Ein womöglich als Schülerstreich gemeintes Versprühen von einem Lufterfrischer hat heute morgen (11.09.09) in Wiesdorf in einer Schule auf der Bismarckstraße für einen größeren Einsatz von Feuerwehr und Polizei gesorgt. Mehrere Schüler erlitten Atemwegsreizungen. Einige von ihnen wurden vorsorglich zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.
Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen wollten die Schüler nach der ersten großen Pause gegen 09.30 Uhr wieder in ihre Räume gehen. Als sie ihren Gebäudekomplex betraten, fingen die Jugendlichen an zu husten. Als die Teenager über Kopfschmerzen klagten, öffnete ihre Lehrerin die Fenster und alarmierte die Feuerwehr.
Die Ermittlungen des Kriminalkommissariats 13 ergaben, dass es sich bei dem Stoff, der die Reizungen hervorgerufen hat, womöglich um ein "Toilettenspray" handelt. Zu den Inhaltsstoffen gehören unter anderem Chloride. Auf der Packung wird gerade vor Hautkontakt und dem Einatmen der Dämpfe gewarnt, weil sie Atemwegreizungen verursachen können.
Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist nicht auszuschließen, dass einer oder mehrere der Schüler das Spray selbst versprüht haben, um den Unterricht zu "boykottieren".
Die Ermittlungen dauern noch an. Selbst wenn es nur ein Streich werden sollte - die Verantwortlichen werden sich wegen gefährlicher Körperverletzungen zu verantworten haben.
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