DM: Vier Titel und vier Olympiatickets sind schon gesichert


Archivmeldung aus dem Jahr 2004
Veröffentlicht: 11.07.2004 // Quelle: TSV Bayer 04

Mit zwei Doppelsiegen sind die Leverkusener Bayer-Leichtathleten in die Deutschen Meisterschaften in Braunschweig gestartet. Im Stabhochsprung setzte sich Danny Ecker gegen Lars Börgeling durch (beide 5,70 m), im Weitsprung besiegte Schahriar Bigdeli (7,78 m; +2,7) Nils Winter (7,76 m; +1,5). Außerdem behaupteten sich die Leverkusener Steffi Nerius (Speerwurf; 62,82 m) und Roman Fricke (Hochsprung; 2,17 m).

Während Danny Ecker, Lars Börgeling, Steffi Nerius und Roman Fricke nun sicher für die Olympischen Spiele in Athen planen können, darf Schahriar Bigdeli nicht mit. Ihm fehlt die Olympianorm. Zumindest die B-Norm hat Nils Winter dagegen im Jahr 2004 schon erreicht. Auf 8,17 Metern brachte er es bereits und muss nun auf eine Nominierung trotz der zweiten DM-Niederlage binnen fünf Monaten hoffen.

Erwartet hochklassig und spannend verlief der Stabhochsprung-Wettbewerb, in dem sich überraschend Danny Ecker durchsetzte und damit das Olympia-Ticket buchte. 5,70 Meter übersprang er zusammen mit Lars Börgeling und Tim Lobinger (ASV Köln). Doch aufgrund der Fehlversuchsregel siegte Ecker. „Das war ein ganz schwerer Wettkampf, nicht nur weil die Bedingungen schwer waren, sondern auch, weil wir alle sehr dicht beieinander lagen und es schließlich um die Quali für Olympia ging“, resümierte der Sohn von Doppel-Olympiasiegerin Heide-Ecker Rosendahl anschließend. Klar war schon vor dem Wettkampf, dass mindestens ein Leverkusener Höhenjäger den Sprung zu den Spielen nicht schaffen würde. Es erwischte mit Richard Spiegelburg und Michael Stolle (beide 5,40 Meter; Platz sechs und acht) gleich zwei.

Eine kleine Überraschung brachte auch der Weitsprung-Wettkampf. Nicht der favorisierte Nils Winter, sondern der in dieser Saison mit Verletzungen kämpfende Schahriar Bigdeli holte sich den Titel. Bei nicht einfachen Bedingungen mit nasser Anlaufbahn und wechselnden Winden reichten ihm 7,78 Meter zum Sieg: „Heute sind acht Meter drin gewesen, aber ich habe kurzfristig meinen Anlauf umgestellt und deshalb vier ungültige Versuche gemacht“, erklärte Bigdeli, warum er nach seinen letzten vier Sprüngen immer die rote Fahne sah.

Für Nils Winter war es die zweite Niederlage bei einer DM im Jahr 2004. In Dortmund hatte er im Rahmen der Hallenmeisterschaften gegen den Tübinger Peter Rapp verloren, in Braunschweig nun gegen seinen Vereinskollegen Bigdeli: „Ich fühle mich nicht gesund, weiß aber auch nicht den Grund. Ich hoffe, dass der Arzt etwas feststellt. Ich habe keine Ahnung, wie ich überhaupt die 76 hinbekommen habe. Ich habe gekämpft bis zum Umfallen. In der Halle in Dortmund, als ich auch nur Zweiter geworden bin, war es mein Fehler. Heute ging es einfach nicht.“

Spannend machte es Steffi Nerius. Die WM-Dritte kam einschließlich des dritten Versuchs nicht weiter als 58,78 Meter und lag damit nur auf Platz drei. Dann packte sie einen alten Trick aus, der ihr im Vorjahr unter anderem zu elf Siegen in Folge verholfen hatte und der „im Training auch immer funktioniert“. Mit ihrem Trainer Hlege Zöllkau wettete sie um einen Kaffee, dass der vierte Wurf über 62 Meter fliegt. „Das ist nicht selbstverständlich, wenn man vorher 58 Meter geworfen hat.“ Geklappt hat es trotzdem. „Deshalb musste ich auch zuerst zu ihm hochschauen und lachen, als die Weite angezeigt wurde.“ 62,10 Meter stand auf der Anzeigetafel. „Vor dem Sechsten habe ich dann gesagt, jetzt werden es 63, dann waren es 62,82. So haben wir beide einen Kaffee gewonnen“, berichtete die 32-Jährige, die am Abend zusammen mit Coach und Trainingskolleginnen zum Feiern gehen wollte. Die Goldmedaille war ein Grund, Zöllkaus Geburtstag der andere. „Wir feiern rein“, kündigte Nerius an. Helge Zöllkau wird am Sonntag 43 und konnte sich am Samstag außer über die Goldmedaille von Steffi Nerius noch über gute 55,22 Meter von Barbara Vontein freuen. Sie belegte damit Platz sechs.

Mit den wechselnden Witterungsbedingungen hatten in Braunschweig besonders stark die Hochspringer zu kämpfen. Mal regnete es, mal schien die Sonne. Zudem blies ein kräftiger Wind. Titelverteidiger Roman Fricke, der so etwas schon vorab geahnt hatte und eine alte Bauernregel zitierte („Schaltjahre sind Kaltjahre“) kam mit diesen Bedingungen am besten zurecht und siegte. 2,17 Meter reichten dafür. „Der Regen war nicht schön für den Hochsprung. Es ist etwas problematisch, weil man in der Kurve zuerst mit der Schuhkante aufkommt und durch die Nässe rutscht. Ich habe auch nicht so viel erwartet, da ich letzte Woche einen Virusinfekt hatte und erst seit vier, fünf Tagen wieder richtig trainieren konnte“, erklärte der Thomaskamp-Schützling die wetter- und gesundheitsbedingten Herausforderungen des Tages und blickte zugleich auf einen hoffentlich heißen olympischen Wettkampf in Athen voraus: „2,30 Meter sind ein richtiger Kracher, die kann man nicht immer springen, da muss man auch gesund sein. Ich fahre mit der besten Leistung, die ich jemals gehabt habe, nach Athen und möchte da Rekord springen.“

Obwohl er verletzungsbedingt in der Saison 2004 kaum trainieren konnte und auch 2003 nicht richtig fit gewesen ist, sprang Christian Rhoden auf den dritten Rang. 2,10 Meter überquerte der Hochspringer aus der Trainingsgruppe von Gerd Osenberg. Eine weitere Medaillengewinnerin war Dreispringerin Tanja König, die bei exakt 13,00 Meter landete.

Die Leverkusener Top-Acht-Platzierungen des ersten Meisterschaftstages:

Männer: 5000 Meter: 8. Michael May 14:10,05 min; 4x100 Meter: 4. Schahriar Bigdeli – Tim Goebel – Marc Stoebel – Jakob Skrzypczyk 40,67 sec; Hochsprung: 1. Roman Fricke 2,17 m, 3. Christian Rhoden 2,10 m, 7. Sebastian Kneifel 2,05 m; Stabhochsprung: 1. Danny Ecker 5,70 m, 2. Lars Börgeling 5,70 m, 6. Richard Spiegelburg 5,40 m, 8. Michael Stolle 5,40 m; Weitsprung: 1. Schahriar Bigdeli 7,78 m (+2,7), 2. Nils Winter 7,76 m.

Frauen: 4x100 Meter: 8. Cathrin Goetzens – Christine SchulzMareike PetersJennifer Oeser 47,29 sec; Dreisprung: 3. Tanja König 13,00 m; Hammerwerfen: 7. Bianca Achilles 63,70 m; Speerwerfen: 1. Steffi Nerius 62,82 m, 6. Barbara Vontein 55,22 m.


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Kategorie: Sport
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