FW-BN: 4. Folgemeldung und Schlussmeldung: EU-Waldbrandmodul beendet Einsatz in Serbien - 11 Tage Waldbrandbekämpfung in der Deliblatska Pescara

01.09.2026 // Quelle: Feuerwehr
FW-BN: 4. Folgemeldung und Schlussmeldung: EU-Waldbrandmodul beendet Einsatz in Serbien - 11 Tage Waldbrandbekämpfung in der Deliblatska Pescara

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Der deutsche EU-Waldbrand-Einsatzverband GFFF-V DE1 kehrt nach elf Tagen aus Serbien zurück. Die Einsatzkräfte werden am Dienstag an ihren Heimatstandorten in Deutschland erwartet. Seit dem 24. August unterstützten sie die serbischen Kräfte bei der Bekämpfung großflächiger Waldbrände im Naturschutzgebiet Deliblatska Pescara östlich von Belgrad. Im Einsatz waren Feuerwehrleute aus Bonn, Düsseldorf, Leverkusen, Königswinter und Niedersachsen sowie Fachberater von @fire und die Johanniter-Unfall-Hilfe. Der Einsatz war bereits der vierte internationale Waldbrandeinsatz des Moduls in diesem Jahr.

Bonn (ots) -

Nach elf Tagen endet der Einsatz des deutschen EU-Waldbrandmoduls GFFF-V DE1 in Serbien. Die Einsatzkräfte werden am Dienstag, 1. September, an ihren Heimatstandorten in Deutschland zurückerwartet. Seit der Ankunft im Einsatzgebiet am 24. August unterstützte das Modul die serbischen Einsatzkräfte bei der Bekämpfung großflächiger Waldbrände im rund 30.000 Hektar großen Naturschutzgebiet "Deliblatska Pescara" östlich von Belgrad.

Bereits direkt nach der Ankunft wurde das deutsche Modul aufgrund der hohen Brandaktivität eingesetzt. In den folgenden Tagen arbeiteten die beiden Waldbrandbekämpfungsteams im Tag- und Nachtschichtbetrieb an unterschiedlichen Einsatzstellen. Zu den Aufgaben gehörten die Bekämpfung von Bodenfeuern, die Verteidigung und Kontrolle von Brandschneisen, Nachlöscharbeiten sowie der Schutz gefährdeter Bereiche und Objekte. Aufgrund des sandigen, stark bewachsenen und teilweise schwer zugänglichen Geländes kamen dabei insbesondere die geländegängigen Löschfahrzeuge, Löschrucksäcke, Handwerkzeuge und umfangreiche Schlauchleitungen zum Einsatz.

Mit abnehmender Brandaktivität verlagerte sich der Einsatzschwerpunkt zunehmend auf die Kontrolle des großflächigen Brandgebietes. Einsatzkräfte suchten nach Glutnestern, kontrollierten Übergangsbereiche zwischen verbrannten und unverbrannten Flächen und überprüften schwer zugängliche Bereiche. Durch die Ablösung der Einsatzkräfte konnte auch in dieser Phase eine kontinuierliche Präsenz im Einsatzgebiet sichergestellt werden.

Eine wesentliche Grundlage für die Einsatzmaßnahmen war die enge Abstimmung mit den serbischen Einsatzkräften und den weiteren internationalen Einheiten des EU-Katastrophenschutzverfahrens. Deutsche und serbische Feuerwehrkräfte waren dabei unmittelbar an den Einsatzstellen tätig. Unter anderem wurde Löschwasser mit serbischen Fahrzeugen an geeignete Übergabepunkte transportiert und anschließend mit Unterstützung des deutschen Moduls über lange Schlauchleitungen zu den Einsatzstellen gefördert.

Auch die Koordination von Boden- und Luftkräften spielte eine wichtige Rolle. Unter Führung der serbischen Einsatzleitung wurden gemeinsam mit internationalen Einheiten gezielte Löschwasserabwürfe aus der Luft durchgeführt. Kritische Bereiche konnten durch die Einsatzkräfte am Boden an die Luftfahrzeuge übermittelt werden. Umgekehrt wurden Beobachtungen aus der Luft unmittelbar an die Einheiten im Einsatzgebiet weitergegeben. Dadurch konnten neue Rauchentwicklungen und mögliche Entstehungsbrände gezielt überprüft und bekämpft werden.

Für die Führung und Koordination des Einsatzes waren zudem die eingesetzten Verbindungskräfte von Bedeutung. Sie stellten den Informationsaustausch zwischen der serbischen Einsatzleitung, dem deutschen Modul und den weiteren internationalen Einheiten sicher und unterstützten die Abstimmung der Einsatzaufträge und verfügbaren Ressourcen.

Das deutsche Modul wurde durch sechs Fachberater von @fire unterstützt. Sie brachten ihre Expertise insbesondere in den Bereichen Vegetationsbrandbekämpfung, Wetter und Einsatztaktik in die Führungsarbeit und die Einsatzmaßnahmen ein. Vier Einsatzkräfte der Johanniter-Unfall-Hilfe stellten gemeinsam mit der Logistik des Moduls die autarke Versorgung des Einsatzverbandes sicher. Dazu gehörten unter anderem die Verpflegung mit zwei warmen Mahlzeiten täglich, die Versorgung mit kalten Zwischenmahlzeiten sowie die Organisation der sanitären Infrastruktur. Die medizinische Versorgung wurde durch Notfallsanitäter innerhalb der Einsatzmannschaften und einen eigenen Rettungswagen sichergestellt.

Zum deutschen Einsatzverband gehörten Einsatzkräfte aus Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Beteiligt waren diesmal die Feuerwehren aus Bonn, Düsseldorf, Leverkusen und Königswinter sowie weitere Einsatzkräfte aus Niedersachsen. Gemeinsam mit @fire und der Johanniter-Unfall-Hilfe bildeten sie den deutschen Einsatzverband für die internationale Waldbrandbekämpfung. Der Einsatz in Serbien war zugleich der vierte Waldbrandeinsatz des EU-Waldbrandmoduls GFFF-V DE1 in diesem Jahr. Nach den Einsätzen in den Niederlanden und Spanien sowie der Unterstützung bei den Waldbränden im Kreis Düren wurde das Modul damit innerhalb weniger Monate erneut international eingesetzt.

Zum Verlauf des Einsatzes trugen die etablierten Strukturen des europäischen und nationalen Katastrophenschutzes wesentlich bei. Die Abstimmung mit dem Emergency Response Coordination Centre (ERCC) der Europäischen Union, dem Gemeinsamen Melde- und Lagezentrum von Bund und Ländern (GMLZ) und den Innenministerien der beteiligten Länder sowie mit den zuständigen Dienststellen in Deutschland und Serbien ermöglichte eine gezielte Vorbereitung, Koordination und Durchführung der Einsatzmaßnahmen. Auch die direkte Abstimmung mit den serbischen Einsatzleitungen und den beteiligten internationalen Einheiten erwies sich dabei als wichtiger Faktor.

Die Voraussetzungen für einen solchen Einsatz werden allerdings nicht erst mit der Alarmierung geschaffen. Auch beim mittlerweile vierten internationalen Waldbrandeinsatz des Moduls in diesem Jahr waren die Einsatzkräfte auf die Unterstützung ihrer Heimatstandorte angewiesen. Dienste mussten kurzfristig übernommen, Dienstpläne angepasst und teilweise private und familiäre Termine verschoben werden. Arbeitgeber, Heimatdienststellen sowie Kolleginnen und Kollegen haben damit erneut die personellen Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die Einsatzkräfte für den internationalen Einsatz zur Verfügung stehen konnten.

Die beteiligten Feuerwehren, @fire und die Johanniter-Unfall-Hilfe bedanken sich daher bei den Familien, Arbeitgebern, Kolleginnen und Kollegen sowie den Heimatdienststellen für die Unterstützung während des Einsatzes. Nach elf Tagen im Einsatzgebiet endet der Einsatz des GFFF-V DE1 in Serbien mit der Rückkehr der Einsatzkräfte nach Deutschland.

Original-Content von: Feuerwehr und Rettungsdienst Bonn, übermittelt durch news aktuell

Tags: NRW, Feuerwehr, Brand


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Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) auf Basis einer Pressemitteilung erstellt.
Kategorie: Feuerwehr
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