Die Gemeinsame Koordinierungsstelle Rhein-Wupper (GeKo) hat nach ihrer Gründung Anfang 2026 eine erste erfolgreiche Bilanz vorgelegt. Beim Treffen der Stadtoberhäupter in Wuppertal bestätigten die fünf Mitgliedsstädte das interkommunale Konzept zur Kriminalitätsbekämpfung.
Am 22. September 2026 kamen die Stadtoberhäupter von Wuppertal, Leverkusen, Solingen, Remscheid und Langenfeld im Wuppertaler Rathaus zusammen, um Bilanz zu ziehen. Knapp neun Monate nach der Gründung der GeKo Rhein-Wupper fiel das Fazit eindeutig aus: Das städteübergreifende Modell zur Bekämpfung von Kriminalität und Sozialleistungsmissbrauch funktioniert – und soll konsequent weitergeführt werden.
Innerhalb kürzester Zeit konnten die Partnerstädte bereits zwei landesweite Aktionstage sowie mehrere gezielte Kontrollaktionen umsetzen. Dabei wurden Scheinanmeldungen aufgedeckt, Bußgelder in beträchtlicher Höhe verhängt und rechtswidrige Gewerbeausübungen beendet. Das interkommunale Netzwerk zeigt damit, dass behördenübergreifende Zusammenarbeit auch in der Praxis wirkt.
Leverkusens Oberbürgermeister Stefan Hebbel betonte die Bedeutung der GeKo Rhein-Wupper für die Stadt: „Die Beteiligung Leverkusens an der Gemeinsamen Koordinierungsstelle Rhein-Wupper ist für mich weit mehr als eine Verwaltungskooperation – sie ist ein klares Signal an unsere Leverkusenerinnen und Leverkusener, dass wir Sicherheit und Ordnung konsequent verteidigen."
Hebbel verwies dabei auf ein Problem, das bislang schwer zu fassen war: „Wer in Leverkusen betrügt, in Wuppertal wohnt und in Solingen ein Scheingewerbe betreibt, wurde bislang oft übersehen. Genau das ändert die GeKo." Jeder aufgedeckte Fall schütze nicht nur die kommunalen Finanzen, sondern auch diejenigen, die in der Stadt ehrlich leben und arbeiten.
Der strategische Schwerpunkt der GeKo Rhein-Wupper liegt künftig weiterhin auf der Bekämpfung von Sozialleistungsmissbrauch und der Eindämmung betrügerischer Geschäfte. Damit soll das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung in allen fünf Mitgliedsstädten nachhaltig gestärkt werden.
Für Hebbel geht es dabei auch um ein grundsätzliches gesellschaftliches Anliegen: „Wenn Bürgerinnen und Bürger erleben, dass Behörden eng zusammenarbeiten, Missstände verfolgt und Regeln durchgesetzt werden, stärkt das nicht nur die Sicherheit vor Ort, sondern auch den Zusammenhalt und das Vertrauen in unsere Demokratie insgesamt."
Leverkusen will sich nach Aussage des Oberbürgermeisters auch künftig mit vollem Einsatz in das wachsende Behördennetzwerk einbringen.