Erstes „Rote Couch-Gespräch“ rückte das Thema Beteiligung in den Fokus


Archivmeldung aus dem Jahr 2014
Veröffentlicht: 02.06.2014 // Quelle: Stadtverwaltung

Am Dienstag, dem 27. Mai 2014, fand im Foyer des Elberfelder Hauses das erste „Rote Couch-Gespräch“ im Zusammenhang mit dem Aus- und Umbau der Autobahnen auf Leverkusener Stadtgebiet statt. Unter der Fragestellung „Beteiligung – Chance oder Risiko?“ moderierte Baudezernentin Andrea Deppe die anderthalbstündige Abendveranstaltung. Sie begrüßte dazu Elke Hamm, Mitglied der Interessenvertretung Bürger gegen Feinstaub, Lärm und andere gesundheitsschädigende Immissionen, Dr. Ernst Grigat, Leiter des Chemparks, und Christoph Jansen, Projektleiter bei Straßen.NRW als erste Gäste auf der roten Couch.

Zum Einstieg hielt Kathrin Bimesdörfer von der Landesinitiative „Dialog schafft Zukunft“ ein kurzes Impulsreferat. Sie verwies auf die „Weisheit der Vielen“ und knüpfte daran die Fragen an, wie die vielen guten Ideen von Bürgern und Experten zusammengebracht werden können und was gute Bürgerbeteiligung ausmacht. Dabei definierte sie drei Funktionen guter Bürgerbeteiligung: erstens umfassende Information mit dem Ziel einer erhöhten Transparenz, zweitens der aktive Kontakt zu Bürgern, um deren Wünsche, Kritik und Vorschläge zu verstehen, sowie drittens die Beteiligung von Bürgern bei der Mitgestaltung konkreter Sachfragen. Mit Blick auf den Aus- und Umbau der Autobahnen in Leverkusen lobte Kathrin Bimesdörfer, dass die Bürgerbeteiligung bereits zu einem frühen Zeitpunkt – während der Vorplanungsphase – stattfinde, so dass die Formate des Dialogs gemeinsam festgelegt werden können.

Elke Hamm schilderte im Anschluss ihre Sicht als direkt betroffene Anwohnerin an der Autobahn im Bereich der Stelze und die damit verbundenen Belastungen. Diese habe dazu geführt, dass sie sich in einer Bürgerinitiative und damit auch im Dialogforum engagiere. Sie hoffe, dadurch etwas bewegen zu können und habe den Eindruck, dass Formate wie die „Rote Couch“ und das Dialogforum eine kleine Chance seien, Anregungen zu geben. Dr. Ernst Grigat berichtete nicht nur von der Erfahrung in seiner Funktion als Leiter des Chemparks zum Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern. Er äußerte auch, dass es spannend sei, als Beteiligter nun auch mal die andere Seite zu erleben. Denn für Currenta als Betreiber des Chemparks sei es ausgesprochen wichtig, im Rahmen des Aus- und Umbaus der Autobahn auf die Notwendigkeiten hinzuweisen, die für die Durchführung der Geschäftstätigkeit der im Chempark ansässigen Unternehmen erforderlich sind. Christoph Jansen betonte, dass die intensive Bürgerbeteiligung in Leverkusen etwas Besonderes, für ihn zwar auch Neuland, aber der richtige Weg sei. Er begrüße diese Möglichkeit, die direkt Betroffenen und deren Belange zu hören. Er könne zwar nicht versprechen, dass alle Wünsche zu 100 Prozent umgesetzt würden, aber Straßen.NRW werde in jedem Fall sämtliche Ideen aufgreifen, durchspielen und darauf basierend entscheiden, was umsetzbar sei. Allerdings benötige das auch Zeit.

Andrea Deppe band auch die anwesenden Bürgerinnen und Bürger, Vertreter der Presse und der Politik aktiv in die Diskussion ein. Dabei kristallisierte sich das Thema „Vertrauen“ als wichtiger Punkt heraus. So äußerte ein Bürger, dass u.a. aufgrund teils unterschiedlicher Aussagen des Vorhabenträgers derzeit eher Misstrauen herrsche. Andrea Deppe zog zum Abschluss des Abends daher auch das Fazit, dass es durchaus unterschiedliche Meinungen und auch Missverständnisse auf Seiten der Vorhabenträger, der Verwaltung, der Politik, der Presse und der Bürgerinnen und Bürger geben kann. Es sei aber wichtig, den Weg der Bürgerbeteiligung gemeinsam weiterzugehen, um sich Vertrauen zu erarbeiten, alle Seiten zu Gehör kommen zu lassen und deren Belange möglichst optimal unter einen Hut zu bringen.


Anschriften aus dem Artikel: Albert-Einstein-Str 58, Alte Landstr 129

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