Stadtplan Leverkusen
21.02.2013 (Quelle: WFL)
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WfL-Pressefrühstück: Der Wirtschaftsstandort Leverkusen ist auf einem guten Weg


Beim diesjährigen Pressefrühstück am Dienstag, 19. Februar 2013, blickte WfL-Geschäftsführer Dr. Frank Obermaier auf das abgelaufene Wirtschaftsjahr zurück und skizzierte die wesentlichen Aufgaben der Leverkusener Wirtschaftsförderung für 2013. Zudem wurden die Ergebnisse der aktuellen WfL-Umfrage zur Brückensperrung auf der Autobahn A1 für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen vorgestellt: Das Fahrverbot für Lkw belastet die Leverkusener Wirtschaft enorm.
Das Handwerkerzentrum an der Stixchesstraße ist bis auf ein Grundstück abverkauft, im Gewerbegebiet An der Fuchskuhl geht es mit großen Schritten voran: Die Flächenvermarktung in Leverkusen lief im abgelaufenen Jahr sehr positiv. Insgesamt 11,6 Hektar wurden in 2012 durch Vermittlung und Unterstützung der WfL verkauft, davon allein 30.000 m² für die Neuansiedlung des Pressegrossisten Leverdy GmbH im Hornpottweg. Eine weitere Gewerbeflächenvermarktung erfolgte gemeinsam mit dem Leverkusener Immobilienmakler Popp & Kloos Immobilien GmbH in der Größenordnung von 15.000 m². Durch die intensiven Bemühungen der WfL konnte die ehemalige Rossmann-Immobilie (70.000 m²) an den Logistikspezialisten ITC Logistic mit Hauptsitz in Willich verkauft werden.
„Die Flächennachfrage im Jahr 2012 war sehr hoch. Das zeigt, dass der Standort im regionalen Vergleich sehr wettbewerbsfähig ist und nachgefragt wird“, so Dr. Frank Obermaier. Um weiterhin als Investitionsstandort interessant zu bleiben, ist Leverkusen regelmäßig auf der internationale Gewerbeimmobilienmesse EXPO REAL in München vertreten. Dort wirbt die WfL mit Partnern für den Standort. Als Folge des Strukturwandels rückt immer mehr auch der Bürostandort Leverkusen in den Fokus. Hier ist Leverkusen mit den künftigen Flächen für Dienstleistungen und Büros auf dem Bahnstadt-Gelände bestens gerüstet. Mit Verweis auf die Bedeutung der Gewerbesteuereinnahmen für eine Kommune warb der WfL-Geschäftsführer für eine effiziente Nutzung der vorhandenen Gewerbeflächen in Leverkusen. Hierbei kann der NRW-Flächenpool, ein Pilotprojekt des Landes zur Brachflächenmobilisierung, auch ein Thema für Leverkusen werden.

Bei der Entwicklung der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten hat sich in Leverkusen seit 2010 die Zahl bei rund 60.000 eingependelt. Dabei wirkt vor allem die Produktion als stabilisierender Faktor. Sie gilt es zu pflegen und auszubauen. Die Gewerbean- und abmeldungen waren mit jeweils 1.360 ausgeglichen, die von der WfL durchgeführten Gründungsberatungen beliefen sich wie im Vorjahr auf 91.
Für das laufende Jahr hat sich die WfL die Weiterentwicklung der begonnenen Projekte auf die Fahne geschrieben, beispielsweise die Einbindung der Leverkusener Standortbotschafter ins Standortmarketing. Neben der Umsetzung der landesgeförderten ISG-Maßnahmen mit einem neuen Fußgängerleitsystem für die City als erstem Teilprojekt und der Durchführung der ersten Runde von ÖKOPROFIT, einem vom Land geförderten Programm zur Steigerung der Energieeffizienz und des Umweltschutzes in Unternehmen, liegt ein weiterer Fokus auf dem Bereich Wissenstransfer. Hierbei werden durch Kooperationsprojekte, beispielsweise mit dem Campus Leverkusen der FH Köln, Wissenschaft und Wirtschaft zusammengebracht und etwa durch den Einsatz von Innovationsgutscheinen die Zusammenarbeit gefördert. Auch das Thema Fachkräfte ist ein zentraler Bereich der Bestandspflege der WfL.
Durch die Fortsetzung der verschiedenen WfL-Veranstaltungsreihen wie dem Mittelstandsdialog oder dem Business-Frühstück sollen die ansässigen Unternehmer nicht nur über interessante und aktuelle Themen informiert werden, sondern auch Gelegenheit zum Netzwerken erhalten.
Die Auswertung einer WfL-Umfrage zur Brückensperrung der Bundesautobahn A1 ergab eine signifikante Belastung der Leverkusener Wirtschaft. Mehr als die Hälfte – rund 60 Prozent der befragten Unternehmen – gab an, stark bis sehr stark von der Brückensperrung betroffen zu sein. Aus den Antworten der Befragten ergibt sich daher ein errechneter Schaden, der mit insgesamt 29.800 Euro pro Tag bzw. 7,5 Millionen Euro pro Jahr noch relativ moderat ausfällt. Eine Hochrechnung auf Grundlage der täglichen Verspätung von über 3.600 Stunden beziffert den finanziellen Einschnitt der Sperrung deutlich höher.
Mit einem kalkulierten Stundensatz von 50 Euro beliefe sich der finanzielle Schaden an einem Arbeitstag auf mehr als 180.000 Euro. Ein Verlust, der die Leverkusener Wirtschaft auf das Jahr extrapoliert mit etwa 45 Millionen Euro belasten würde. „Die Studie zeigt, dass vor allem kleine und mittelständische Unternehmen betroffen sind. Sie können den für sie entstandenen zeitlichen und finanziellen Mehraufwand nicht langfristig tragen“, sagte WfL-Geschäftsführer Dr. Frank Obermaier. Daher sei es dringend notwendig, eine langfristige Perspektive zu schaffen und mit Nachdruck eine rasche Lösung herbeizuführen.


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Letzte Änderung am 29.07.2014 13:14 von leverkusen.
Bisherige Kommentare
Am 06.03.2013 um 14:09:00 schrieb Pia Lülsdorf:
Antwort der Wirtschaftsförderung
die dortige Verkehrsführung fällt in den Zuständigkeitsbereich der Bezirksvertretung. Wir als Wirtschaftsförderung Leverkusen haben auf Anfrage bei der Bezirksvertretung signalisiert bekommen, dass eine Änderung der Regelung nicht gewünscht ist. Auch Alternativvorschläge von unserer Seite ließen sich nicht umsetzten.

Am 01.03.2013 um 10:56:55 schrieb Prof. Dr. Andreas Klamt:
Straßensperrungen
Sicherlich ist die Brückensperrung für die Leverkusener Wirtschaft ein großes Problem. Allerdings ist mir unverständlich, wie sich Leverkusen darüber beklagen kann, solange die Stadt leichtfertig den Zugang zu einem Ihrer Gewerbegebiete, dem Gewerbegebiet im Friedenstal - mutwillig erschwert. Zwei der drei Zufahrten, nämlich die Elsbachstraße und der Imbacher Weg von Imbach aus, sind zu den Berufsverkehrszeiten, also zu den Zeiten, zu denen unsere Mitarbeiter hauptsächlich an- und abfahren, gesperrt, so dass unsere Mitarbeiter sich in den Stau auf der Rennbaumstraße einreihen (und ihn verstärken) müssen, obwohl sie wesentlich kürzer und schneller über die Elsbachstraße, oder von Leichlingen kommend über Imbach zu Ihrer Arbeitsstätte kommen könnten. Aber sich für sinnvolle Ausnahmegenehmigungen für die Mitarbeiter unserer Firmen einzusetzen ist weder die Wirtschaftsförderung noch unser Oberbürgermeister bereit oder in der Lage. Es ist halt leichter, sich über über Dinge zu beklagen, die nicht im eigenen Gestaltungsbereich liegen.

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