Zukunft Kultur


Archivmeldung aus dem Jahr 2018
Veröffentlicht: 23.04.2018 // Quelle: Internet Initiative

Auf Einladung des Kunstvereins diskutierten zur Mittagszeit Oberbürgermeister Uwe Richrath, Roswitha Arnold, Vorsitzende des Betriebsausschusses Kultur, Leverkusen, Thomas Helfrich, Leiter Bayer Kultur, Dr. Fritz Emslander, Stellvertretender Direktor Museum Schloss Morsbroich und Prof. Thomas Grünfeld, Bildhauer, Kunstakademie Düsseldorf unter der Moderation der Kulturjournalistin Melanie Weide müller vor ca. 70 Zuhörern (unter ihnen u.a. Bürgermeister Bernhard Marewski, Landtagsabgeorndeter Rüdiger Scholz (Mitglied des Kulturausschusses) und Bürgerlisten Fraktionsvorsitzender ET Schoofs).
Gleich am Anfang zeigte die Moderatorin, daß sie sich weniger mit Leverkusen auskennt: Fußballclub FC Leverkusen, Schwierigkeiten mit dem Namen des Oberbürgermeisters und trotz zweier Hinweisschilder auf dem Südring Beschwerde über die angeblich schlechte Ausschilderung.

Die Diskussion vor ca. einem Drittel Auswärtigen Zuhörern drehte sich fast auschschließlich um das Schloß und das liebe Geld, wahlweise mit "Wir können nicht alles fiskalisch sehen" (OB Uwe Richrath) oder wir brauchen mehr davon (bis zu fünf Mio. von den städtischen Steuerzahlern oder von Bayer, so eine Zuhörermeinung). Bei dem scheinbar selbstverständlichen Wunsch nach mehr Geld fehlten Gedanken, wie man die Besucherzahlen schnell erhöhen könnte. Bereits der Hinweis von Thomas Helfrich, daß das Museum sagen müsse wofür es steht, wurde von Thomas Grünfeld als als indiskutabel und von Fritz Emslander als Provokation bezeichnet.

Übrigens: Innerhalb weniger Stunden hat das Youtube-Video der Pressekonferenz Dortmund-Bayer mehr Zuschauer als das Museum im ganzen Jahr.



Sicht des Kunstvereins vom 26.04.
Der Kunstverein Leverkusen Museum Morsbroich e. V. veranstaltete am vergangenen Sonntag, dem 22. April 2018, eine Podiumsdiskussion, bei der die Frage nach einer zukünftigen Ausrichtung der Stadt Leverkusen im Umgang mit ihrer Kultur und Kunst im Fokus stand. Die Kölner Kulturjournalistin und Moderatorin Melanie Weide müller entlockte dabei den Diskussionsteilnehmern, dem Leverkusener Oberbürgermeister Uwe Richrath, der Vorsitzenden des Betriebsausschusses Kultur Roswitha Arnold, dem kommissarischen Leiter des Museums Schloss Morsbroich Dr. Fritz Emslander, dem Leiter der Bayer-Kultur Thomas Helfrich und dem Düsseldorf Kunstakademie-Professor Thomas Grünfeld Positionen, die zuvor öffentlich so noch nicht geäußert wurden. Gut vorbereitet auf die kommunalen Besonderheiten führte Melanie Weide müller neuralgische Punkte wie den Wert der Vermarktung von Kultur, den Stellenwert lokaler Kunst und die Finanzierung eines kulturellen Angebots an die Teilnehmer heran. In der anschließenden Publikumsdiskussion mit dem Podium kristallisierten sich zwei Gruppen klar heraus. Die, welche an einem renommierten Museum mit internationaler Ausrichtung festhält, und jene, die eine stärkere Öffnung für ein breites Publikum wünscht. Für den Kunstverein ein Ergebnis, das die Basis für weitere Kulturtisch-Veranstaltungen bildet, auf dem Weg zur Beantwortung der Frage: Wo sieht Leverkusen in Zukunft seine Kultur?
Anschriften aus dem Artikel: Alte Landstr 129, Albert-Einstein-Str 58

Kategorie: Politik,Kultur
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