Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny

Oper in drei Akten

Archivmeldung aus dem Jahr 2007
Veröffentlicht: 28.01.2007 // Quelle: KulturStadtLev

Die Stadt Mahagonny ist ein echtes Paradies. Hier lässt es sich herrlich leben, und alle Bedürfnisse werden wie von selbst erfüllt. Da fehlt es nicht an Interessenten, den „Haifischen“ aus den benachbarten Goldgräberstädten, die hier zuhauf ihre Gewinne lassen, angezogen von leichten Mädchen, billigem Whiskey und einem entscheidenden Standortfaktor: in Mahagonny gibt es keine Wirbelstürme. Zumindest fast keine. Als nämlich doch ein Hurrikan die Stadt bedroht, gilt schlagartig ein ganz neues Gesetz. Erlaubt ist, was gefällt, und sei es noch so schändlich. Zwar biegt der Hurrikan in letzter Sekunde ab, die Stadt aber blüht jetzt erst richtig auf. Die Bedürfnisse steigen und mit ihnen die Preise. Das allerdings wird zum Problem. Man darf zwar alles – aber nur, wenn man es bezahlen kann! Jim Mahoney, der Holzfäller aus Alaska, bekommt das am eigenen Leib zu spüren: als ihm das Geld ausgeht, wird er zum Tode verurteilt. Seine Hinrichtung jedoch wird zum Anlass für eine riesige Demonstration. Das Ende der Stadt Mahagonny naht…
Das „Mahagonny“-Projekt stand mehrere Jahre im Zentrum der legendären Zusammenarbeit von Kurt Weill und Bertolt Brecht. Nach einem ersten „Songspiel“, das 1927 in Baden-Baden zur Uraufführung kam, erweiterten Brecht und Weill die vieldeutige Parabel zu einer abendfüllenden Oper, ganz im Sinne von Brechts „Epischem Theater“. Musikalisch ging Weill dabei noch über die „Dreigroschenoper“ hinaus: hinreißende und alsbald weltbekannte Songs mischen sich mit Parodien von Bach, Händel und Verdi zu einer Opernrevue mit enormer gesellschaftlicher Sprengkraft. Die Uraufführung, 1930 in Leipzig, wurde bereits massiv von Nationalsozialisten gestört, und das Stück gehörte zu den ersten Werken, deren Aufführung vom Hitler-Regime verboten wurde. Erst 1952 kam die Oper in Köln wieder auf die Bühne und ist seitdem aus dem modernen Musiktheater-Repertoire nicht mehr wegzudenken.
Für seine Inszenierung engagierte der Hagener Intendant Rainer Friedemann den Autor, Moderator und Schauspieler Herbert Feuerstein für die neu geschaffene Rolle des Sprechers.
- Einführung: 18.30 Uhr (Vortragssaal) -
Karten: 26,80/23,00/20,50/14,60 € (erm. 13,90/12,00/10,75/7,80 €)
Infos: 0214/406-4141 oder www.kulturstadtlev.de

Donnerstag, 1. Februar, 19.30 Uhr, Forum (Großer Saal)
Musik von Kurt Weill, Text von Bertolt Brecht
Theater Hagen
Musikalische Leitung: Steffen Müller-Gabriel
Inszenierung: Rainer Friedemann
Solisten und Chor des Theater Hagen und Herbert Feuerstein a.G.
Philharmonisches Orchester Hagen


Anschriften aus dem Artikel: Albert-Einstein-Str 58, Alte Landstr 129

Kategorie: Kultur
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