Elfen scheitern im Pokal an Frankfurt - Leverkusen


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Elfen scheitern im Pokal an Frankfurt

Veröffentlicht: 27.01.2013 // Quelle: Handball-Elfen

Der Traum von der erneuten Qualifikation für das Frauen Final4 in Göppingen ist ausgeträumt. „Maßlos enttäuscht“ war nach dem 29:30 (13:15) gegen den Frankfurter HC nicht nur Trainerin Heike Ahlgrimm, sondern das gesamte Elfenteam. Mit 10/6 Toren war Laura Steinbach einmal mehr die treffsicherste Spielerin der Elfen, bei den Gästen traf Christine Beier (11) am häufigsten.

Schon der Blick auf die Tabellenkonstellation in der Bundesliga hatte gezeigt, dass sich beide Mannschaften auf Augenhöhe begegnen würden. Die Elfen erwischten einen guten Start in die Partie, gerieten dann aber durch ein paar Ungenauigkeiten beim 2:5 (10.) erstmals ins Hintertreffen. „Anfangs stand die Abwehr noch nicht, und wir haben auch vorne viel verworfen“, sagte Ruta Latakaite-Willig nach der Partie.

Heike Ahlgrimm musste früh reagieren, Marlene Zapf und Denisa Glankovicova rochierten auf den Linkshänderpositionen, und Mandy Münch übernahm anstelle von Ruta Latakaite-Willig die Spielgestaltung. Doch die Elfen-Trainerin musste zunächst ihre erste Auszeit nehmen, ehe die Gstgeberinnen dank zweier Aktionen von Mandy Münch auf 4:6 (13.) verkürzen konnten. Die Elfen waren nun im Spiel, fanden immer öfter die richtige Lösung gegen das frühe Heraustreten der FHC-Deckung auf Laura Steinbach und schafften auch dank einer immer stärker werdenden Natalie Hagel beim 6:7 (16.) den Anschluss.

„Das hat aber auch viel Kraft gekostet“, sagte Ruta Latakaite-Willig später. Der FHC hatte außerdem mit Mandy Burrekers ebenfalls eine starke Torfrau zwischen den Pfosten, und nicht selten stand auch die Latte, wie beim Siebenmeter von Marlene Zapf, einem Torerfolg im Weg. Frankfurt blieb in der Vorlage, und die Elfen gingen mit einem 13:15 in die Pause. „Die erste Halbzeit hat uns das nötige Selbstbewusstsein gegeben“, wusste Ex-Elfe Anne Jochin später zu berichten.

Auch im zweiten Durchgang rannten die Elfen zunächst dem Rückstand hinterher. Hatte man Anne Jochin und Franziska Mietzner gut unter Kontrolle, so war es beim FHC nun vor allem Christine Beier, die immer wieder erfolgreich die Defensive der Elfen durchbrach und so das Polster des FHC erhielt. Bei den Elfen traten nun vor allem Ruta Latakaite-Willig und Steffi Egger als Vollstreckerinnen in Erscheinung. Mit der Umstellung auf eine 5:1-Abwehr kam man dann auch zum zwischenzeitlichen 23:23-Ausgleich (45.). „Uns ist aber nie die Führung gelungen, und wenn man praktisch das ganze Spiel hinterherläuft, dann ist das schwierig“, sagte Marlene Zapf.

Auch weil Frankfurt in der Abwehr die höhere Aggressivität an den Tag legte, konnten die Gästen wieder auf drei Tore (23:26) davonziehen. Die Elfen verstärkten noch einmal ihre Bemühungen in der Deckung und glichen postwendend aus. Die durchaus mögliche Führung blieb aber ein Wunschtraum. Frankfurt legte dank der stark spielenden Achse Beier-Schneider immer wieder vor, bei den Elfen übernahm in dieser Phase Kapitän Laura Steinbach viel Verantwortung, doch am Ende war der FHC knapp mit einem Tor vorne.

„Wir haben den Kreis und Beier nicht in den Griff bekommen und haben vorne zu viele Fehler gemacht“, stellte Marlene Zapf anschließend fest. Heike Ahlgrimm gab zu, dass „Frankfurt den Sieg heute ein wenig mehr und ist deshalb verdienter Sieger. Wir machen in den entscheidenden Situationen nicht das Richtige, das müssen wir abstellen.“ Auch FHC-Trainer Dietmar Schmidt sah in der Deckung den Schlüssel zum Erfolg. „Was wir in der Abwehr geleistet haben, war Klasse. Sonst hätten wir hier keine Chance gehabt“, sagte der Olympiasieger von 1980, der nun auf ein günstiges Viertelfinal-Los für seine Mannscaft hofft: "Wir wollen unbedingt nach Göppingen.“

TSV Bayer 04 Leverkusen – Frankfurter HC 29:30 (13:15)

Leverkusen: Hagel, Salamakha
Zapf 4/1, Egger 5, Latakaite-Willig 4, Glankovicova 2, Adams, Hislter 1, Steinbach 10/6, Seidel, S. Münch 1, Comans, M. Münch 2

Frankfurt: Herrmann, Burrekers
Nega, Mietzner 7/5, Schneider 5, Wegner 1, van Cappelle, Gubernatis 2/2, Scheidemann 1, Uchibayashi 2, Jochin 1, Beier 11

Strafminuten: 2/8
Siebenmeter: 7/8 ; 7/7
Schiedsrichter: Damian/Küsters
Zuschauer: 423


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