Bundesverdienstkreuz an Johannes Sontheim


Archivmeldung aus dem Jahr 2000
Veröffentlicht: 15.12.2000 // Quelle: Stadtverwaltung

Eine Ordensverleihung die nicht alle Tage vorkommt, konnte Oberbürgermeister Paul Hebbel am Freitag, 15. Dezember, im Leverkusener Rathaus vornehmen: Er durfte seinem Schwiegervater, Johannes Sontheim das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland im Auftrag des Bundespräsidenten Johannes Rau überreichen.

Johannes Sontheim wurde geehrt für langjähriges ehrenamtliches Engagement und für die Verdienste, die er sich dabei um das Allgemeinwohl erworben hat. Paul Hebbel gestand gleich zu Beginn ein, dass er lange überlegt habe, ob der die Ordensübergabe selbst übernehmen könne. Schließlich könnten ja böse Zungen auf die Idee kommen, der Oberbürgermeister fange jetzt an, Orden in der eigenen Familie zu verleihen. Da er aber den Vorschlag nicht eingereicht habe und sein Amtsvorgänger Dr. Mende die Anregung an den Bundespräsidenten weitergegeben habe, könne er guten Gewissens seinem Schwiegervater den Orden anheften. Spaßig fügte er noch hinzu, dass Sontheim ihm schon vor 32 Jahren die Tochter Gisela zur Frau gegeben habe, so dass hier auch kein Verdacht mehr aufkommen könne.

Sontheim erhielt das Bundesverdienstkreuz angesichts von 25 Jahren kommunalpolitischer Tätigkeit und seiner Verdienste im örtlichen Vereinsleben, wo er sich das Wohl der Bürgerinnen und Bürger gekümmert hat.

Von 1969 bis zur kommunalen Neugliederung gehörte Sontheim dem Rat der Kreisstadt Opladen an und wirkte anschließend bis 1994 im Rat der Stadt Leverkusen mit. In zahlreichen Ausschüssen setzte er sich für die Bürgerinnen und Bürger ein. Seine Schwerpunkte lagen dabei in der Verkehrsplanung, Verkehrssicherung und Stadtentwicklung. Als Vorsitzender des Verkehrssicherungsausschusses setzte er sich auch in besonderem Maße für die Schulwegsicherung ein.

Neben seiner kommunalpolitischen Tätigkeit, zu der auch mehr als drei Jahrzehnte Vorstandsarbeit im CDU-Ortsverband Quettingen gehörte, ist Sontheim aber auch den Sportbegeisterten seit Jahren ein Begriff. Damit aus dem Ruhestand ein wirklicher Unruhestand wurde, übernahm er 1984 den Vorsitz des Turn- und Sportvereins von 1882 Opladen, der nicht gerade zu den kleinen Vereinen in Leverkusen zählt. Unter seinem Vorsitz fand der Verein schnell wieder den Weg aus den finanziellen Schwierigkeiten und erschloss sich neue finanzielle und sportliche Spielräume. Sport so der OB, sei für Sontheim aber nicht nur eine Tätigkeit, der dieser sich vom Schreibtisch nähere, sondern die er bis heute aktiv betreibe. Abschließend ließ der Oberbürgermeister auch die verdienstvollen Aktivitäten Sontheims im Verkehrs- und Verschönerungsverein Lützenkirchen/Quettingen nicht unerwähnt.


Anschriften aus dem Artikel: Albert-Einstein-Str 58, Alte Landstr 129

Kategorie: Politik
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