Das Hallenbad Bergisch Neukirchen bekommt keine Bundesförderung. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat die Stadt Leverkusen nicht in das Programm „Sanierung kommunaler Sportstätten 2026 – Schwimmbäder" aufgenommen – bereits zum zweiten Mal.
Die Nachricht kam direkt aus Berlin: Leverkusen wird im aktuellen Bundesprogramm zur Förderung von Schwimmbädern nicht berücksichtigt. Für den geplanten Ersatzneubau des Hallenbades Bergisch Neukirchen hatte die Stadt eine Bundesförderung von bis zu 8 Millionen Euro beantragt – vergeblich, und das zum wiederholten Mal.
Oberbürgermeister Stefan Hebbel macht die Dimension der Entscheidung deutlich: „Für Leverkusen ist diese Entscheidung ein herber Rückschlag. Wir hatten auf eine positive Entscheidung und die notwendige Unterstützung des Bundes gehofft. Leverkusen befindet sich in einer finanziell außerordentlich schwierigen Lage und ist dringend auf Unterstützung von Land und Bund angewiesen. Umso zermürbender ist es, wenn trotz des klaren Bedarfs und der wiederholten Antragstellung die dringend benötigte Unterstützung ausbleibt."
Das Hallenbad in Bergisch Neukirchen stammt aus dem Jahr 1973. Eine wirtschaftlich vertretbare Sanierung des maroden Gebäudes ist nach aktuellem Erkenntnisstand nicht mehr möglich. Eine Machbarkeitsstudie hat deshalb bereits den Weg für einen Ersatzneubau geebnet. Das neue Hallenbad soll vor allem dem Schulschwimmen und dem Vereinssport dienen.
Stadtdirektor Marc Adomat betont die gesellschaftliche Bedeutung der Einrichtung: „Das Hallenbad in Bergisch Neukirchen ist für Leverkusen weit mehr als ein Freizeitangebot. Es ist ein wichtiger Bestandteil unserer kommunalen Infrastruktur und unverzichtbar für das Schulschwimmen sowie die Arbeit unserer Vereine. Das Hallenbad leistet einen wichtigen Beitrag zu Bildung, Gesundheit und gesellschaftlichem Zusammenhalt in unserer Stadt."
Der geplante Ersatzneubau des Hallenbades Bergisch Neukirchen wird derzeit auf rund 19 Millionen Euro geschätzt. Die erhoffte Bundesförderung von bis zu 8 Millionen Euro fällt nun aus. Den verbleibenden kommunalen Eigenanteil von mindestens 11 Millionen Euro soll nach aktuellem Planungsstand das Infrastrukturgesetz NRW abdecken.
Leverkusen gibt sich trotz der erneuten Absage nicht geschlagen. Die beiden Leverkusener Bundestagsabgeordneten Karl Lauterbach (SPD) und Nyke Slawik (Bündnis 90/Die Grünen) haben ihre Unterstützung für weitere Förderanträge zugesagt. Die Bundesregierung hat für Anfang 2027 eine weitere Förderrunde angekündigt. Stadt und Abgeordnete wollen gemeinsam dafür sorgen, dass das Hallenbad Bergisch Neukirchen dabei berücksichtigt wird – und Leverkusenerinnen und Leverkusener endlich ein modernes Schwimmbad erhalten.