rats der lokalen Umweltinitiativen (ICLEI), der Stadt Santiago de Chile und der Stadt Tygerberg in Südafrika.

Vor dem "One World"-Logo im "Global House" der EXPO spielten die Städtepartnerschaften dabei eine besondere Rolle. Städtepartnerschaften sind konkrete Beispiele von dezentraler kommunaler Zusammenarbeit im Sinne des Eine-Welt-Gedankens. "Global denken - lokal Handeln" war schon in den 80er Jahren ein Motto beginnender kommunaler Zusammenarbeit, das auch vom Deutschen Städtetag propagiert wurde. Nicht zuletzt aufgrund dieser Aktivitäten ist in der Agenda 21 der kommunalen Ebene eine besondere Bedeutung beigemessen worden.

Um den Informationsfluss zu gewährleisten, schlugen die Konferenzteilnehmer verschiedene Lösungen vor. Als wichtig sahen es in der Nord-Süd-Kooperation an, den Austausch von Erfahrungen der Südkommunen untereinander zu fördern, da oft die gleichen Problemlagen vorherrschen und dort z.T. schon angepasste Lösungsmöglichkeiten vorliegen.

Modelle für einen umfassenden Erfahrungsaustausch stellten auch die nicaraguanische Stadt León und ihre Partnerstädte Hamburg und Utrecht vor. Sie koordinieren ihre Arbeit gemeinsam mit Saragoza und Brünn bei einem jährlichen Treffen der Partnerstädte.


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Letzte Änderung am 21.12.2015 14:45 von leverkusen.
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