Partnerschaftsjubiläum Schwedt und Leverkusen

Bürgerreise und Bürgerfest in Schwedt

Archivmeldung aus dem Jahr 1999
Veröffentlicht: 08.06.1999 // Quelle: Stadtverwaltung

"Wir sind froh, dass wir Leverkusen als Partnerstadt haben", verkündete Bürgermeister Peter Schauer auf dem Bürgerfest im Schwedter Schlosspark. Die 47 Leverkusener Teilnehmer der Bürgerreise zum 10jährigen Bestehen der Partnerschaft zwischen Schwedt und Leverkusen hörten das gerne - und nicht zum ersten Mal. Das Bürgerfest war Ausklang und Höhepunkt eines dreitägigen Aufenthaltes in Schwedt vom 26. bis 28 Mai. Stadtdirektor Dr. Schulze-Olden, erstmals bereits kurz vor der Wende in Schwedt, erinnerte an die Anfänge der Partnerschaft und zog eine positive Bilanz:

"1989 spielte sich alles im Rathaus ab. Wir durften nicht mit Schwedter Bürgern zusammentreffen. Das war uns untersagt. Aber gerade das war doch unser Ziel. Heute sind es die Bürger, die diese Partnerschaft mit Leben erfüllen. So soll es auch sein, und darüber bin ich sehr froh."

Auch für die Entwicklung der Stadt fand Schulze-Olden anerkennende Worte. "Ich bin beeindruckt von den vielen Veränderungen in der Stadt. Das Wohnumfeld hat sich verbessert, und in der Stadt habe ich nur freundliche Menschen gesehen. Die Wirtschaft hat sich stabilisiert, so schwierig das auch ist, aber es ist ein Fundament." Mit dem gemeinsamen Anstich von Fässern mit Kölsch aus Leverkusen und Schwedter Turmbräu eröffneten Bürgermeister und Stadtdirektor dann ein tolles Programm mit Tanz, Artistik, Operette und Kabarett. Viel Beifall bekamen auch die Programmbeiträge aus Leverkusen: Der Stepdancer Bernd Paffrath zeigte seine Weltmeisterschaftskür, und der Kabarettist Wolfgang Müller-Schlesinger persiflierte Europapolitik.

Ein rundum gelungener Abend bei herrlichem Wetter, der erst weit nach Mitternacht zu Ende ging. Dazu trug nicht zuletzt die "Delegation" der Karnevalsgesellschaft Klinikum Leverkusen mit ihrer Chefin Käthe Steinke bei, die tolle Stimmung verbreitete. Begonnen hatte die von Waltraud Gallert und Günter Nahl vom Leverkusener Ratsbüro geleitete Bürgerreise mit einer Stadtrundfahrt. "So eine interessante Stadtrundfahrt habe ich lange nicht mitgemacht", bedankte sich Inge Berghöfer bei Schwedts Bürgermeister Peter Schauer. Frau Berghöfer, Geschäftsführerin des Opladener Geschichtsvereins, hatte zuvor in der Schwedter Touristinformation die Ausstellung "Leverkusen - eine Industriestadt des 19. und 20. Jahrhunderts" eröffnet. Der Geschichtsverein stellt darin die Stadt am Rhein streiflichtartig vor und gibt Einblicke, wie Industrie die Entwicklung einer ganzen Region beeinflusst hat.

Bei der Stadtrundfahrt beeindruckte die Gäste aus Leverkusen die Begeisterung und die Sachkunde, mit der Peter Schauer "seine" Stadt und ihre Entwicklung, aber auch ihre Probleme und deren Hintergründe, beschrieb. Maria Barzen, die an allen drei Bürgerreisen (1990, 1996 und 1999) [die Stadtverwaltung meint die von ihr organisierten und vergißt damit z.B. die erste von 1989) teilgenommen hat, war des Lobes voll. Jedesmal seien deutliche Fortschritte zu sehen gewesen. "Es hat sich wirklich viel getan", freute sie sich - und war damit einer Meinung mit etlichen anderen Teilnehmern der Bürgerreise, die Schwedt seit der Wende auch schon mehrfach besucht hatten. Viele nutzten die wenigen Lücken im dichtgedrängten Programm, um Freunde und Bekannte aufzusuchen.

Das Besuchsprogramm spannte den Bogen von der Natur über die Kultur zur Technik, war begleitet von Tradition und Geschichte - und immer von der schönen Landschaft der Uckermark. Die Leverkusener unternahmen eine Deichwanderung längs dem Nationalpark in Richtung Zützen und erlebten eine Führung durch den Lenné-Park. Sie sahen im Theaterzelt der Uckermärkischen Bühnen die Burleske "Die Olsenbande dreht durch", fuhren zum Schiffshebewerk Niederfinow, mit dem Schiff die Westoder hinab nach Stettin und zur weltbekannten Klosterruine Chorin. Großes Interesse fanden auch Besichtigungen der PCK-Raffinerie, des nach wie vor größten Arbeitgebers in Schwedt, und des kurz vor der Eröffnung stehenden Tabakmuseums in Nachbarort Vierraden.

Ein Fazit der Reise zog Elisabeth May - sie war zum ersten Mal in Schwedt - gegenüber der dortigen Presse: "Eine Bekannte hat mir die Bürgerreise wärmstens empfohlen, und sie hat Recht. Hier ist es einmalig. Es ist toll, was hier schon alles geschehen ist."


Anschriften aus dem Artikel: Alte Landstr 129, Albert-Einstein-Str 58

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