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Chinesischer Botschafter Ma Canrong zu Gast in Leverkusen

Empfang im Spiegelsaal des Schlosses
Veröffentlicht: 25.01.2008 // Quelle: Stadtverwaltung

Als besonders warmherzig empfand Chinas Botschafter Ma Canrong den städtischen Empfang anlässlich seines Besuches in Leverkusen am Freitag, 25. Oktober, im Spiegelsaal von Schloss Morsbroich.
Leverkusens Oberbürgermeister Ernst Küchler bezeichnete es als eine besondere Ehre, dass er mit seiner Gattin, Botschaftsrätin Zhu, anlässlich eines Unternehmensbesuches auch Schloss Morsbroich besuche, um sich in das Goldene Buch der Stadt Leverkusen einzutragen.
Der Besuch des Botschafters der Volksrepublik China sei ein deutliches Zeichen, wie intensiv die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen China und dem Standort Leverkusen zwischenzeitlich sind. Dies gelte natürlich für die Aktivitäten des Bayer-Konzerns, der sein China-Geschäft mit zielgerichteter Dynamik ausbaue und natürlich auch für den zweiten großen Konzern vor Ort, die Lanxess AG, so der OB. Deren Konzernchef, Dr. Axel Heitmann, ist Ehrenbürger von Leverkusens Wirtschaftspartnerstadt Wuxi.
Oberbürgermeister Küchler verwies auf die seit April 2006 bestehende Städteverbindung, die inzwischen geprägt sei durch intensive Aktivitäten der Wirtschaftsförderungsgesellschaft und des Forum Wuxi-Leverkusen. Um das bereits bestehende Netzwerk im wirtschaftlichen Bereich weiter auszubauen sei unter anderem eine Reise von Leverkusener Unternehmen nach Wuxi geplant. Mit der Firma "Daway Technologies" habe sich auch eine Firma aus Wuxi erfolgreich in Leverkusen positioniert.
Der Botschafter zeigte sich sichtlich angetan von dem Ambiente des Leverkusener Schlosses und betonte, wie bekannt der Name Leverkusen in der gesamten Volksrepublik China sei. Er verwies auf das rasante Wirtschaftswachstum in China, das vielleicht manchmal sogar ein wenig zu schnell für sein Land sei. Er sehe darin große Chancen für die künftigen wirtschaftlichen Beziehungen auch mit Leverkusen und deren Unternehmen. Als jemand, dessen Frau in Wuxi geboren sei und der selbst auch aus der Nähe dieser Stadt stamme, verfolge er mit großem Interesse die Beziehungen zwischen Leverkusen und Wuxi, so Ma Canrong.
Ausdrücklich bot er seine Hilfe an, wenn es bei den Kontakten einmal etwas zu vermitteln gelte. Er sei nicht nur froh, Leverkusen endlich kennen zu lernen, sondern auch, dass es wieder gute Beziehungen zwischen der Bundesrepublik und China gebe.
Im Anschluss an den Empfang und den Eintrag ins Goldene Buch der Stadt besuchte die insgesamt sechsköpfige chinesische Delegation gemeinsam mit dem Oberbürgermeister den chinesischen "Drachenpavillon" im Neuland-Park. Dieses 2006 errichtete, rund acht Meter hohe, Bauwerk ist ein Geschenk der Stadt Wuxi, das unter anderem Dank der Unterstützung der Lanxess AG auf dem Gelände der ehemaligen Landesgartenschau installiert werden konnte.
Dieser Pavillon, den die Leverkusener laut Oberbürgermeister Ernst Küchler inzwischen in ihr Herz geschlossen hätten, sei ein unübersehbares und schönes Symbol dafür, dass China in Leverkusen angekommen sei. Für den Botschafter, der sichtlich gut gelaunt an der dort vom Forum Wuxi-Leverkusen organisierten Teezeremonie teilnahm, wurde nach seinen eigenen Worten "ein Stück Heimat" wachgerufen.
Trotz des engen Zeitrahmens ließ es sich der Botschafter nicht nehmen, vom Gelände des Neuland-Parks noch einen Blick auf den Rhein zu werfen, bevor die am Mittag begonnenen Gespräche mit der Bayer AG fortgesetzt wurden. Im Mittelpunkt dieser Gespräche standen nach Konzernangaben die Aktivitäten von Bayer in China. Der Botschafter ließ sich von Vorstandsmitglied Dr. Wolfgang Plischke, im Konzern unter anderem verantwortlich für die Region Asien/Pazifik, über den aktuellen Stand der Großprojekte am Standort Caojing von Bayer Material Science unterrichten. Dort werden bis 2012 1,8 Millionen Euro investiert. Nach eigenen Angaben erzielte Bayer 2006 einen Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro in Greater China und beschäftigt dort derzeit 6.400 Mitarbeiter
Am Abend empfing Dr. Plischke die Gäste, zu denen auch Oberbürgermeister Ernst Küchler gehörte, zu einem durch die chinesische Küche inspirierten Abendessen.

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