Stadtplan Leverkusen
10.03.2009 (Quelle: Stadtverwaltung)
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Campus Leverkusen: Fachhochschule bereitet den Start zum Wintersemester 2009/2010 vor


Im Dezember 2008 fällte das Innovationsministerium des Landes NRW die Entscheidung für den Campus Leverkusen. Seither sind die drei Projektpartner, Stadt Leverkusen, Fachhochschule Köln und IHK Köln intensiv mit der Realisierung beschäftigt. Über den aktuellen Stand zu den Themen Organisation und Inhalte des Studienbetriebs, zur Kooperation mit den Unternehmen in der Region und zu den Planungen für die bauliche Realisierung des Campus auf dem Gelände der neuen bahn stadt :opladen zum Studienjahr 2012/2013 informierten die Projektpartner heute auf dem Gelände der neuen bahn stadt :opladen im Rahmen eines gemeinsamen Pressegespräches.

Der Campus Leverkusen der Fachhochschule Köln auf dem Gelände der neuen bahn stadt :opladen soll zum Wintersemester 2012/2013 verwirklicht sein – diesem Ziel haben sich die drei Projektbeteiligen verschrieben. Konkret bedeutet das, 500 neue flächenbezogene Kombi- oder Vollzeitstudienplätze in den Fächern Technische und Pharmazeutische Chemie einzurichten. Schon zum Wintersemester 2009/2010 beabsichtigt die Fachhochschule Köln den Studienbetrieb mit 30 Plätzen, als kombiniertes Teilzeitstudium, aufzunehmen. Die vorläufig begrenzte Zahl an Studienplätzen trägt auch der Herausforderung eines dualen Studiums Rechnung. Das heißt, die jungen Menschen schließen mit einem Unternehmen einen auf vier Jahre angelegten Berufsausbildungs- bzw. Werksvertrag, in dem wöchentlich ein oder zwei Tage Studium festgeschrieben sind – später mehr. Aktuell arbeitet die im Januar berufene Gründungdekanin Professor Dr. Astrid Rehorek die Studienverlaufspläne und Studieninhalte aus. Sowohl für das Kombimodell als auch für die Vollzeitstudiengänge sind Studien- und Prüfungsordnungen nötig. Hinzu kommen die Ausschreibungs- und Berufungsverfahren für das Personal. Die IHK Köln führt derzeit die Gespräche mit den Vertrags-Unternehmen, die an der Kompetenz der zukünftigen Absolventen mit dem Abschluss „Bachelor of science" interessiert sind.
Bauherr des Campus Leverkusen wird der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes NRW [BLB NRW]. Dies erklärte heute Ferdinand Tiggemann, Geschäftsführer des BLB NRW. Der BLB NRW steht mit der Deutschen Bahn in Verhandlungen zum Ankauf der notwendigen Flächen.
Die neue bahn stadt :opladen GmbH treibt die bauliche Realisierung des Campus Leverkusen auf dem Boden der neuen bahn stadt :opladen voran: Im Sommer 2009 lobt die neue bahn stadt :opladen GmbH in Kooperation mit der Regionale 2010 Agentur, der Fachhochschule Köln und dem BLB NRW einen Realisierungswettbewerb für den Umbau der 36.000 qm großen ehemaligen Ausbesserungshalle aus. Sie soll in Zukunft Hörsäle, Labore, die Mensa und weitere Hochschulnutzungen beherbergen. Derzeit werden die dazu notwendigen Wettbewerbs-Vorgaben erarbeitet, so das Konstruktionsprinzip der derzeitigen und zukünftigen Halle, die zukünftigen Nutzungsqualitäten sowie eine Machbarkeitsuntersuchung zu Energie- und Brandschutzkonzept. Mit der Erfassung der Altlasten ist die DB AG befasst.

Gewaltige Kraftanstrengung für den Campus Leverkusen
Leverkusens Oberbürgermeister Ernst Küchler betonte in dem Pressegespräch, dass nach der erfolgreichen Bewerbung 2008 nun die wahre Herausforderung in der möglichst zeitgerechten Umsetzung des Campus Leverkusen liege: „Wir haben ein ehrgeiziges Ziel: 2012/2013 sollen die Studierenden hier in der neuen bahn stadt opladen ihren kompletten Campus funktionsfertig vorfinden." Er sei sich sicher, dass es aufgrund der hohen fachlichen Kompetenz der beteiligten Partner gelingen werde, sowohl die Unternehmen als auch zukünftige Studierende langfristig für den Campus Leverkusen zu gewinnen. Für die Stadt Leverkusen habe die Realisierung des Campus höchste städtebauliche Priorität.
Fachhochschule Köln bereitet die neuen Studienangebote vor
In welch engem Zeitrahmen die Partner agieren, machte Prof. Dr. Joachim Metzner deutlich. „Das Gesetz zum Ausbau der Fachhochschulen soll im Mai verabschiedet werden. Erst dieses Gesetz schafft die verbindliche rechtliche und finanzielle Grundlage für unser Vorhaben, das wesentlich komplexer ist als die Gründung eines reinen Studienortes, wie ihn andere Hochschulen nun einrichten. Wir wollen in Leverkusen einen vollwertigen Campus errichten, mit allem was dazu gehört, Hörsälen, Seminaren, Laboren, Hochschulbibliothek, Mensa und einer eigenständigen Verwaltung."
Die Gründungsdekanin der neuen Fakultät für Angewandte Naturwissenschaften, Prof. Dr. Astrid Rehorek, die das Gelände der neuen bahn stadt :opladen mit ihrem Team bereits mehrfach besichtigt hat, bekräftigte: „Uns ist es wichtig, das Studienangebot von Anfang an so aufzubauen, dass das Studium für möglichst viele junge Menschen attraktiv ist. Deshalb entwickeln wir neben dem Vollzeitstudium auch Kombinationsmodelle. Gleichzeitig ist der Campus Leverkusen ein Zukunftsprojekt und wird mit den Jahren sicherlich, sowohl was sein inhaltliches Spektrum als auch was die Zahl der Studienplätze angeht, weiter wachsen. Nicht nur die Schüler der MINT-Klassen, sondern alle Schulen der Stadt und Region, die mit Fachhochschulzugangsberechtigung abschließen, können sich mit entsprechender Fächerwahl für Chemie, Biologie und Technik entsprechend vorbereiten und werden in jedem Fall im Campus Leverkusen einen attraktiven Studienort vorfinden." Sie betonte, dass ihr Schwerpunkt jetzt darauf liege, mit aller Sorgfalt die Struktur, Inhalte, Organisation und Akkreditierung der neuen Studiengänge vorzubereiten.

IHK Köln: Erfolgreiche Gespräche mit Unternehmen der Region
Gregor Berghausen, bei der IHK Köln der zuständige Geschäftsführer für Aus- und Weiterbildung, verwies auf das große Interesse der Unternehmen an den kombinierten Teilzeitstudiengängen: „Es ist eine win-win-Situation im klassischen Sinne: Das Unternehmen finanziert die Ausbildung und das Studium und erhält einen hoch qualifizierten Arbeitnehmer zurück."
Berghausen erinnerte daran, dass vor allem der hohe Bedarf der regionalen Wirtschaft nach an Hochschulen ausgebildeten Nachwuchskräften den entscheidenden Impuls für die erfolgreiche Bewerbung als FH-Standort gegeben habe. Rund 30 Unternehmen hatten 2008 mit einem „letter of intent" ihre Unterstützung für den Campus Leverkusen versichert.

BLB NRW wird Bauherr des Campus Leverkusen
Ferdinand Tiggemann, Geschäftsführer des Bau- und Liegenschaftsbetriebes NRW, sagte: „Sehr gerne kommt der BLB NRW auch im Fall des Campus Leverkusen seiner Aufgabe als Bauherr für Immobilien des Landes NRW nach. Wir stehen zur Zeit in Verhandlungen mit der Deutschen Bahn zum Ankauf notwendiger Flächen für den neuen Campus Leverkusen. Zeitgleich bereitet unsere Niederlassung in Köln einen Realisierungswettbewerb für die Gebäude vor. Wir sind fest überzeugt, auch in diesem Fall der Hochschule bedarfsgerechte Flächen vermieten zu können.

Große Chance für den Stadtteil Opladen
Vera Rottes, Geschäftsführerin der neue bahn stadt :opladen GmbH wies abschließend auf das positive Beispiel des Campus Gummersbach der FH Köln auf dem ehemaligen Steinmüllergelände hin: „Bei unserem Besuch in der vergangenen Woche hat der Aufsichtsrat sich vor Ort davon überzeugt, welch großen Schub dieser Campus der Stadt Gummersbach verliehen hat. Dieses gute Beispiel wollen wir für den Standort Opladen wiederholen."


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Letzte Änderung am 01.04.2014 11:30 von leverkusen.
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