Volkstrauertag auf dem Manforter Friedhof


Archivmeldung aus dem Jahr 2016
Veröffentlicht: 13.11.2016 // Quelle: Internet Initiative

Aus Anlaß des Volkstrauertags hielt Bürgermeister Bernhard Marewski auf dem Manforter Friedhof am Mahnmal folgende Rede:

"Sehr geehrte Damen und Herren,

im Namen der Stadt Leverkusen begrüße ich Sie zur zentralen Gedenkstunde am Volkstrauertag hier auf dem Friedhof Manfort.

Ich richte Ihnen auch die Grüße von Herrn Oberbürgermeister Uwe Richrath aus.
Er ist zu Besuch in unserer französischen Partnerstadt Villeneuve d’Ascq, wo an diesem Wochenende das 15-jährige Bestehen unserer Städtepartnerschaft gefeiert wird.

Leverkusen hat heute neun Städtepartnerschaften.
Sie dienen dem Ziel, sich kulturell und wirtschaftlich auszutauschen, von ihrem Ursprung her aber dienen sie allesamt der Völkerverständigung …..

Menschen finden über Staatsgrenzen hinweg freiwillig zusammen.
Durch persönliche Begegnungen und interkulturelles Lernen können Vorurteile und Grenzen in den Köpfen abgebaut werden, Konflikte überwunden oder von vorneherein vermieden werden.

Die Städtefreundschaft mit Villeneuve d’Ascq gehört zu denjenigen, die sich „von unten“ aus unserer Bürgerschaft heraus entwickelt hat.

Deutschland und Frankreich blicken auf eine lange Geschichte von Konflikten Kriegen zurück.

In Villeneuve d’Ascq ist die Erinnerung an die deutsche Besatzung im Zweiten Weltkrieg noch heute lebendig.
In dem Dorf Ascq, acht Kilometer von Lille entfernt, verübte Anfang April 1944 eine Kompanie der 12. SS-Panzerdivision ein Kriegsverbrechen, das mit dem Namen „Massaker von Ascq“ in die Geschichte einging.
86 Menschen wurden ermordet.

Es gehört zu den großen zivilisatorischen Leistungen, dass Deutschland und Frankreich gemeinsam am europäischen Friedenswerk arbeiteten und den Schwur erfüllten, nie wieder Krieg zwischen unseren Ländern zuzulassen.

Gerade wir wissen aus unserer Geschichte sehr genau, dass Demokratie, Freiheit und Frieden nicht von allein entstehen und nicht von allein erhalten bleiben. Sie brauchen vielmehr Menschen, die sie erkämpfen und bewahren, die sie schützen und stärken.

Seit inzwischen fast einhundert Jahren begehen wir den Volkstrauertag.
Er wurde vom „Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge“ als Gedenktag für die gefallenen deutschen Soldaten des Ersten Weltkrieges initiiert.

Heute blicken wir auf die Gefallenen zweier Weltkriege, wir blicken auf alle Opfer dieser ….. aber auch anderer Kriege.

Denn die Leidtragenden der Kriege haben unsere Geschichte und damit unser heutiges Dasein geprägt.
Ihr Opfer bedeutet für uns eine große Verpflichtung.
Wir sind es ihnen schuldig, dass wir uns ihrer erinnern, das Gedächtnis in uns wach halten.
Das Leid und das Schicksal dieser Menschen sind für unsere Gegenwart … und für unsere Zukunft von großer Bedeutung.

Das Wissen um die Vergangenheit und das Erinnern ….. das prägt unsere eigene Haltung und bestimmt dadurch zwangsläufig unser gegenwärtiges und zukünftiges Handeln.

Wir müssen uns immer wieder aufs Neue bewusst machen, welch hohes Gut unsere Demokratie für uns darstellt.
Deshalb müssen wir unsere freiheitliche Gesellschaft gegen Angriffe verteidigen und – wo immer es nötig ist – für Toleranz und gegenseitige Achtung einstehen.

Aus dem Gedenken des heutigen Tages ergibt sich für uns alle die Pflicht zur Verantwortung für den Erhalt des Friedens. Die Geschehnisse der letzten Wochen, Monate … Jahre (!) dürfen uns nicht ruhen lassen.

Permanent werden wir daran erinnert, wie zerbrechlich der Frieden ist, in Europa und in anderen Kontinenten.
Die Medien dokumentieren dies in den Berichterstattungen tagtäglich in äußerst anschaulicher Weise.

Wir können uns dem nicht entziehen und einfach zur Tagesordnung übergehen.
Wir tragen Mit-Verantwortung.

Frieden ist keine Selbstverständlichkeit ist. Insofern sind wir alle aufgefordert, unseren persönlichen Beitrag zum Erhalt des Friedens zu leisten.

Für ein friedvolles, soziales Miteinander sind Achtung und Toleranz gegenüber unseren Mitmenschen - unabhängig von ethnischer Herkunft oder persönlichen Weltanschauungen - entscheidend.
Und das fängt im Kleinen an, hier in unserer Heimatstadt Leverkusen.

Wir müssen aber auch das Bewusstsein für die Verantwortung an künftige Generationen weitertragen.

Dafür brauchen wir historische Bildungs- und Erinnerungsarbeit, damit junge Menschen Geschichtsbewusstsein entwickeln. Das kann nur geschehen über eine lebendige Auseinandersetzung mit unserer Vergangenheit. Wir müssen dafür sorgen, dass Geschichte und Erinnerung in unserer Gesellschaft und speziell in unseren Schulen immer den Stellenwert haben, der sich aus unserer eigenen schwierigen Vergangenheit ergibt.

Wir stehen heute hier vor den Gräbern der Leverkusener Kriegstoten, die uns mahnen, unsere Welt nie wieder im Krieg versinken zu lassen.

Auf diesem Friedhof haben 580 Menschen ihre letzte Ruhe gefunden.
Insgesamt sind 1.035 Gefallene und zivile Opfer in Kriegsgräbern im Stadtgebiet beigesetzt.

Ihnen ist die traditionelle Totenehrung gewidmet:

Wir denken heute
an die Opfer von Gewalt und Krieg, an Kinder, Frauen und Männer aller Völker.

Wir gedenken
der Soldaten, die in den Weltkriegen starben sowie
der Menschen, die durch Kriegshandlungen oder danach in Gefangenschaft, als Vertriebene und Flüchtlinge ihr Leben verloren.

Wir gedenken derer,
die verfolgt und getötet wurden, weil sie einem anderen Volk angehörten, einer anderen Rasse zugerechnet wurden, Teil einer Minderheit waren
oder deren Leben wegen einer Krankheit oder Behinderung als „lebensunwert“ bezeichnet wurde.

Wir gedenken derer,
die ums Leben kamen, weil sie Widerstand gegen Gewaltherrschaft geleistet haben,
und derer, die den Tod fanden, weil sie an ihrer Überzeugung oder an ihrem Glauben festhielten.

Wir trauern
um die Opfer der Kriege und Bürgerkriege unserer Tage, um die Opfer von Terrorismus und politischer Verfolgung, um die Bundeswehrsoldatinnen und –soldaten und anderen Einsatzkräfte, die im Auslandseinsatz ihr Leben verloren.

Wir gedenken
heute auch derer, die bei uns durch Hass und Gewalt gegen Fremde und Schwache Opfer geworden sind.

Wir trauern
mit allen, die Leid tragen um die Toten, und teilen ihren Schmerz.

Unser Leben steht im Zeichen der Hoffnung auf Versöhnung unter den Menschen und Völkern,
und unsere Verantwortung gilt dem Frieden unter den Menschen zu Hause und in der ganzen Welt.“

Wir möchten nun gemeinsam die Toten ehren."


Anschriften aus dem Artikel: Alte Landstr 129, Albert-Einstein-Str 58

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