Stadtplan Leverkusen
13.12.2013 (Quelle: Stadtverwaltung)
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Oberbürgermeister Buchhorn: Revitalisierung des City-Centers – eine Herkulesaufgabe


„Wir sind zum Erfolg verdammt“

Zur Erinnerung: Der Rat hatte in der letzten Ratssitzung vor der Sommerpause den Beschluss gefasst, zur Revitalisierung des City-Centers ein „City-Büro“ als Organisationseinheit mit direkter Zuordnung zum Oberbürgermeister einzurichten. Als Projektverantwortliche wurden der ehemalige Leiter des Fachbereichs „Gebäudewirtschaft“Gert Geiger und der als Stadtkämmerer ausgeschiedene, jedoch als Geschäftsführer der Parkhausgesellschaft weiter handelnde Rainer Häusler, zugleich als Berater der Sparkasse, eingesetzt. Auf der Basis einer Projektvereinbarung zwischen Stadt und Sparkasse haben beide ihre Arbeit am 01. September aufgenommen.

Gestern berichteten sie in nicht-öffentlicher Sitzung unter Vorsitz des Oberbürgermeisters dem vom Rat gebildeten 11-köpfigen Beirat, bestehend aus Vertretern der Fraktionen CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, Bürgerliste, FDP und Die Unabhängigen sowie dem Sparkassen-Vorstand und dem Stadtkämmerer.

Die Initiative von Stadt und Sparkasse ist vor allem deshalb zustande gekommen, weil das Objekt „City-Center“ – gekennzeichnet durch 150 Einzelimmobilien von 105 Eigentümern – zu etwa 44% aller Miteigentumsanteile von der Stadt, der Sparkasse und der Leverkusener Parkhausgesellschaft getragen wird. „Wir sind da in einer besonderen Verantwortung und haben dementsprechend ein hohes Eigeninteresse“, erklärt Vorstandmitglied Herr Schwarz.
Für Geiger und Häusler bestand von Beginn an die Notwendigkeit für Vielzahl von Einzelgesprächen mit allen Eigentümern zu führen, um deren Einschätzung zur eigenen Immobilie, aber auch zum Gesamtobjekt „City-Center“ und schließlich auch zum weiteren Vorgehen zu erhalten.

Die bisher geführten Gespräche insbesondere mit den gewerblichen Eigentümern und den Einzeleigentümern des Büro-/Ärztehochhauses stießen auf durchweg positive Resonanz. Dies gilt allein schon dafür, dass sich jetzt zielgerichtet gekümmert wird, aber auch für die Art der Herangehensweise, was Weg und Ziel anbelangt.

Die gravierende Problematik besteht vor allem darin, dass 105 Eigentümer auf ein gemeinsames Ziel und den Weg zur Zielerreichung „eingeschworen“ werden müssen, also die Zustimmung jedes Einzelnen gefordert ist, um letztlich die Leerstände im Bereich Gewerbe (80%) und im Büro-/Ärztehochhaus (20%) zu beheben und damit zur Revitalisierung des City-Centers beizutragen.

Besprechungen mit Investoren, Projektentwicklern, Architekten und Juristen haben zwar belegt, dass der Standort „City-Center“ immer noch vom Grundsatz eine sog. „1a-Lage“ darstellt - wegen der Anbindung zum Öffentlichen Personennahverkehr, der Nähe zum Busbahnhof und zum DB-Bahnhof, aber auch wegen des Angebotes an Parkflächen für den Individualverkehr. Dennoch wurde in diesen Gesprächen die Notwendigkeit einer Vereinheitlichung der Eigentümerstruktur und Neuordnung der Eigentumsanteile von Gemeinschafts- und Sondereigentum sowie dementsprechend zu einer veränderten Kostenzuordnung gesehen.

Ohne diese Veränderungen sehen sich Projektentwickler und Investoren nicht in der Lage am Standort „City-Center“ tätig zu werden.

Deshalb wird in den nächsten Tagen ein entsprechendes juristisches Gutachten in Auftrag gegeben, um mit dessen Ergebnissen die weitere Vorgehensweise vorzuzeichnen. Vorab ist außerdem vor wenigen Tagen ein Einzelhandelsgutachten in Auftrag gegeben worden, das Erkenntnisse und Prognosen darüber liefern soll, wie sich der Einzelhandel in Leverkusen vor dem Hintergrund der zwischenzeitlichen Initiativen im Umland entwickelt hat und unter Berücksichtigung des demografischen Prozesses sowie des Internet-Einkaufs entwickeln wird.

Dabei geht es schließlich um die Beantwortung der Frage: „ Ist der Einzelhandel in Leverkusen bereits gesättigt bzw. gibt es spezielle Defizite in besonderen Segmenten?“ Damit verbunden ist die Frage: „ Wie kann die durchaus vorhandene überdurchschnittliche Kaufkraft in Leverkusen gebunden werden? Beide Gutachten werden zum Ende des ersten Quartals 2014 vorliegen, um die Grundlage für das weitere Vorgehen zu bilden.

Zwischenzeitlich werden die Projektverantwortlichen ihre Gespräche mit den Eigentümern des Büro-/Ärztehochhauses und der Eigentumswohnungen fortsetzen und deren Erkenntnisse in die genannten Gutachten einspeisen und analysieren.

Der Beirat nahm gestern die Ausführungen der Herren Geiger und Häusler grundsätzlich positiv auf, und er erwartet zur nächsten Sitzung die zeitgerechte Auswertung der Gutachten. Dies wird im 2. Quartal 2014 geschehen. Nach eingehender Beratung schloss Oberbürgermeister Buchhorn die Sitzung des Beirates mit den Worten: “Trotz der Schwierigkeit dieser Herkulesaufgabe sind wir zum Erfolg verdammt.“ Das Projekt zur Revitalisierung des City-Centers hat ein Zeitziel von drei Jahren.


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Letzte Änderung am 14.12.2013 09:56 von leverkusen.
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