CURRENTA beendet Zusammenarbeit mit der Firma Rossmann


Archivmeldung aus dem Jahr 2009
Veröffentlicht: 04.12.2009 // Quelle: Currenta

CURRENTA beendet ab sofort die Zusammenarbeit mit der Firma Rossmann. „Nach mehr als zwei Jahren intensiver Diskussion und Hilfestellung an Rossmann ist für uns der Punkt erreicht, an dem ein konstruktives Miteinander nicht mehr möglich ist. Die Vorstellungen über einen verantwortungsbewussten Umgang mit einem Trinkwasserschutzgebiet liegen zu weit auseinander“, betonte Dr. Ernst Grigat, Leiter des CHEMPARK Leverkusen, am Freitag, 4. Dezember 2009, vor Journalisten.

Das Vertrauen in die Firma Rossmann sei in den vergangenen Monaten verloren gegangen. „So wurden beispielsweise die von uns entwickelten Anträge und Vorschläge zur Lösungsfindung entweder mit erheblicher Zeitverzögerung oder völlig unzureichend und sachfremd beantwortet. Dies lässt sich eindeutig belegen“, so der CHEMPARK-Leiter.

„Wir haben versucht, einen Weg zu finden – die Schwere des Eingriffs ins Wasserrecht, der große Stellenwert des Trinkwasserschutzes und die daraus resultierenden Risiken sind aber auch nach über zwei Jahren intensiver Gespräche von Rossmann wohl nie ausreichend sensibel erfasst worden“, so Grigat weiter. „Die Förderung und der Schutz unseres Trinkwassers haben für uns eine außerordentlich hohe Bedeutung – aber nicht nur für uns, sondern für die gesamte Kommune. Wir mussten leider mehrfach feststellen, dass der Umgang der Firma Rossmann mit diesem Thema der Wichtigkeit und Verantwortung gegenüber dem hohen Gut Trinkwasser nicht gerecht wird. Wir bedauern die Entscheidung sehr, weil wir es uns auf die Fahne geschrieben haben, der Wirtschaft Raum und Perspektiven aufzuzeigen, allerdings nicht um jeden Preis. Wir sind daher von der Richtigkeit und der Notwendigkeit dieses Schritts überzeugt“, sagte Grigat.

Das Logistikzentrum der Firma Rossmann in Hitdorf hatte am 17. November 2007 seinen Betrieb aufgenommen. Erst zwei Monate nach Erteilung der Baugenehmigung im April 2007 wurden Behörden, Brandschutzgutachter und CURRENTA die Pläne der Firma Rossmann bekannt, auch wassergefährdende Stoffe zu lagern. Diese Pläne standen im Widerspruch zu der von der Bezirksregierung erlassenen Schutzgebietsverordnung, die auch im Kaufvertrag zitiert wurde. Im Bauantrag und dem damals eingebrachten Brandschutzgutachten fanden sich diese Mengen nicht wieder.

Daraufhin hatte sich CURRENTA mit großem – auch finanziellem – Aufwand bemüht, eine Lösung herbeizuführen. Sie sah vor, durch technische Veränderungen die Voraussetzungen zu schaffen, um die aus der Verordnung resultierenden einschränkenden Nutzungsmöglichkeiten aufheben zu können. Gemeinsam mit der Stadt und Rossmann galt es, schwierige Sachverhalte zu klären. Bei den Gesprächen stellte sich dann heraus, dass die Belange des Gewässerschutzes, der Schutzgebietsverordnung, der Trinkwasserversorgung und die Einlagerung größerer Mengen wassergefährdender Stoffe noch wesentlich komplexer als vermutet waren.

Trinkwasserwerk Hitdorf besteht seit 1954

Das Trinkwasserwerk Hitdorf versorgt täglich rund 30.000 Menschen im CHEMPARK Leverkusen mit Trinkwasser. Bei Bedarf bezieht auch die Energieversorgung Leverkusen (EVL) Trinkwasser zur Versorgung der Leverkusener Bevölkerung aus dem Trinkwasserwerk. „Unser Trinkwasser ist von hoher Qualität und Reinheit“, sagte Andreas Berg, Betriebsleiter der Wasserversorgung Leverkusen. Das Trinkwasserwerk Hitdorf besteht seit 1954 und wird von CURRENTA betrieben.

Jedes Jahr werden acht Millionen Kubikmeter Trinkwasser aus dem Untergrund im Bereich der Rheinauen gewonnen. Denn hier fließen die Wasservorräte aus dem Rhein und dem Bergischen Land zusammen. „Das gesamte Gebiet ist Trinkwasserschutzgebiet, das heißt, zum Schutz des Trinkwassers und damit der Menschen gelten hier ganz besondere Vorschriften, die Verunreinigungen des Grundwassers verhindern sollen“, erklärte Berg. So wurden die Trinkwasserbrunnen als Schutzzone I, das an die Rheinauen angrenzende Rossmann-Gelände als Schutzzone III eingestuft.

Das Grundwasser wird mit Hilfe von zwei Trinkwasserbrunnen in den Rheinauen aus einer Tiefe von zehn bis zwanzig Metern gefördert und in die Trinkwasseraufbereitungsanlagen des Wasserwerks Hitdorf gepumpt. Zur Aufbereitung des Trinkwassers durchläuft das Wasser verschiedene Filter, bevor es in das CHEMPARK-Wassernetz oder in die öffentliche Wasserversorgung eingespeist wird. „In den 80er Jahren haben wir Kiesfilter, Ionentauscher und Aktivkohlefilter installiert, mit deren Hilfe wir die hohe Trinkwasserqualität erreichen“, erläuterte Berg. So werden zum Beispiel Eisen und Mangan aus dem Wasser entfernt.


Anschriften aus dem Artikel: Albert-Einstein-Str 58, Alte Landstr 129

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