Mit einer bravourösen kämpferischen Leistung, eisernen Nerven und einer überragenden Kim Naidzinavicius haben die Leverkusener Handball-Elfen das Achtelfinale im EHF-Cup erreicht. Das Team von Trainerin Renate Wolf verlor zwar das Rückspiel beim polnischen Vertreter Zaglebie Lubin knapp mit 28:29 (13:16), hatte sich aber vor Wochenfrist mit dem 30:23 im Hinspiel ein ausreichendes Polster geschaffen. "Das war eine tolle Leistung meiner Mannschaft, die in der hitzigen Kulisse die Nerven behalten hat und auch bei einem zwischenzeitlichen Vier-Tore-Rückstand cool geblieben ist", sagte Renate Wolf, und Abteilungsleiter Andreas Thiel bestätigte ihre Worte: "Das war heute großer Sport von den Elfen, immerhin waren fünf Spielerinnen in unserem Kader noch keine 20 Jahre alt." Bis Dienstag müssen die Elfen warten, dann wird bei der Auslosung in Wien ihr nächster Gegner ermittelt.
2000 Zuschauer waren von der ersten Minute an wild entschlossen, ihre Mannschaft trotz des deutlichen Sieben-Tore-Rückstands noch ins Achtelfinale zu tragen. Die Elfen, gut eingestimmt auf den Hexenkessel, ließen sich davon nicht beeindrucken und blieben ihren taktischen Vorgaben treu. Dafür, dass Lubin nicht zu weit davonzog, sorgte in erster Linie Kim Naidzinavicius mit ihren Toren zur rechten Zeit, zudem entschärfte Natalie Hagel in wichtigen Situationen drei Siebenmeter. Die Gangart war durchaus hart, etliche blaue Flecken nahmen die Elfen mit auf die 800 Kilometer lange Heimreise nach Leverkusen, doch am Ende war das Ticket ins Achtelfinale ein verdienter Lohn. Als beste Spielerin wurde Kim Naidzinavicius ausgezeichnet, sie war mit ihren elf Toren auch die erfolgreichste Werferin der Gäste. Im Rückraum zog Anne Jochin klug die Fäden und stellte vor allem im Unterzahlspiel ein ums andere Mal ihre überragende Spielintelligenz unter Beweis.
Ab Donnerstag haben die Elfen nun ein paar Tage Urlaub, dann beginnt auch schon die Vorbereitung auf das Gastspiel bei der TuS Metzingen am 30. Dezember. Am 4. Januar folgt ein weiteres Gastspiel, nämlich das DHB-Pokal-Viertelfinale beim Buxtehuder SV, ehe dann am 11. Januar in der Smidt-Arena das Heimspiel gegen den ambitionierten Aufsteiger Füchse Berlin auf dem Programm steht.
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