Sensations-Gold für Markus Rehm


Archivmeldung aus dem Jahr 2014
Veröffentlicht: 26.07.2014 // Quelle: TSV Bayer 04

Nach Tag eins bei den Deutschen Meisterschaften in Ulm sicherten sich die TSV-Athleten einmal Gold und zweimal Bronze. Weitspringer Markus Rehm sorgte als Unterschenkelamputierter mit seinem Sieg für den Höhepunkt der Veranstaltung. Im Hochsprung floppte Katarina Mögenburg zur Bronzemedaille. Sprinter Aleixo-Platini Menga erkämpfte sich ebenfalls einen Podestplatz.
Der Weitsprung bei den Männern versprach eines der Highlights der Deutschen Meisterschaften zu werden. Erstmals war mit Markus Rehm ein Unterschenkelamputierter bei den nationalen Titelkämpfen der Erwachsenen startberechtigt. Der Schützling von Steffi Nerius reiste als Fünftplatzierter und einer Saisonbestleistung von 7,87 Meter ins bayrische Ulm. Dass Rehm am Ende als Sieger aus der Weitsprunggrube tritt, sorgte für eine faustdicke Überraschung. Mit einem Satz auf 8,24 Meter im vierten Durchgang war dem 25-jährigen Paralympicssieger von 2012 der Sieg nicht mehr zu nehmen. Seinen eigenen Weltrekord (7,95 Meter) verbesserte Markus Rehm mit seiner Weite um 29 Zentimeter. „Wahnsinn! Es war ein Wahnsinns-Satz. Ich wusste, dass ich gut springen kann. Die Bedingungen waren ultimativ. Super Windverhältnisse, ganz tolles Publikum. Es hat einfach nur Spaß gemacht“, sprudelte es aus einem glücklichen Sieger heraus. Ob der frischgebackene Deutsche Meister für die Europameisterschaften in Zürich nominiert wird, ist zurzeit noch fraglich, denn Rehm wurde für die Deutschen Meisterschaften unter Vorbehalt zugelassen. Anstehende biomechanische Untersuchungen sollen in den nächsten Tagen zeigen, ob der Athlet der Schadensklasse T44 Vorteile gegenüber nicht behinderten Sportlern hat. „Ich hoffe, dass wir uns ganz schnell an den Tisch setzen und Gespräche führen, wie wir weiter vorgehen“, erklärt Rehm.
Pech hatte der Vorjahressieger Alyn Camara. Nach zwei ungültigen Versuchen musste der Sportsoldat im dritten Durchgang einen Sicherheitsversuch absolvieren, um an drei weiteren Versuchen teilnehmen zu dürfen. Am Ende trennten ihn mit einer Weite von 7,49 Meter nur ein paar Zentimeter am Finale der Top-Acht-Springer.
Für zwei weitere Medaillen sorgten Hochspringerin Katarina Mögenburg und Sprinter Aleixo-Platini Menga. Für 1,84 Meter wurde Mögenburg mit der bronzenen Plakette belohnt. An der nächsten Höhe (1,87 Meter) scheiterte sie nur denkbar knapp. „Ich habe von Anfang an gemerkt, dass es sehr gut läuft, hätte mir zum Schluss aber doch noch die 1,87 Meter gewünscht“, resümierte die Tochter vom ehemaligen Hochsprung-Olympiasieger Dietmar Mögenburg.
Ebenfalls über Bronze freute sich Aleixo-Platini Menga. Seinen 10,24 Sekunden im Zwischenlauf ließ der Sportsoldat 10,20 Sekunden im Endlauf folgen. In einem Finale auf höchstem Niveau bedeutete seine Zeit Rang drei. „Ich bin super happy. Ich habe es geschafft, mich national unter den ersten drei zu platzieren, um in Zürich auch die Einzelstrecke laufen zu können. Nach meiner Krankheit haben wir uns systematisch auf Ulm vorbereitet – es hat gepasst! Jetzt arbeite ich intensiv an einer kleinen 10er-Zeit“, erklärte der Athlet von Axel Berndt.
Neben den drei Medaillen verbuchten die TSV-Athleten zahlreiche weitere Top-Acht-Platzierungen. Knapp an Edelmetall vorbei schrammte Hammerwerferin Daniela Manz. Für 63,12 Meter gab es Platz vier. Ihre Disziplinkollegin Sarah Lippold wurde mit 57,73 Meter Siebte. Diskuswerferin Marike Steinacker erkämpfte sich mit 56,43 Meter ebenfalls den siebten Rang.
Einen gebrauchten Tag erwischte Stabhochspringerin Katharina Bauer. In neun von elf Wettkämpfen sprang die Athletin von Leszek Klima in diesem Jahr über 4,40 Meter und beeindruckte mit einer Konstanz auf hohem Niveau. Ausgerechnet am Tag der Deutschen Meisterschaften passte die Stabhärte nicht, so dass sich die 24-Jährige ohne gültigen Versuch aus dem Wettbewerb verabschieden musste. Für Lilli Schnitzerling wurden 4,10 Meter und Platz acht in die Ergebnisliste eingetragen.
Für acht Athleten geht der Wettkampf am Sonntag (27. Juli) in die nächste Runde. Über die 1.500-Meter-Stecke konnten sich Carl Siemes (3:53,07 Minuten), Lena Klaassen (4:26,75 Minuten) und Laura Vierbaum (4:30,82 Minuten) für den Endlauf qualifizieren. Im 800-Meter-Finale der Frauen stehen mit Carolin Walter (2:06,77 Minuten) und Lena Menzel (2:10,53 Minuten) ebenfalls zwei TSV-Athletinnen. Mit einem souveränen Vorlaufsieg sprintete auch Claudia Wehrsen ins 400-Meter-Hürden-Finale. Mit ihrer Zeit (58,53 Sekunden) gehört die Athletin von Tobias Kofferschläger zu den Medaillenanwärterinnen. Unter die besten acht sprinteten die 400-Meter-Spezialistinnen Julia Förster und Julia Schäfers. Mit 53,74 Sekunden und 54,64 Sekunden liefen beide ins Finale am Sonntag.
„Wir freuen uns unglaublich über die Goldmedaille von Markus. Und auch die beiden Bronzemedaillen stimmen uns für den morgigen Wettkampftag sehr optimistisch“, sagte Geschäftsführer Paul Heinz Wellmann.


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Kategorie: Sport
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