Die Stadt Leverkusen beauftragt Gutachten zu Autobahnausbau
09.01.2026 // Quelle:
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Die Stadt Leverkusen hat einen 13-Punkte-Beschluss gefasst, um die geplanten Autobahnbaumaßnahmen der A1 und A3 auf ihre Verträglichkeit zu prüfen. Die Technische Universität Wien wurde mit einem unabhängigen Gutachten beauftragt, das die sozioökonomischen, ökologischen und gesundheitlichen Auswirkungen des Ausbaus analysieren soll. Die Ergebnisse werden Ende dieses Jahres erwartet und fließen direkt in das Planfeststellungsverfahren ein. Die Stadt lehnt den derzeit geplanten Ausbau ab und will prüfen, ob die verkehrlichen Ziele auch mit einem stadtverträglicheren Ansatz erreicht werden können.Die Stadt Leverkusen hat einen bedeutenden Schritt unternommen, um die geplanten Autobahnbaumaßnahmen der A1 und A3 auf ihre Verträglichkeit hin zu untersuchen. Auf Grundlage eines 13-Punkte-Beschlusses des Rates aus dem Februar 2023 wurde die Technische Universität Wien mit der Erstellung eines unabhängigen Fachgutachtens beauftragt. Ziel ist es, die Auswirkungen des geplanten Ausbaus umfassend zu prüfen und die Belange der Leverkusener Bevölkerung im weiteren Planungsverfahren sachgerecht zu vertreten.
Die Ergebnisse dieser fachlichen Untersuchung werden für Ende dieses Jahres erwartet und sollen direkt in das anstehende Planfeststellungsverfahren eingebracht werden.
Hintergrund: Ablehnung der geplanten Dimension
Auslöser für das unabhängige Gutachten ist die Planung der Autobahn GmbH. Diese sieht einen umfassenden Ausbau in zwei Hauptbereichen vor:
- Bauabschnitt 2: Ausbau der A1 zwischen den Autobahnkreuzen Leverkusen-West und Leverkusen, mit dem Schwerpunkt Stelzenbrücke.
- Bauabschnitt 3: Ausbau der A3 zwischen den Anschlussstellen Leverkusen-Zentrum und Leverkusen-Opladen, mit dem Schwerpunkt Ausbau des Autobahnkreuzes Leverkusen.
Die Stadt lehnt den derzeit vorgesehenen Ausbau in seiner Dimension ab und hält es für erforderlich, die Planung fachlich zu überprüfen.
Umfassende Prüfung der Auswirkungen auf die Stadt
Das von der TU Wien erstellte Gutachten soll eine belastbare, fachliche Grundlage schaffen. Dabei stehen die sozioökonomischen, ökologischen, gesundheitlichen und klimatischen Auswirkungen des Bauvorhabens im Mittelpunkt.
- Umwelt und Klima: Erfassung der Auswirkungen auf die Stadtökologie, das Klima und die Luftqualität. Hierbei wird auch geprüft, ob die städtischen Klimaziele bei der Umsetzung der aktuellen Ausbauplanung weiterhin erreicht werden können.
- Gesundheit und Lärm: Systematische Erfassung der Lärm- und Gesundheitsbelastungen.
- Stadtentwicklung: Untersuchung der Auswirkungen auf die städtebauliche Entwicklung.
- Bauzeit: Dokumentation der Beeinträchtigungen während der gesamten Bauzeit.
Verhältnismäßigkeit im Fokus
Ein zentrales Element der Untersuchung ist die Gegenüberstellung der ermittelten städtischen Auswirkungen mit den vom Bundesverkehrsministerium ermittelten Baukosten. Auf dieser Grundlage wird dann geprüft, ob der geplante Ausbau tatsächlich erforderlich, angemessen und verhältnismäßig ist.
Ziel ist es, festzustellen, ob die verkehrlichen Ziele auch durch einen geringeren, stadtverträglicheren Ausbau erfüllt werden können. Mit dieser Vorgehensweise will die Stadt die Belange ihrer Bevölkerung im weiteren Planfeststellungsverfahren sachgerecht und faktenbasiert vertreten.
Themen aus dem Artikel: Universität Wien, Stadt Leverkusen
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