Leverkusen: Quartierstreffpunkt Alte Feuerwache: Erster Bauabschnitt kann bezogen werden - Im Mai beginnen die Bauarbeiten für den zweiten Bauabschnitt der Gesamtmaßnahme

15.02.2024 // Quelle: Stadtverwaltung

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Die Stadt Leverkusen hat den Bauabschnitt des Quartierszentrums abgeschlossen. Das historische Feuerwehrgebäude wurde renoviert und bietet nun Platz für bürgerliches Engagement sowie schulische Bedürfnisse. Im Erdgeschoss befindet sich ein offener Treffpunkt für Veranstaltungen, während im Obergeschoss Beratungen stattfinden können. Die Fassaden und Dachflächen wurden in Abstimmung mit der Denkmalpflege aufgearbeitet. Gegenüber der alten Feuerwache wurde ein Neubau errichtet, der Mensa, Klassen- und Differenzierungsräume beherbergt. Im März beginnt der zweite Bauabschnitt mit dem Abriss der alten Turnhalle und des OGS-Trakts. Die Mehrzweckhalle wird als Versammlungsstätte und Einfachsporthalle genutzt werden. Die Baukosten belaufen sich voraussichtlich auf ca. 16 Millionen Euro, wovon ein Großteil durch Städtebauförderung refinanziert wird.

„Damit ist der Bauabschnitt realisiert, der dem Quartierszentrum sein Gesicht gibt. Das historische Feuerwehrgebäude zeugt von der Geschichte Leverkusens und lädt mit seinen Angeboten zum bürgerschaftlichen Engagement ein“, betont Baudezernentin Andrea Deppe. „Der Neubau dient darüber hinaus auch schulischen Bedürfnissen. Beide Gebäude zusammen bieten mehr Möglichkeiten - sowohl für schulische Angebote als auch für die Quartiersarbeit.“

Im Erdgeschoss der früheren Feuerwache, wo früher die Löschfahrzeuge parkten, ist ein offener Treffpunkt entstanden, der auch als Raum für kleinere Veranstaltungen genutzt werden kann. In den früheren Bereitschaftsräumen im Obergeschoss können nun Beratungen stattfinden. Viele historische Details wie Türlaibungen mit Ornamenten konnten erhalten bleiben. Das Farbkonzept greift mit roten Akzenten den „Ochsenblut“ genannten Farbton früherer Dielen auf. Der ehemalige Schlauchturm wurde zum Aufzugschacht umgebaut. In Abstimmung mit der Denkmalpflege wurden Fassaden und Dachflächen inklusive aller Fenster und Türöffnungen aufgearbeitet bzw. ergänzt. Stadtteilmanagement und Quartierstreff, die bislang noch im Ladenlokal an der Breidenbachstraße ihre Sprechstunden anbieten, werden voraussichtlich im März hierher umziehen.

Neubau mit Mensa Klassen- und Differenzierungsräumen

Gegenüber der alten Feuerwache wuchs auf dem Schulhof im vergangenen Jahr ein Neubau in die Höhe. Im Erdgeschoss entstanden Mensa und Küche, im Obergeschoss die Klassen- und Differenzierungsräume, die auch für den Offenen Ganztag genutzt werden können. Das Gebäude ist mit einer Klinker-Riemchen-Fassade und einem Wärmedämmverbundsystem versehen, die Dachfläche ist begrünt. Die Wände des Foyers und der Flure wurden in Sichtbeton mit einem Bodenbelag aus Werksteinplatten ausgeführt. Große Glasflächen, sandfarbene Wände, dunkelbraun abgesetzte Fensterrahmen und Türen geben diesen Räumen eine warme Eleganz. In den Klassen- und Nutzräumen wurde sandfarbenes Linoleum ausgelegt. Die Gruppen- und Differenzierungsräume sind mit Holzwolle-Akustik-Deckenplatten schallgedämmt.

Mit dem Bau der Mehrzweckhalle beginnt der zweite Bauabschnitt

Im März und April wird wie geplant die alte Turnhalle als auch der alte OGS-Trakt der Schule Dönhoffstraße abgerissen, um im Mai mit den Bauarbeiten für den zweiten Bauabschnitt der Gesamtmaßnahme zu beginnen. Ab kommender Woche beginnen dafür die vorbereitenden Arbeiten. Es müssen vier Bäume und eine Fläche mit kleineren Gehölzen gerodet werden. Die Rodungsarbeiten müssen noch vor dem 1. März abgeschlossen sein, weil zum Schutz wildlebender Tiere (insbesondere Vögel) in der Vegetationsphase bis zum 30. September nicht gerodet werden darf.

Das Gebäude der Mehrzweckhalle wird eingeschossig und kann als Versammlungsstätte und als Einfachsporthalle genutzt werden. Ein Gymnastikraum und neue WC-Anlagen für den Schulhof sind ebenfalls in dem Gebäude untergebracht. Das Gebäudeensemble wird mit Fernwärme versorgt. Die Fertigstellung dieser Arbeiten ist für Ende 2025 geplant. Im Anschluss daran werden Außenanlagen und Schulhof umgestaltet. Mit einer Photovoltaik-Anlage auf der Mehrzweckhalle, einer extensiven Dachbegrünung auf der Gymnastikhalle und einer Fassadenbegrünung werden Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung verwirklicht.

Die 2019 prognostizierten Baukosten von 11.500.000 Euro werden sich wegen gestiegener Preise in den vergangenen Jahren voraussichtlich auf ca. 16 Millionen Euro erhöhen. Allerdings werden sie im Rahmen des „InhK Wiesdorf“ mit 10.720.000 Euro von der Städtebauförderung refinanziert. Die Zusage für den ersten Bauabschnitt erfolgte 2020. Hier tragen Land und Bund 5.600.000 Euro der Baukosten. Eine weitere Zusage für den zweiten Bauabschnitt erfolgte 2021. Aus der Städtebauförderung werden dafür 4.720.000 Euro bereitgestellt.


Straßen aus dem Artikel: Bachstr, Holz

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