Das Käthchen von Heilbronn von Heinrich von Kleist


Archivmeldung aus dem Jahr 2007
Veröffentlicht: 16.02.2007 // Quelle: KulturStadtLev

Dass seine Tochter dem Grafen Wetter vom Strahl in rätselhafter Ergebenheit auf Schritt und Tritt folgt, geht für den Heilbronner Waffenschmied Theobald Friedeborn nicht mit rechten Dingen zu. Vor einem Femegericht der Teufelskünste verklagt, wird der Graf aber freigesprochen, denn Käthchen versichert glaubwürdig, dass sie ihm freiwillig folge. Käthchen ist sich sicher. Von einem unbeirrbaren Gefühl geleitet heftet sie sich an die Fersen des Grafen vom Strahl – weder Drohungen noch die Angst des Vaters können sie davon abhalten. Sie weiß, dass sie zu ihm gehört, denn sie hat von ihm geträumt. Auch der Graf hat geträumt, doch er glaubt nur an Träume, wenn sie auch zur Wirklichkeit passen. Und die und sein gesunder Menschenverstand sagen ihm, dass er die stolze Kunigunde heiraten soll. Als Kunigundes Burg in Brand gerät, bittet diese Käthchen, etwas aus den Flammen zu retten und glaubt, sie damit in den sicheren Tod zu schicken. Doch Käthchen wird gerettet und der Graf erkennt die Intrige. Eine schlafwandlerische Begegnung mit Käthchen belehrt ihn nun eines besseren und sorgt dafür, dass Gefühl und Handeln endlich eins werden können.
Ein Märchen über die Unbedingtheit der Liebe ...

"Mit feiner Ironie schaut Bösch auf Kleist. Die komischen Momente kitzelt er heraus, aber er lässt dem Stück auch die Poesie. So gelingen auf der Bühne von Dirk Thiele große Momente. [...] Die Schauspielerin Sarah Viktoria Frick, die schon im „Sommernachtstraum“ einen vielschichtigen Puck gab, liefert hier ihr Meisterstück." Ruhr Nachrichten, 09.10.2006

Regisseur David Bösch, Jahrgang 1978, studierte Regie an der Hochschule für Musik und Theater in Zürich und inszenierte bereits in Bern, Zürich, Bochum, für die Salzburger Festspiele und am Thalia Theater in Hamburg. Seit letzter Spielzeit ist er mit großem Erfolg Hausregisseur am Schauspiel Essen und spricht dort vor allem ein junges Publikum mit seinen Inszenierungen an.

Zu der Vorstellung am 28. Februar im Forum wird Thomas Laue, der als Chefdramaturg des Schauspiels Essen die Produktion dramaturgisch betreut hat, um 18.30 Uhr eine Einführung im Terrassensaal geben. Thomas Laue studierte in Köln Germanistik, Philosophie und Theaterwissenschaft und war als Dramaturgi u.a. in Bonn, Zürich, am Staatstheater Kassel und am Schauspiel Hannover tätig.
Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Schauspiel Essen
Inszenierung: David Bösch
Bühnenbild: Dirk Thiele
Kostüme: Barbara Aigner
Musik: Karsten Riedel
Video: Bibi Abel

Mit Nicola Mastroberardino (Graf Wetter vom Strahl), Anuk Ens (Gräfin Helena), Bettina Engelhardt (Kunigunde), Christoph Finger (Theobald Friedeborn), Sarah Viktoria Frick (Käthchen, seine Tochter), Judith van der Werff, Lukas Graser, Günter Franzmeier, Sebastian König

Termin:
Mittwoch, 28. Februar 2007,
19.30 – ca. 22.15 Uhr

Einführung: 18.30 Uhr, Terrassensaal

Ort:
Forum – Großer Saal

Karten:
9,40 - 17,50 Euro
(erm.: 5,20 - 9,25 Euro)
Kartenbüro im Forum (Tel. 0214-406 4113), Stadt-Info im City-Point (Tel. 0214-86 61-111), an allen Ticket-Online-Vorverkaufsstellen, über Internet (www.kulturstadtlev.de) sowie eine Stunde vor der Veranstaltung an der Tageskasse


Anschriften aus dem Artikel: Alte Landstr 129, Albert-Einstein-Str 58

Kategorie: Kultur
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