Der stille Aufstieg


Archivmeldung aus dem Jahr 2018
Veröffentlicht: 10.01.2018 // Quelle: Tomforde

Während alle Augen in der Bundesliga auf die neue Spiellust der Bayern unter Jupp Heynckes und die Krise bei Borussia Dortmund schauen, hat sich eine andere Mannschaft nach der Hinrunde kontinuierlich auf Platz vier vorgearbeitet: Bayer Leverkusen ist unter dem neuen Trainer Heiko Herrlich seit zwölf Ligaspielen ungeschlagen. Der ehemalige Regensburg-Trainer hat es geschafft, die Dauerbaustelle Defensive zu stabilisieren und gleichzeitig attraktiven Offensivfußball zu etablieren. Nach dem enttäuschenden zwölften Platz am Ende der vergangenen Saison, winkt nun sogar das internationale Geschäft.
Als Sportdirektor Rudi Völler zu Beginn der neuen Saison Heiko Herrlich als Cheftrainer vorstellte, waren viele skeptisch: Herrlich hatte zwar Jahn Regensburg völlig überraschend in die zweite Liga geführt, als Coach einer Bundesligamannschaft hatte der ehemalige Stürmer aber bis dato noch gar keine Erfahrung gesammelt. Nach nur einem Punkt aus den ersten drei Spielen, sahen sich die Kritiker bestätigt. Doch ab dem klaren 4:0 am vierten Spieltag gegen des SC Freiburg, arbeitete sich die „Werkself“ kontinuierlich aus dem Tabellenkeller nach oben. Die inzwischen starke Moral der Mannschaft zeigte sich einmal mehr am letzten Spieltag der Hinrunde, als nach Leverkusen zweimal einen Rückstand gegen Hannover 96 aufholte und ein 4:4 in Hannover erkämpfte. Der Aufwärtstrend lässt sich sich auch daran bemessen: Bei Fußballwetten auf Leverkusen ist die Werkself häufig der Favorit.


Es scheint, als habe Rudi Völler mit Herrlich den Erfolg zurück nach Leverkusen gebracht. Vergessen scheint die enttäuschende vergangene Saison, als nach dem turbulenten Abgang von Roger Schmidt auch der neue Mann auf der Trainerbank, Tayfun Korkut, das Ruder nicht wirklich herumreißen konnte. Denn in Leverkusen ist man es normalerweise gewöhnt, mindestens im internationalen Geschäft vertreten zu sein. In bester Erinnerung ist den Anhängern natürlich die Saison 1999/2000, als man in der Champions League erst im Finale denkbar knapp an Real Madrid scheiterte. Auch Roger Schmidts radikal moderner Offensivfußball funktionierte in Leverkusen zunächst, ehe sich der Exzentriker mit Mannschaft und Verantwortlichen überwarf.
Neben der zweifellos starken Arbeit von Heiko Herrlich, gibt es einen weiteren Faktor für den Erfolg der Mannschaft in diesem Jahr: Aus der Masse der starken Akteure, tritt besonders Leon Bailey positiv in Erscheinung. Der Jamaikaner war Anfang des Jahres für kolportierte 12,5 Millionen Euro von KRC Genk aus der ersten belgischen Liga nach Leverkusen gekommen. Seitdem hat sich der Linksaußen zu DEM Spieler der Hinrunde entwickelt. Mit seinem schnellen Antritt und dem variablen Torabschluss ist bei fast jedem Ballkontakt mit einer spektakulären Aktion des 20-jährigen zu rechnen. Gut für Leverkusen: Bailey ist vertraglich bis 2022 an die „Werkself“ gebunden.

Trotz der starken Hinrunde ist Heiko Herrlich noch nicht zu 100 Prozent zufrieden mit seinem Team: Etwas weniger Unentschieden, dafür mehr Siege sollen es in der Rückrunde nach dem Geschmack des Trainers werden. Vergegenwärtigt man sich die aktuelle Form seines Teams, so scheint das durchaus realistisch. Insbesondere RB Leipzig schwächelte zum Ende der Hinrunde. Und auch Borussia Dortmund scheint nicht unangreifbar. Zwar scheint der neue Coach Peter Stöger wieder etwas Ruhe in die Mannschaft gebracht zu haben, doch von der Form vergangener Zeiten ist das Team noch weit entfernt. Leverkusen könnte von diesen Entwicklungen profitieren.
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