Stadtplan Leverkusen
03.10.2008 (Quelle: Bayer 04)
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„WfL meets Bayer 04“


Rede von Wolfgang Holzhäuser

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, verehrter Herr Mues,
meine sehr verehrten Damen, meine Herren,

auch ich heiße Sie als Hausherr und Gastgeber aufs herzlichste willkommen. Ich freue mich außerordentlich über das sichtbar große Interesse. Allerdings denken wir, dass wir Ihnen als Bayer 04 Leverkusen Fußball GmbH auch einiges zu bieten haben.

Zunächst gilt mein Dank OB Küchler für das Kompliment Spitzenfußball, der – so der OB - Leverkusens Ruf so positiv gemacht habe. Na ja, zur deutschen Meisterschaft hat’s ja leider eben doch noch nicht gereicht. Obwohl man, mit einem guten zweiten Platz für das Image manchmal mehr erreichen kann, als mit dem Titel, wenn man schönen Fußball spielt. Jedoch irgendwann sollte auch mal ein großer Wurf gelingen. Dafür brauchen wir eben nicht nur eine gute Mannschaft – und die haben wir - sondern heutzutage auch die finanziellen Mittel um diese zusammenzuhalten oder qualitativ so zu verstärken, wie es zum Erreichen unserer Ziele notwendig erscheint.

Mir gefällt auch sehr gut das von Herr Mues erwähnte Prädikat „Dienstleister". In der Tat sind wir Dienstleister in Sachen Sport, Unterhaltung, Freizeit, Image-Bildung und Werbung für Leverkusen – und so verstehen wir uns auch. Ihm gebührt natürlich mein Dank dafür, dass die WfL diese Plattform im Rahmen der heutigen Veranstaltung für den Leverkusener Mittelstand bietet und wir uns Ihnen präsentieren dürfen.

An dieser Stelle ein kleiner Exkurs zu unserer Organisation: die Bayer 04 Leverkusen Fußball GmbH beschäftigt derzeit rund 199 fest angestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon sind 65 Spieler. Zählt man die geringfügig Beschäftigten dazu, ergibt sich die von Herrn Mues erwähnte Gesamtanzahl von 365. Die Bayer 04 Leverkusen Fußball GmbH hat insgesamt drei Töchter, eine Marketing GmbH, welche in Kooperation mit S5 – dem größten Sportvermarkter Europas – unsere Vermarktung betreibt. Eine Immobilien GmbH als Eigentümer der BayArena und die Mobilien GmbH, welche die Haustechnik und die Instandhaltung der Sport- und Grünanlagen – auch der des TSV Bayer Leverkusen – betreibt. Weitere Firmen in unserem Umfeld sind die BaySecur GmbH, an der wir zu 49% beteiligt sind, eine Sportrechte OHG, sowie das BaySports-Travel Reisebüro, an dem wir zur Hälfte beteiligt sind.

Mit Herrn Klewenhagen – den ich an dieser Stelle ebenfalls ausdrücklich begrüße – stimme ich in der Einschätzung der Stadien überein. Schon deswegen haben wir uns entschlossen, die BayArena mit großem Aufwand zu modernisieren und optimieren. Sicherlich hätte es dafür günstigere Zeitpunkte gegeben, weil uns der Bauboom in dieser Branche und die Entwicklung des Stahlpreises eine Teuerung des Baupreises auf 70 Mio. Euro bescherte. Trotzdem haben wir uns entschlossen, es zu wagen. Ein Stadion, das den modernsten Gesichtspunkten entspricht, ist nämlich eine Grundvoraussetzung um auf Dauer erfolgreich zu sein. Wer das nicht rechtzeitig erkennt, wird gegenüber der Konkurrenz in Rückstand geraten. Ja, wir haben uns für dieses Projekt entschieden – mit allen Konsequenzen, die neue BayArena soll so was wie eine Kultstätte der Neuzeit werden.

Aus der Summe des Vorgetragenen ziehen wir folgendes Fazit: Bayer 04 hat den Leverkusener Unternehmen so viel zu bieten, dass sich wirtschaftliche und strategische Partnerschaften lohnen. Für beide Seiten. Nehmen und geben. Am gegenseitigen Erfolg partizipieren. „Win-win Situation" erzeugen. Das ist unser Ziel.

Leverkusener Unternehmen partizipieren auch als direkte Geschäftspartner an Bayer 04. So sind zum Beispiel am BayArena-Ausbau mehr als 30 Firmen aus Leverkusen und Umgebung beteiligt. Auch im täglichen Geschäft nutzen wir natürlich ebenfalls die umfangreichen Angebote und Leistungen Leverkusener Unternehmen.

Stadien – meine Damen und Herren – sind in der Tat zu einer Art Kathedrale geworden. Könnten sie ja nun wirklich auch sein. Denn wer weiß, wie viele Stoßgebete hier während eines Spiels je nach Verlauf gen Himmel geschickt werden? Z. B. „Mein Gott pfeif endlich ab", wenn die eigene Mannschaft vorne liegt oder auch „Mein Gott hoffentlich lässt er genügend Zeit nachspielen" sollte man hinten liegen.

Aus den Stadien sind Arenen geworden - Erlebnis-Stätten für die ganze Familie! Das Spielgeschehen steht oft gar nicht mehr im Mittelpunkt, sondern die Arena und der Event selbst.

Dabei sind wir keine Greenhorns in Sachen Vermarktung und Image-Nutzung von Stadien. Die alte BayArena war einmal DAS Schmuckkästchen der Liga. Bis durch die WM 2006 – vielerorts mit Unterstützung oder gar direkt durch die Öffentliche Hand – neue Arenen entstanden sind. Wir erhalten nicht den Finanzsegen der Steuerzahler – wie zum Beispiel der 1. FC Köln, Eintracht Frankfurt oder auch Hertha BSC Berlin. Unser Stadion ist privatrechtlich finanziert und eben nicht aus öffentlichen Geldern. Wir tragen das Risiko selbst und sind gerade deswegen auf eine gute Vermarktung angewiesen.

Deswegen halte ich auch die Forderung meines ansonsten geschätzten Kollegen Michael Meier aus dem linksrheinischen „selbsternannten Traditionsverein", wir und die Kollegen aus Wolfsburg mögen 20 % der Sponsorengelder an andere Vereine abführen, für absurd. Wir zahlen alles selbst, andere eben nicht. Dort werden mal kurz S-Bahnstationen oder wie in Frankfurt ganze Bahnhöfe näher an das Stadion gebaut. Nicht, dass ich diese Segnungen nicht auch gerne genießen würde, jedoch sollte man erst einmal vor der eigenen Türe kehren, bevor man derartige abstruse Forderungen stellt.

Zurück zur BayArena: Sie ist ein Beispiel für die Weiterentwicklung des Fußballs, der Gesellschaft und des Freizeitverhaltens. Denn nur Spitzen-Fußball zählt, weil die Gesellschaft immer globaler denkt, die Leistungen im In- und Ausland registriert und Vergleiche anstellt. Schließlich sind wir zu einer Freizeitgesellschaft – besser noch, zu einer Erlebnisgesellschaft – geworden. Dem tragen wir mit erfolgreichem Spitzenfußball - möglichst auch international – und mit der neuen BayArena Rechnung.

Es gibt Zeitgenossen die glauben ernsthaft, Leverkusen verdanke seine Bekanntheit zwei Kreuzen: Dem Bayer-Kreuz und dem Autobahnkreuz. Wer den Verkehrsfunk zum Maßstab nimmt, für den stimmt in der Tat das Autobahnkreuz. Die Realität und auch die Historie sprechen aber eindeutig für unser Bayerkreuz. Und das steht eben für viel mehr, auch für erfolgreichen Spitzen-, Breiten- und Behindertensport.

Heute dominiert der Fußball im Fokus der Öffentlichkeit und der Medien. Auch hier spiegelt sich die Veränderung der öffentlichen Wahrnehmung wieder. Gleichzeitig ist dies aber auch ein Spiegelbild der unternehmerischen Entwicklung mit fortschreitender Internationalisierung und Konzentration auf die wirtschaftlich erfolgreichen Gebiete.

Wie sehr dabei Unternehmen und Fußball als Symbiose wahrgenommen werden, sehen Sie am Erfolg unserer Werkself-Kampagne, die mit dem Marketing-Preis des deutschen Sports ausgezeichnet wurde. Wir sind stolz auf diesen werblichen Schachzug. Und: Wir tragen immer das Bayerkreuz und damit gleichzeitig das Synonym für Leverkusen auf unseren Trikots.

Wer ein positives Image schaffen will, der muss erfolgreich sein. Im Gegensatz zur puren Bekanntheit, die man auch bei Misserfolgen erreichen kann – sportlich durch Niederlagen, wirtschaftlich durch Flops und unternehmerische Pleiten – um es salopp auszudrücken.

Wir sind seit Jahren erfolgreich – von zwei, drei Blessuren einmal abgesehen. Und wir sind erfolgreich, weil wir in die Zukunft denken und nicht den kurzfristigen Erfolg suchen. Das gilt sowohl für unsere junge Mannschaft, die mittel- und langfristig zum dauerhaften Erfolg geführt werden soll, wie auch für unsere neue BayArena. Denn unseren Partnern und uns nützt nur ein Erfolg, der auch anhält. Kurzlebige Erfolge – quasi Achterbahnfahren auf der Erfolgsspur – schadet da eher.

Meine Damen und Herren – bekanntlich entscheiden sich 85 Prozent der Kundenbindungen auf der emotionalen Ebene. Und kaum etwas ist emotionaler als Fußball. Das Sommermärchen 2006 hat dies sehr eindrucksvoll bewiesen, obwohl wir im eigenen Land nur Dritte geworden sind. Dasselbe gilt für die EM. Da haben wir das Finale verloren - trotzdem herrschte eine tolle Stimmung. Hier hat die Emotion eindeutig über den Erfolg gesiegt!

Und eben diese Emotion ist die Erfolgs-Grundlage für eine Partnerschaft zwischen Ihnen und uns. Mit dem bisherigen Engagement der regionalen Unternehmen sind wir durchaus zufrieden, aber nichts ist so gut, um es nicht noch zu verbessern.

Die neue BayArena bietet mehr Möglichkeiten für Sponsoren- und VIP-Engagements. Sie schafft mehr Gelegenheiten der Nutzung für Geschäftsfreunde, für Kunden und für unterschiedlichste Zielgruppen in der Werbung.

Unsere Partner können allein mit dem „Markenzeichen" Leverkusen durch die positive Verbindung mit dem Fußball ihr eigenes Image stärken, auch über Leverkusens und Deutschlands Grenzen hinaus.

Mit der Optimierung der BayArena haben wir, wie Sie gleich hören werden, die VIP- und Sponsorenbereiche erheblich erweitert. Dies bietet uns die Chance, mit noch mehr heimischen Unternehmen strategische Partnerschaften einzugehen – wie auch immer diese gestaltet werden.

Die Chancen, aneinander zu partizipieren, sollten wir gemeinsam nutzen. Wie? Darüber sollten wir miteinander reden.

Diese WfL-Veranstaltung – könnte so etwas wie ein „Kick-off" dazu sein.

Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.


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Letzte Änderung am 18.04.2016 13:34 von leverkusen.
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