Bundesvorstand des Deutschen Volkshochschulverbandes tagte in Leverkusen mit prominenter Präsidentin


Archivmeldung aus dem Jahr 2004
Veröffentlicht: 07.12.2004 // Quelle: Stadtverwaltung

Schulabschlüsse, Sprachkompetenz, Alphabetisierung, das sind die drei wesentlichen Bausteine des innovativen Bildungsprogramms Innovint, mit dem sich der Bundesvorstand des Deutschen Volkshochschulverbandes auf seiner Tagung, am Montag 06. Dezember, im Forum, beschäftigte. Oberbürgermeister Ernst Küchler, Bundesvorsitzender des Verbandes, Geschäftsführer Ulrich Aengenvoort und die Präsidentin, Prof. Dr. Rita Süssmuth, stellten im Rahmen einer Pressekonferenz (Pressekonferenz ohne Einladung an die Presse: Super Stadtverwaltung)die Ergebnisse vor. Ziel von Innovint, so Süssmuth, sei es, mit einem nationalen Aktionsplan im Bildungsbereich die Menschen mit geringen oder fehlenden Schulabschlüssen, von denen es in Deutschland bereits zu viele gäbe, wieder in die Gesellschaft zu integrieren. Durch die Lücken des deutschen Bildungssystems fallen laut Rita Süssmuth immer mehr Menschen - vor allen Dingen Jugendliche und so genannte funktionale Analphabeten. Jahr für Jahr erhöhe sich die Anzahl der Jugendlichen, die ohne Schulabschluss die Schule verlassen und weder ausbildungsreif noch beschäftigungsfähig sind, zudem sei die Zahl der Analphabeten in Deutschland erschreckend hoch. Mindestens vier Millionen Menschen sind funktionale Analphabeten, das heißt sie können kaum lesen und schreiben. Von den vier Millionen haben 61 Prozent keinen Schulabschluss, 71 Prozent keine Berufsausbildung und 41 Prozent keine Arbeit und somit nur geringe oder gar keine Chancen, gleichberechtigt und aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Diese Tatsachen bieten genügend Zündstoff in der öffentlichen Diskussion und werden von den aktuellen Ergebnissen der Pisa Studie noch untermauert. Mit Alphabetisierungs-Schulabschluss- und Sprachkompetenzangeboten heißt es besonders für die Volkshochschulen vor Ort auch weiterhin diesem Negativtrend entgegen zu wirken und Integrationsarbeit zu leisten. Die zukünftige Planung, so die Leiterin der VHS Leverkusen, Annette Lorey, beinhalte eine verstärkte Verknüpfung von berufsorientierten und berufspraktischen Anteilen mit dem schulischen Unterricht. Dies bedeute auch eine vermehrte Zusammenarbeit mit den Einrichtungen zur Durchführung beruflicher Fördermaßnahmen nach Hartz IV. Neben Kursen zum Erwerb von Sprachkompetenz werden auch im Bereich Alphabetisierung entsprechende Angebote durchgeführt.In Kleingruppen bis zu sechs Personen, jeweils zweimal wöchentlich, finden die Lehrgänge statt, die aufgrund des langwierigen Prozesses des Lesen- und Schreibenlernens oft über Jahre andauern. Acht Lehrgänge führt die VHS Leverkusen zum nachträglichen Erwerb eines Schulabschlusses der Sekundarstufe I (Hauptschulabschluss Klasse 9 bzw.10, Fachoberschulreife) durch und ist mit 220 überwiegend jugendlichen Teilnehmenden viertgrößter Anbieter unter den Volkhochschulen in Nordrhein –Westfalen.


Anschriften aus dem Artikel: Alte Landstr 129, Albert-Einstein-Str 58

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