Stadtplan Leverkusen
05.07.2008 (Quelle: TSV Bayer 04)
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DM: Sebastian Bayer gewinnt mit 8,15 Meter – Olympia lockt


Zwei Springer haben aus Sicht des TSV Bayer 04 für die Höhepunkte des ersten Tages bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Nürnberg gesorgt. Während Sebastian Bayer im Weitsprung für einen Leverkusener Sieg sorgte, schaffte Stabhochspringer Danny Ecker trotz starker Achillessehnenprobleme den zweiten Platz. Während Eckers Nominierung für die Olympischen Spiele in Peking (China) nur noch Formsache ist, muss Bayer noch etwas bangen, könnte aber im letzten Moment noch ins Olympiateam hineingerutscht sein.

Drei weitere Leverkusener Medaillen erreichten Anne-Kathrin Elbe mit Bronze im Hürdensprint sowie die Speerwerferinnen Steffi Nerius und Linda Stahl, die auf den Rängen zwei und drei landeten. Trotz ihres vierten Platzes und 59,02 Meter buchte Speerwerferin Katharina Molitor ihr Peking-Ticket, da ihre direkte Konkurrentin Stahl als Dritte mit 60,18 Metern die Olympianorm um 32 Zentimeter verpasste. So wird nun Molitor neben Europameisterin Nerius den Weg nach Fernost antreten.

Letztere lag nach dem fünften Durchgang mit 61,91 Metern auf Siegkurs, doch im letzten Versuch schob sich Europarekordlerin Christina Obergföll (LG Offenburg) mit 62,18 Metern noch vor die Leverkusenerin, die vor allem mit ihrer Weite haderte. „Es war Not gegen Elend. Ich war völlig verkrampft, total unlocker. Im letzten Versuch habe ich gedacht, ich könnte noch mal weiter werfen. Aber es hat nicht geklappt“, sagte Nerius.

Danny Ecker zeigte sich nach dem Wettkampf sichtlich erleichtert, es trotz seiner Probleme ins Olympiateam geschafft zu haben. „Vor zwei Tage rieten mir die Ärzte, die Saison abzubrechen, deshalb bin ich froh, dass ich es geschafft habe“, erklärte der WM-Dritte. In Richard Spiegelburg und Lars Börgeling konnten hingegen zwei Leverkusener Stabhochspringer ihre Peking-Chance nicht nutzen.

Im Weitsprung lieferten sich Sebastian Bayer und Nils Winter (Team Referenznetzwerk Leverkusen) ein packendes Duell. Winter legte im dritten Versuch 8,08 Meter vor und sah schon wie der sichere Sieger aus, bevor Bayer im fünften Durchgang 8,15 Meter erreichte, eine persönliche Bestleistung für den 22-Jährigen. Beide Springer haben die doppelt geforderte B-Norm (8,05 m) für Peking erfüllt, der Ausgang der nationalen Meisterschaften dürfte nun den Ausschlag für Bayer geben.

Alles nach Plan lief es für Anne-Kathrin Elbe, die in 13,12 Sekunden über 100 Meter Hürden Dritte wurde. „Damit habe ich das geschafft, was ich mir vorgenommen hatte“, meinte die 21-Jährige strahlend.

Über die doppelte Stadionrunde schafften Robin Schembera (1:48,33 min) und Annett Horna (2:06,11 min) als jeweils Dritte ihres Vorlaufes den Sprung in den Endlauf. Schemberas Angriff auf die Olympianorm ging indes schief. Hinter Tempomacher Steffen Co (LG Olympia Dortmund) reihten sich der Leverkusener und die anderen beiden Peking-Kandidaten, der Braunschweiger René Herms und der Erfurter Nils Schumann, ein. Allerdings zeigten bereits die Zwischenzeiten, dass das hochgesteckte Ziel von 1:45,50 Minute nicht machbar ist. Der 19 Jahre alte Schembera, der in dieser Saison bereits 1:45,66 Minute auf die Bahn gebracht hat, will sich nun seinen ersten Meistertitel im Freien sichern.

Ebenfalls den Endlauf erreichten Ricardo Giehl über 1500 Meter (3:48,68 min) und Sorina Nwachukwu über 400 Meter in persönlicher Bestzeit von 52,74 Sekunden. Sie wahrte dabei auch ihre Olympiaambitionen für das deutsche 4x400-m-Quartett. Entsprechende Hoffnungen muss Ingo Schultz begraben. Der Europameister von 2002, der sich vor drei Wochen eine Muskelverletzung in der Wade zuzog, verpasste in 47,12 Sekunden das Finale. „Es fehlte der Biss auf der Zielgeraden. Die letzte Verletzung hat sicherlich eine Rolle gespielt“, sagte Schultz, der sich tief enttäuscht zeigte ob der verpassten Olympia-Qualifikation.

Bei den zeitgleich ausgetragenen Deutschen Staffel-Meisterschaften der Jugend qualifizierte sich das weibliche 3x800-m-Trio locker fürs Finale. Nach 6:52,90 Minuten überquerte Sabrina Buchrucker als Erste das Ziel, zuvor liefen Julia Grüter und Lena Klaassen. Im Endlauf, wo das Trio Titelchancen besitzt, wird Grüter durch Christina Kröckert ersetzt.


Die Top-Acht-Platzierungen bei den Deutschen Meisterschaften in Nürnberg:

Männer: 100 Meter: 8. Aleixo-Platini Menga 10,62 sec; Stab: 2. Danny Ecker 5,75 m, 7. Malte Mohr 5,60 m, 8. Richard Spiegelburg 5,60 m; Weit: 1. Sebastian Bayer 8,15 m, 7. Schahriar Bigdeli 7,55 m.

Frauen: 100 Meter: 6. Mareike Peters 11,58 sec; 100 m Hürden: 3. Anne-Kathrin Elbe 13,12 sec, 6. Jennifer Oeser 13,65 sec; Hoch: 8. Julia Hartmann 1,84 m; Kugel: 8. Annika Suthe 15,10 m; Speer: 2. Steffi Nerius 61,91 m, 3. Linda Stahl 60,18 m, Katharina Molitor 59,02 m; 4x100 Meter: 7. TSV Bayer 04 (Anne-Kathrin Elbe – Lisette Thöne – Mareike Peters – Angela Dies) 45,07 sec.


Die kompletten Ergebnislisten gibt es unter www.leichtathletik.de.


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