Diskussion um Opladener Weihnachtsmarkt: Schusterinsel oder Marktplatz eine Alternative

Das eine günstiger, das andere mehr Platz, weil weniger gefährlich

Archivmeldung aus dem Jahr 2011
Veröffentlicht: 09.12.2011 // Quelle: AGO

Im Rahmen der Diskussion um den Fortbestand des Opladener Weihnachtsmarktes prüft die AGO die Alternativen Schusterinsel und Marktplatz als Veranstaltungsort. Das Gelände an der Schusterinsel ist kostengünstiger, der Marktplatz birgt günstigere Sicherheitsauflagen. Insgesamt ist die Kostenrechnung der Stadt nicht nachvollziehbar. Hütten waren wegen des Sturms zeitweilig geschlossen.

Auch aufgrund von Anregungen von Bürgerseite und von Dritten ist die Schusterinsel an der Wupper eine mögliche Alternative. Hier wären vor allem die Nutzungsgebühren das entscheidende Kriterium, da das Gelände ganzjährig für rund 5.000 Euro (laut anderen Rechnungen rund 20.000 Euro) nutzbar ist. Dies wäre deutlich weniger als die Nutzungsgebühren und Abgabenpflichten für vier Wochen Weihnachtsmarkt in der Fußgängerzone. Im Umkehrschluss dürften die auf vier Wochen adaptierten Nutzungsentgelte auf der Schusterinsel bei rund 400 Euro, maximal rund 1.600 Euro liegen.

Auf dem Opladener Marktplatz gäbe es mehr Entfaltungsmöglichkeiten, da dort wohl geringere Brandschutzauflagen und Sicherheitsaspekte gefordert werden. Auf dem Marktplatz wird deutlich, dass dort wöchentlich und je nach Veranstaltung andere Sicherheitsmaxime gelten, denn hier werden seitens der städtischen Verwaltung zeitweilig Brandstraßen als nicht notwendig erachtet. Hier verspricht sich die AGO daher eine Option, die schwindende Veranstaltungsfläche auszugleichen, dabei den Sicherheitsbedenken gerecht zu werden.

In Kauf genommen werden müsste dafür allerdings, dass der Weihnachtsmarkt nicht mehr in der Fußgängerzone stattfinden würde. Die wichtigste Daseinsberechtigung, nämlich die Attraktivierung der Fußgängerzone und die Förderung des anliegenden Einzelhandel, wäre dadurch folglich zu hinterfragen und nicht mehr möglich.

Die städtische Kostenrechnung ist übrigens nicht nachvollziehbar; birgt an sich einen völlig absurden Vollkostenansatz. Hier widersprechen sich die städtischen Verantwortlichen seit Jahren.

Überraschend war für die AGO, dass in Leverkusen laut Kostenrechnung alles teurer sein muss als in Bonn. Der AGO ist nicht bekannt, dass in Bonn die Fußgängerzone ein Trampelpfad ist oder in Leverkusen Marmor verlegt wurde.

Insgesamt wird die AGO in Abwägung aller Möglichkeiten und der Finanzierbarkeit alles daran setzen, den Opladener Weihnachtsmarkt als nachweislich über einzelne Interessen hinaus wirtschaftsfördernde Veranstaltung zu erhalten. Dies gilt aufgrund gleicher Ausgangslage auch für alle anderen Veranstaltungen, z.B. den samstäglichen Frischemarkt.

Für Verwirrung hat am zurückliegenden Mittwoch gesorgt, dass die Weihnachtsmarkthütten tagsüber zeitweilig geschlossen waren. Aufgrund des Sturmes hatte man sich entschieden, Vorsichtmaßnahmen zu ergreifen, damit niemand zu Schaden komme. Nach Beruhigung der Böen wurden die Klappen der Hütten wieder geöffnet.


Anschriften aus dem Artikel: Albert-Einstein-Str 58, Alte Landstr 129

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