Der Opladener Geschichtsverein von 1979 e.V. Leverkusen (OGV) setzt im April zwei deutliche Akzente im Leverkusener Veranstaltungskalender. Während ein Bürgerdialog die bauliche und soziale Zukunft der Wiesdorfer Stadtmitte in den Fokus rückt, entführt eine Konzertreihe an historischen Orten das Publikum auf eine musikalische Zeitreise in die Zeit der Renaissance.
Wie soll die Innenstadt aussehen, in der wir zukünftig einkaufen, wohnen oder unsere Freizeit verbringen? Diese Frage steht im Zentrum eines Bürgerdialogs, zu dem der OGV in Kooperation mit der Volkshochschule (VHS) und der Leverkusener Immobiliengesellschaft mbH (LEVI) am Dienstag, 21. April 2026, einlädt.
Wiesdorf steht vor einschneidenden Veränderungen. Drei zentrale Großprojekte sollen der City neue Impulse verleihen: die Umgestaltung der City C, die Entwicklung eines neuen Bahnhofsquartiers sowie das Projekt „Corner 82“. Im Vortragssaal des Forums diskutiert VHS-Leiter Dr. Günter Hinken mit Oberbürgermeister Stefan Hebbel, LEVI-Geschäftsführer Björn Krischik und dem stellvertretenden OGV-Vorsitzenden Prof. Dr. Jürgen Mittag über die Chancen und Herausforderungen dieser Vorhaben.
Ziel der Runde ist es zu erörtern, wie aus planerischen Ideen lebendige Orte mit hoher Aufenthaltsqualität entstehen können, die Handel und Kultur gleichermaßen stärken. Besucherinnen und Besucher sind ausdrücklich dazu eingeladen, sich mit eigenen Gedanken und Erwartungen in die Diskussion einzubringen.
Nur wenige Tage später widmet sich der OGV der Regionalgeschichte des 16. Jahrhunderts. Unter dem Titel „Der ersehnte Fürst ist da!“ finden am 24. und 25. April zwei Konzerte statt, die das Leben des Erbprinzen Karl Friedrich von Jülich-Kleve-Berg (1555–1575) thematisieren.
Sein früher Tod in Rom im Alter von nur 20 Jahren hatte weitreichende Folgen für das Rheinland und löste den Jülich-Klevischen Erbfolgestreit aus, der letztlich den Weg für Brandenburg-Preußen in den Westen ebnete. Das Konzertprogramm zeichnet den Lebensweg des Prinzen musikalisch nach – von seiner Kindheit im Rheinland über seine Zeit am Kaiserhof in Wien bis hin zur Reise nach Rom zum Papst.
Ein international besetztes Ensemble mit Spezialisten für Alte Musik (Ad Mosam, MVSICHE VARIE und Rubens Rosa) bringt Werke von Komponisten wie Roland de Lassus oder Maddalena Casulana zu Gehör. Dabei kommen zeittypische Instrumente wie Renaissance-Violine, Laute, Harfe, Gambe, Zinken und Posaunen zum Einsatz.
Die Konzerttermine im Überblick:
Für die Teilnahme an den Veranstaltungen ist eine Anmeldung erforderlich. Diese kann online über das Portal des OGV vorgenommen werden:
Anmeldung zu den OGV-Aktivitäten
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