In Leverkusen und der benachbarten Region setzen mehrere Bildungseinrichtungen im April ein deutliches Zeichen für ein friedliches Miteinander. Das Bildungsprojekt „Gewaltfrei Lernen“ führt aktuell an der Remigiusschule und der Hermann-Gmeiner-Schule in Leverkusen sowie an der Don-Bosco-Grundschule in Langenfeld gezielte Trainings durch. Ziel ist es, eine sichere und unterstützende Lernumgebung für Kinder zu schaffen.
Körperliche Auseinandersetzungen, Beleidigungen oder Wutausbrüche gehören leider auch an Grundschulen zum Alltag und können das Lernklima erheblich stören. Hier setzt das Projekt „Gewaltfrei Lernen“ an. Im Fokus stehen klassenweise Sozialtrainings, die speziell für Kinder im Alter von fünf bis 14 Jahren entwickelt wurden.
Der pädagogische Ansatz ist bewegungsreich und sprachintensiv. Die Schülerinnen und Schüler lernen, proaktiv gegen Konflikte vorzugehen und konstruktive Lösungen zu finden. Dabei werden soziale und emotionale Kompetenzen direkt in den Lehrplan integriert. Neben dem Umgang mit Ausgrenzung, Mobbing oder Gruppenzwang stehen Werte wie Freundschaft, Achtsamkeit und gegenseitige Hilfe im Mittelpunkt.
Ein wesentliches Merkmal des Projekts ist seine Ganzheitlichkeit. Es richtet sich nicht nur an die Kinder, sondern bezieht das gesamte Schulumfeld mit ein. Im Rahmen des Projekts finden Fortbildungen für die Schulmitarbeitenden sowie Informationsangebote für Eltern statt.
„Wir wollen alle in einer Schule für eine gute Lernatmosphäre in den Klassen und für faire Konfliktlösungen unter Kindern bestärken“, erläutert Sibylle Wanders, Gründerin und pädagogische Leiterin des Projekts. Durch die Schulungen sollen Lehrkräfte und Pädagogen befähigt werden, die erlernten Sozialspiele und Konfliktstrategien dauerhaft im Schulalltag zu verankern.
Die Umsetzung der Maßnahmen an der Don-Bosco-Schule wird aktuell mit 4.000 Euro durch die Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West unterstützt. Auch an den beiden Leverkusener Schulen, der Remigiusschule und der Hermann-Gmeiner-Schule, wurde das Projekt bereits durch die Stiftung ermöglicht.
Seit 2010 hat die Sparda-Stiftung in Nordrhein-Westfalen bereits 295 Schulen bei der Durchführung von „Gewaltfrei Lernen“ unterstützt und hierfür insgesamt weit über eine Million Euro zur Verfügung gestellt. Ursula Wißborn, Vorstand der Stiftung, betont die Bedeutung des Projekts gerade in herausfordernden Zeiten, um Kinder handlungsfähig und souverän im Umgang mit Konflikten zu machen.
Weitere Informationen zum Projekt und den pädagogischen Inhalten finden Interessierte unter www.gewaltfreilernen.de.