Hochwasserschutz: Fördermittel für KI-Frühwarnsystem auch für Leverkusen

24.09.2026 // Quelle: Stadtverwaltung

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Leverkusen soll künftig früher vor Überflutungen gewarnt werden. Dafür erhält der Oberbergische Kreis Fördermittel für das Projekt KIRa-Berg, an dem auch Leverkusen beteiligt ist. Das KI- und radargestützte System soll Starkregen und Hochwasser schneller erkennen und Warnzeiten verkürzen. Zwei neue X-Band-Radargeräte ergänzen das Netz des Deutschen Wetterdienstes. Die Gesamtkosten liegen bei rund 1,91 Millionen Euro, 80 Prozent davon werden von EU und Land NRW gefördert. Die Installation soll bis Mitte 2026 abgeschlossen sein, der Projektzeitraum läuft von September 2026 bis Februar 2029.

Der Oberbergische Kreis erhält Fördergelder für das Projekt KIRa-Berg – ein KI- und radargestütztes Überflutungsmanagementsystem, das auch Leverkusen dabei helfen soll, Überflutungsgefahren künftig früher zu erkennen und die Bevölkerung schneller zu warnen.

Erinnerung an das Starkregenereignis vor fünf Jahren

Das verheerende Starkregenereignis vor fünf Jahren hat gezeigt, wie verwundbar Leverkusen gegenüber Überflutungen sein kann. Erhebliche Schäden im Stadtgebiet waren die Folge. Genau hier setzt das Projekt KIRa-Berg an: Leverkusenerinnen und Leverkusener sollen im Ernstfall früher gewarnt werden, damit Schäden minimiert und Schutzmaßnahmen rechtzeitig eingeleitet werden können.

Was steckt hinter dem Projekt KIRa-Berg?

KIRa-Berg steht für „KI- und Radar-gestütztes integriertes Überflutungsmanagementsystem im Bergischen Land". Technisches Kernstück sind zwei sogenannte X-Band-Radargeräte, die das bestehende Radarnetz des Deutschen Wetterdienstes im Bergischen Land ergänzen sollen. Diese Geräte können auch in niedrigerer Höhe und mit deutlich häufigeren Messintervallen präzise Niederschlagsdaten liefern.

Die so gewonnenen Radardaten sollen mit einem KI-Modell kombiniert werden, das sowohl Hochwasserberechnungen aus Niederschlägen als auch durch bestehende Flusshochwasser berücksichtigt. Sekundenschnelle Simulationen von Überflutungsszenarien sollen die Vorwarnzeiten deutlich verkürzen. Geprüft werden soll außerdem, ob die X-Band-Radardaten künftig als rechtliche Grundlage für offizielle Wetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes dienen können.

Fachlich begleitet wird das Verbundprojekt von der Universität Bonn und der TH Köln, denen jeweils eigene Fördermittelanträge bewilligt wurden.

Finanzierung und Zeitplan

Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 1,91 Millionen Euro. Die Förderung in Höhe von 80 Prozent stammt aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und wird von der Europäischen Union sowie dem Land Nordrhein-Westfalen bereitgestellt. Die Bezirksregierung Köln hat den entsprechenden Zuwendungsbescheid erteilt.

Die Installation der beiden Radargeräte soll bis Mitte 2026 abgeschlossen sein. Der eigentliche Projektzeitraum erstreckt sich anschließend von September 2026 bis Februar 2029. Aktuell laufen die Vorbereitungen für die Beschaffung der Radargeräte und des KI-Modells sowie die Suche nach geeigneten Standorten.

Leverkusen Teil einer breiten Kooperation

Das Projekt ist eingebettet in die „Kooperation Überflutungsvorsorge an Agger und Wupper (ÜVAW)", die im Januar 2023 gegründet wurde. Dem Verbund gehören neben Leverkusen die Kreise Ennepe-Ruhr-Kreis, Oberbergischer Kreis, Rhein-Sieg-Kreis und Rheinisch-Bergischer Kreis sowie die Städte Remscheid, Solingen und Wuppertal an. Ergänzt wird die Kooperation durch den Aggerverband und den Wupperverband. Die Geschäftsstelle ist beim Oberbergischen Kreis im Umweltdezernat angesiedelt, der auch die Koordination des Projekts übernimmt.

Das Projekt findet im Rahmen der REGIONALE 2025 Bergisches RheinLand statt und ist dem Förderaufruf „Das Beste aus beiden Welten – Klimaanpassung auf lokaler und regionaler Ebene" zugeordnet.

Für Leverkusenerinnen und Leverkusener bedeutet die Beteiligung an KIRa-Berg langfristig einen konkreten Gewinn: Fachbehörden, Leitstellen, Feuerwehr-Einsatzleitungen und Krisenstäbe sollen durch das integrierte System besser in der Lage sein, Überflutungsgefahren frühzeitig zu erkennen und wirksam zu reagieren.


Themen aus dem Artikel: Rheinisch-Bergischer Kreis, Bezirksregierung Köln, Regionale 2025

Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) auf Basis einer Pressemitteilung erstellt.
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