Neues Logo: Hier ist Klimaschutz drin


Archivmeldung aus dem Jahr 2013
Veröffentlicht: 19.04.2013 // Quelle: Stadtverwaltung

Vor einem knappen Jahr hat die Stadt Leverkusen mit Unterstützung der Energieversorgung Leverkusen den „Klimaschutz-Logo-Wettbewerb“ ausgelobt. Gesucht waren Entwürfe und Ideen, die den Leverkusener Klimaschutz grafisch symbolisieren. Das neue Logo soll überall da Anwendung finden, wo Veranstaltungen, Aktivitäten und Projekte zur Umsetzung des Kommunalen Klimaschutzprogramms stattfinden.

22 verschiedene Entwürfe sind bis September 2012 eingegangen. Zwei Entwürfe davon kamen in die engere Wahl, mussten aber im Hinblick auf die örtlichen Gegebenheiten konkretisiert werden. Mit Blick auf diesen zusätzlichen Aufwand entschied die Jury, den von der EVL gestifteten Preis von 500 Euro mit Einvernehmen der Betroffenen auf die beiden Nominierten aufzuteilen.

Die Entscheidung fiel letztendlich auf den Entwurf von Ivonne Juhl.

Künftiger Einsatz des Logos
Um transparent zu machen, was zum Klima- und Ressourcenschutz in unserer Stadt geschieht, ist ein Label - unter dem verschiedene Akteure gemeinsam agieren - als wichtiger Baustein in der Öffentlichkeitsarbeit zu sehen. Das Stadtziel „Aktiver Klimaschutz“ wurde schon vorher (Ratsbeschluss vom 29.06.2009) im Klimaschutzprogramm ausdifferenziert und mit den darin beschriebenen Schritten ambitioniert verfolgt.

So nimmt die Stadt seit fast zweieinhalb Jahren (Okt. 2010) am European Energy Award teil. Nach einer Bestandsaufnahme wurden im Dezember 2012 die städtischen Aktivitäten zur Energieeinsparung, der effizienten Nutzung von Energie und der Steigerung des Einsatzes regenerativer Energien anhand eines vorgegebenen Maßnahmenkatalogs überprüft. Leverkusen hat dabei 56 Prozent der erreichbaren Punkte erreicht. Der Auditor des TÜV Rheinland hat die Stadt letztlich besser bewertet als sie sich selbst eingestuft hat.

Gut bewertet wurde Leverkusen in den Maßnahmenfeldern: Versorgung, Entsorgung
Der gesamte Bereich Ver- und Entsorgung wird in enger Kooperation mit kommunalen Energie-, Abfall- und Wasserbetrieben entwickelt. Die Maßnahmen reichen von der Optimierung der Energielieferverträge, der Verwendung von Ökostrom, der Tarifstruktur, der Nah- und Fernwärmeversorgung, der Nutzung erneuerbarer Energien, der Nutzung von Abwärme aus Abfall und Abwasser bis hin zur Regenwasserbewirtschaftung.

Kooperationen, Kommunikation
Dieser Maßnahmenbereich fasst im Wesentlichen Aktivitäten zusammen, die auf das Verbrauchsverhalten Dritter abzielen z.B. von privaten Haushalten, Schulen, Gewerbetreibenden, Wohnungsbaugesellschaften u.a.. Hierzu gehören Informationsaktivitäten angefangen bei Pressearbeit, Broschüren und Veranstaltungen bis hin zu Projekten in Schulen, der Einrichtung von Informations- und Beratungsstellen, der Durchführung von Wettbewerben und dem Auflegen kommunaler Förderprogramme. Ebenso zählen zu diesem Bereich alle Aktivitäten, in denen sich die Kommune über ihre Stadt- und Gemeindegrenze hinweg im Sinne eines interkommunalen Erfahrungsaustausches in gemeinsamen Projekten mit anderen Kommunen vernetzt, also etwa Mitgliedschaft am Bergischen Energiekompetenzzentrum und dem Holzcluster.

Seine Arbeit zur Umsetzung der Maßnahmen aus dem European Energy Award setzt das Leverkusener Energieteam vorerst bis Oktober 2014 mit Landesförderung fort. Eine aktuelle Aufgabe besteht z. B. darin, bis Ende 2014 eine CO2-Bilanz für das Stadtgebiet aufzustellen. Energie- und CO2-Bilanzen erfassen den kommunalen Energieverbrauch und die damit verbundenen Treibhausgasemissionen. Eine CO2-Bilanz dient zur Identifikation klimarelevanter Bereiche in der Kommune und damit als Ansatzpunkt zur Planung von Handlungsmaßnahmen für den Klimaschutz. Darüber hinaus ist sie die Basis für die Erfolgskontrolle von Klimaschutzmaßnahmen.

Der Antrag auf Erteilung des Labels „European Energy Award“ ist gestellt. Die Verleihung des Awards findet im Laufe des Jahres 2013 statt. Das Qualitätslabel Energiestadt® ist für Leverkusen weitaus mehr als ein Label. Die Auszeichnung erhalten Gemeinden jeder Größe, wenn sie ausgesuchte energie-politische Maßnahmen realisiert oder beschlossen haben. Das Label ist ein Leistungsausweis für eine konsequente und ergebnisorientierte Energiepolitik.

Weitere Projekte in diesem Jahr sind: Das Projekt „Ökoprofit“, der Klimafrühschoppen, das Projekt „EnergieLux“ und die neue Ausstellung des NaturGut Ophoven.

Vier der insgesamt acht Workshops im Rahmen von Ökoprofit haben bereits mit den teilnehmenden Unternehmen stattgefunden. Der letzte Workshop ist im September 2013 geplant. Abschlussprüfungen finden im Spätherbst 2013 statt, sodass gegen Ende des Jahres planmäßig die Abschlussveranstaltung stattfinden kann.

Der mittlerweile vierte Klimafrühschoppen findet am 8. September 2013 in den Lagerhallen der Spedition Niesen statt. Veranstalter sind wieder: IHK, Kreishandwerkerschaft, CURRENTA, Niesen, NaturGut Ophoven, WFL, Stadt. Dieses Jahr geht es um die versteckten Energiefresser in Unternehmen.

Das erste Projektjahr „EnergieLux“, das Leverkusener Energiesparprojekt in städt. Kitas und Schulen, verlief sehr erfolgreich. 50 Prozent der Einrichtungen nehmen schon am Projekt teil.

„Die Suche nach dem KlimaGlück“ eine neue Ausstellung des NaturGuts Ophoven im Kinder- und Jugendmuseum EnergieStadt, wurde von Marlies Dieckmann (Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen) am 15. März feierlich eröffnet.

Weitere Klimarelevante Planungen
Der B-Plan Nr. 180/II „Bürrig - Nord“ sieht neun nach Süden orientierte Häuser vor, deren südliche Dachhälften sich für die aktive Solarenergienutzung hervorragend eignen. Die Grundstücksverkäufe sind mit der Auflage zur Errichtung von dachgebundenen solarthermischen Anlagen gekoppelt. Stadt übernimmt mit diesem Projekt Vorbildfunktion und Führungsrolle bei der Umsetzung von Maßnahmen für eine nachhaltige Energienutzung. Sie ist Impulsgeber für weitere Baugebiete und unterstützt die Möglichkeit der Wertschöpfung vor Ort durch örtliche Handwerksbetriebe. Die Stadt wird Beratungsgespräche zum Thema Solaranlagen anbieten und Bauherren über weitere Möglichkeiten der Solarthermienutzung informieren. Der Fachbereich Umwelt hat in diesem Zusammenhang zwei Broschüren zu Photovoltaik und Photochemie herausgegeben, die einen schnellen Überblick über die aktuellen Rahmenbedingungen geben sollen.

EVL und regenerative Energien
Die EVL hat bereits Photovoltaikanlagen auf städtischen Dächern (bisher Bielerthalle, Miselohestraße, Löwenzahnschule, Landrat-Lukas-Schule) installiert und in Betrieb genommen.

In der „Arge-Bergwind“ haben sich die EVL, die Stadtwerke Radevormwald, Solingen, Burscheid, Langenfeld, Leichlingen, Monheim, der Wupperverband und die EWR (Energie und Wasser für Remscheid) zu einer Kooperation beim Ausbau der Windenergie in der Region zusammengeschlossen. Zurzeit wird ein Windpark an der A59 auf dem Monheimer Stadtgebiet geplant.

Das Energiekonzept „Neue Bahnstadt Opladen“ funktioniert mit Nahwärmeversorgung und Technik der KWK (Kraft-Wärme-Kopplung). Die Wärme- und dezentrale Stromerzeugung erfolgt mit Blockheizkraftwerken (BHKW) mit zusätzlichen Spitzenlastkesseln auf dem Gelände der nbso. Der Einsatz von Biogas wurde im ersten installierten BHKW bereits erfolgreich umgesetzt.


Anschriften aus dem Artikel: Albert-Einstein-Str 58, Alte Landstr 129

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