Bahnhofsqualität in Leverkusen 2024: Licht und Schatten bei den Stationen der Stadt

27.03.2025 // Quelle: go.Rheinland
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Die Bahnhofsqualität in Leverkusen zeigt 2024 ein gemischtes Bild. Der Bahnhof Leverkusen-Rheindorf glänzt mit 97,63% und zählt zu den besten Stationen im go.Rheinland-Gebiet. Auch Leverkusen Mitte (96,93%) und Chempark (93,56%) schneiden gut ab. Die modernisierte Station Opladen erreicht 90,09%, während Küppersteg (85,74%) und Manfort (85,58%) als "noch akzeptabel" gelten und Verbesserungsbedarf aufweisen. Die Ergebnisse verdeutlichen die Bedeutung von Sauberkeit, Funktionalität und Barrierefreiheit für das Reiseerlebnis der Pendler in Leverkusen. Insgesamt bieten vier von sechs Bahnhöfen eine solide bis hervorragende Qualität – ein positives Zeichen für den Schienenpersonennahverkehr in der Stadt.

Für tausende Pendler und Reisende beginnt oder endet die tägliche Fahrt an einem der Leverkusener Bahnhöfe. Die Qualität dieser Stationen – von Sauberkeit über Funktionalität bis hin zur Barrierefreiheit – ist entscheidend für ein positives Reiseerlebnis und die Attraktivität des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV). Doch wie steht es aktuell um die Bahnhöfe in unserer Stadt? Der jährliche Stationsqualitätstest von go.Rheinland liefert detaillierte Einblicke.

Das go.Rheinland Stationsqualitäts-Monitoring: Ein genauer Blick


Bereits zum zwölften Mal hat go.Rheinland, der zuständige Aufgabenträger für den SPNV in der Region, die Bahnhöfe und Haltepunkte in seinem Gebiet auf Herz und Nieren geprüft. Professionelle Tester erfassen zweimal jährlich – im ersten und zweiten Halbjahr – den Zustand jeder Station anhand eines umfangreichen, App-basierten Katalogs. Bewertet werden Kriterien wie:

  • Sauberkeit: Zustand von Böden, Wänden, Wartebereichen, Gleisbetten und Abfallbehältern.
  • Funktionalität: Funktionieren Aufzüge, Fahrtreppen, Uhren, Fahrkartenautomaten und Beleuchtung?
  • Erscheinungsbild: Gibt es Vandalismus, Graffiti, Beschädigungen an Sitzgelegenheiten, Wetterschutz oder Beschilderung?
  • Fahrgastinformation: Sind Aushänge aktuell und lesbar? Funktionieren dynamische Anzeigen?

    Die Ergebnisse dieser Momentaufnahmen werden zu einem Jahreswert zusammengeführt und einem vierstufigen Ampelsystem zugeordnet: "vollkommen zufriedenstellend" (neu eingeführt für Top-Ergebnisse), "mindestens akzeptabel", "noch akzeptabel" und "nicht mehr akzeptabel". Ziel ist es, Mängel aufzudecken, die Sensibilität für die Bedeutung der Stationsqualität zu erhöhen und Verbesserungen anzustoßen.

    Die Ergebnisse 2024 für Leverkusen: Ein gemischtes Bild


    Im Jahr 2024 wurden im gesamten go.Rheinland-Gebiet 198 Stationen bewertet. Für Leverkusen ergibt sich dabei ein differenziertes Bild, das von hervorragend bis verbesserungswürdig reicht:

    1. Leverkusen-Rheindorf: Mit einem Gesamtergebnis von 97,63% gehört dieser Bahnhof zu den 22 "vollkommen zufriedenstellenden" Stationen im gesamten go.Rheinland-Gebiet. Ein Top-Ergebnis für die Station, die täglich von rund 590 Fahrgästen (Mo-Fr) genutzt wird.
    2. Leverkusen Mitte: Als wichtiger Verkehrsknotenpunkt erreicht die Station Mitte 96,93% und fällt damit in die Kategorie "mindestens akzeptabel". Ein sehr gutes Ergebnis, das nur knapp unter der Schwelle zur höchsten Kategorie liegt. 
    3. Leverkusen Chempark (Bayerwerk): Diese Station schneidet mit 93,56% ebenfalls "mindestens akzeptabel" ab und zeigt eine solide Qualität. 
    4. Leverkusen-Opladen: Der modernisierte Bahnhof Opladen erreicht 90,09% und wird somit als "mindestens akzeptabel" eingestuft.
    5. Leverkusen-Küppersteg: Mit 85,74% fällt diese Station in die Kategorie "noch akzeptabel". Das Gesamterscheinungsbild wird hier durch einzelne Mängel beeinträchtigt, was auf Handlungsbedarf hindeutet.
    6. Leverkusen-Manfort: Ähnlich wie Küppersteg erreicht Manfort mit 85,58% die Bewertung "noch akzeptabel", was ebenfalls auf Verbesserungspotenzial schließen lässt. 

      Zusammenfassend lässt sich sagen, dass vier der sechs untersuchten Leverkusener Stationen eine gute bis sehr gute Qualität aufweisen, während zwei Stationen (Küppersteg und Manfort) zwar noch als akzeptabel gelten, aber deutlicher von Mängeln betroffen sind.

      Regionale Herausforderungen: Sauberkeit, Vandalismus und Barrierefreiheit


      Die Detailauswertungen von go.Rheinland zeigen auch allgemeine Trends und Herausforderungen, die sich teilweise auch in Leverkusen widerspiegeln könnten:

  • Graffiti und Vandalismus: Ein Hauptgrund für Abwertungen, insbesondere bei Stationen, die als "noch akzeptabel" oder schlechter eingestuft werden. Betroffen sind oft Zugangsbereiche wie Unterführungen. go.Rheinland und die DB InfraGO AG (als Betreiber der meisten Stationen) arbeiten hier zusammen, unter anderem durch Reinigung und präventive Kunst-Graffiti-Projekte an ausgewählten Standorten. Die Zuständigkeit für die Reinigung ist jedoch komplex, da oft auch Kommunen oder Privateigentümer betroffen sind. 
  • Sauberkeit: Neben Graffiti beeinträchtigen auch Verschmutzungen im Gleisbett oder an Wartehäuschen das Erscheinungsbild und das subjektive Sicherheitsempfinden ("Broken-Windows-Effekt"). 2024 gab es jedoch regionale Verbesserungen bei der Sauberkeit von Aufzügen und Fahrtreppen. 
  • Barrierefreiheit (Stufenfreiheit): Obwohl die Stufenfreiheit nicht direkt in den Gesamtwert einfließt (außer bei der Funktionalität von Aufzügen/Rampen), ist sie ein entscheidendes Qualitätsmerkmal. go.Rheinland erfasst den Status separat. Regional sind bereits 174 von 198 Stationen vollständig stufenfrei erreichbar. Blindenleitsysteme sind an über 70% der Stationen vorhanden. Laufende und geplante Modernisierungen, auch im Rahmen des RRX-Ausbaus und des "Hochleistungskorridors Rechte Rheinstrecke" (ab 2026), sollen die Barrierefreiheit weiter verbessern. Fahrgäste können die Echtzeit-Verfügbarkeit von Aufzügen im VRS-Haltestellen-Informationssystem prüfen. 
  • Fahrgastinformation & Komfort: Veraltete oder beschädigte Beschilderungen, defekte Uhren sowie beschädigte Sitzgelegenheiten oder Wetterschutzeinrichtungen können den Komfort und die Orientierung beeinträchtigen und führen zu Abwertungen. 
  • Vertrieb (Fahrkartenautomaten): Das Erscheinungsbild der Automaten wird oft durch Vandalismus (Scratching, Graffiti) beeinträchtigt. Die Funktionalität wird jedoch meist gut bewertet. Wichtig für Fahrgäste: Ab Anfang 2025 werden die Automaten und Entwerter im go.Rheinland-Gebiet durch neue Geräte der Transdev Vertrieb GmbH ersetzt. 

    Fazit und Ausblick


    Die Qualität der Leverkusener Bahnhöfe zeigt sich im Test 2024 überwiegend positiv, mit Rheindorf und Mitte als Aushängeschildern. Die Stationen Chempark und Opladen bieten ebenfalls eine solide, akzeptable Qualität. Handlungsbedarf besteht jedoch insbesondere in Küppersteg und Manfort, wo Mängel das Gesamterscheinungsbild trüben.

    Die Herausforderungen wie Vandalismus und die Gewährleistung von Sauberkeit und vollständiger Barrierefreiheit bleiben bestehen. Die regelmäßigen Kontrollen durch go.Rheinland sind ein wichtiges Instrument, um gemeinsam mit den Betreibern (hauptsächlich DB InfraGO AG) und anderen Zuständigen an Verbesserungen zu arbeiten. Geplante Modernisierungen und der Austausch der Fahrkartenautomaten lassen auf weitere positive Entwicklungen in den kommenden Jahren hoffen, damit die Reise mit der Bahn in Leverkusen noch attraktiver wird.


    Ort aus dem Stadtführer: Rheindorf, Manfort, Küppersteg, Chempark, Opladen
    Straßen aus dem Artikel: Rheinstr, Linde

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Kategorie: Verkehr
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