Pressemitteilung: Unklarheit über den Verbleib der Familienmitglieder

16.10.2026 // Quelle: FLÜCHTLINGSRAT LEVERKUSEN

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In Köln sorgt die Abschiebung einer gut integrierten Familie für scharfe Kritik. Nach Angaben von Unterstützern wurden der Vater und die volljährige Tochter von Mutter und den minderjährigen Kindern getrennt. Während Vater und älteste Tochter offenbar vorab abgeschoben werden sollen, ist der Aufenthaltsort der übrigen Familienmitglieder unklar. Im Raum steht, dass sie noch heute per Flugzeug nach Sri Lanka gebracht werden sollen. Besonders umstritten ist, dass sich die Härtefallkommission zuvor für ein Bleiberecht ausgesprochen hatte. Unterstützer und Initiativen werfen der Ausländerbehörde Leverkusen vor, Absprachen missachtet zu haben. Für heute um 17 Uhr ist am Friesenplatz in Köln eine Demonstration angekündigt.

Mit großer Bestürzung und Empörung haben wir erfahren, dass heute Morgen die Wohnung einer in Leverkusen lebenden Familie gewaltsam geöffnet und mehrere Familienmitglieder zum Zwecke der Abschiebung mitgenommen wurden.

Nach unserem derzeitigen Kenntnisstand wurden der Vater und die volljährige Tochter von der Mutter und den minderjährigen Kindern getrennt. Der Aufenthaltsort der betroffenen Familienmitglieder ist derzeit nicht bekannt. 

Besonders erschütternd ist dieses Vorgehen vor dem Hintergrund, dass sich die Härtefallkommission für ein Bleiberecht der Familie ausgesprochen hat.

Marianne Arndt von Mosaik Köln Mülheim e.V. betreut die Familie schon länger in dieser Angelegenheit und stellt klar: „Die Familie hat alles unternommen, um eine dauerhafte Aufenthaltsperspektive in Deutschland zu erhalten. Stattdessen hat die Ausländerbehörde Leverkusen zuvor getroffene Absprachen nicht eingehalten und damit maßgeblich zur Zuspitzung der Situation beigetragen.“ 

„Wir verurteilen dieses Vorgehen aufs Schärfste. Die Trennung einer Familie, insbesondere unter Beteiligung minderjähriger Kinder, ist menschlich nicht hinnehmbar und wirft erhebliche rechtsstaatliche Fragen auf.“ erklärt Leon Follert von der Seebrücke Köln.

Wir fordern die Stadt Leverkusen und die politisch Verantwortlichen auf, unverzüglich zu handeln, die Abschiebungsmaßnahmen rückgängig zu machen und die Familie wieder zusammenzuführen.

Zudem erwarten wir eine umgehende Aufklärung darüber, warum trotz der Empfehlung der Härtefallkommission derart drastische Maßnahmen ergriffen wurden.

Die Wut gegenüber diesem unmenschlichen Vorgehen bringen wir heute in Köln auf die Straße: Demo gegen Abschiebungen, 16.10., 17 Uhr, Friesenplatz!

Hintergründe zu der Familie gab es in Zusammenhang mit der Demo am 16.6.2026 im Schulzentrum Buchheim

•            „Protestaktion gegen Abschiebung von Leverkusener Familie“ (Radio Leverkusen am 16.6.2026)

•            WDR-Lokalzeit vom 16.6.2026, Min 5:02

•            „Kurz vor dem Abitur: Geschwister aus Sri Lanka vor Abschiebung“ (KStA am 18.6.2026)

•            Erklärung des Flüchtlingsrats Leverkusen auf Insta am 23.6.2026: Die Ausländerbehörde Leverkusen stellt wieder sog. „Bescheinigungen" (Link) aus statt eines Aufenthaltstitels für gut Integrierte. Eine Familie steht deshalb vor einer drohenden Abschiebung. Wir protestieren entschieden gegen diese Praxis. Menschen, die hier gut integriert leben, haben ein Recht auf einen Aufenthaltstitel.

•            "Abschiebung wäre auch aus ökonomischer Sicht Wahnsinn – Gemeindereferentin macht sich für integrierte Flüchtlingsfamilie stark" (Domradio am 17.6.2026)


Straßen aus dem Artikel: Hütte
Themen aus dem Artikel: Stadt Leverkusen, Demonstration, Flüchtlingsrat

Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) auf Basis einer Pressemitteilung erstellt.
Kategorie: Politik
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