Zu ungewohnter Stunde: Elfen spielen morgen um 20 Uhr gegen Rosengarten


Archivmeldung aus dem Jahr 2010
Veröffentlicht: 01.10.2010 // Quelle: Handball-Elfen

Vergleiche mit der SGH Rosengarten-Buchholz hat es für die Elfen noch nicht viele gegeben, doch der letzte und bislang einzige Vergleich in einem Pflichtspiel liegt noch nicht mal ein Jahr zurück. Auf dem Weg zum Sieg im DHB-Pokal machten die Elfen damals in der vierten Runde Station im Hamburger Vorort und setzten sich am Ende klar mit 36:18 durch. Was sich so deutlich liest war mehr als 20 Minuten lang ein hartes Stück Arbeit. Erst in den letzten sieben Minuten der ersten Halbzeit gelang es den Elfen sich von 9:8 auf 15:10 abzusetzen und auch im zweiten Durchgang konnte erst in den letzten Minuten - als das Aus besiegelt war - der Vorsprung noch einmal merklich vergrößert werden.

„Wir haben uns seitdem entwickelt und wollen in dem Spiel sehen, wo wir stehen“, sagt Rosengartens Trainer Martin Hug vor der morgigen Partie, die um 20 Uhr in der Smidt-Arena vom Schiedsrichtergespann Brandt/Veit angepfiffen wird. Damals spielten die Nordheide-Luchse noch in der heimischen Rosengartenhalle, nach dem Erstligaaufstieg ist nun die Heidehalle in Buchholz die neue sportliche Heimat geworden. Und eben in dieser setzte der Aufsteiger schon die ersten Ausrufezeichen. Pokalfinalist HSG Blomberg-Lippe hatte mehr als 50 Minuten hart zu kämpfen, um in der Schlussphase die ersten Ligapunkte einzufahren und der FHC Frankfurt/Oder, der die Medaillenränge in der Meisterschaft anstrebt, musste sich mit 21:26 geschlagen geben. „Das wird kein Spaziergang“, erklärt Renate Wolf. „Rosengarten hat vor der Nationalmannschaftspause mit dem Sieg gegen Frankfurt ein deutliches Signal gesetzt.“

Gegenüber den ersten Partien hatte Trainer Martin Hug gegen den FHC Svenja Rix in den linken Rückraum der Startformation beordert. Doch schon nach wenigen Minuten wechselte der Aufstiegscoach, der Rosengarten binnen weniger Jahre aus der Regionalliga Nord in die erste Liga führte, zu seinen eigentlichen ersten Sieben zurück. Julia Harms agierte auf die Mitte und Natasa Kotenko wechselte in den linken Rückraum. Das Duo bildet gemeinsam mit Ex-Nationalspielerin Melanie Schliecker einen im Oberhaus nicht unbekannten Rückraum, denn alle drei spielten früher beim Lokalrivalen Buxtehuder SV.

Große Erfahrung können die Niedersächsinnen aber nicht nur im Rückraum, sondern auch im Tor vorweisen. Turid Arndt gewann mit der DJK/MJC Trier 2003 die Deutsche Meisterschaft, spielte zudem in Frankfurt/Oder, Blomberg und Celle. Auch Maren Eckert und Ariela Albers standen bereits im Erstligator. Ihre und die Wurzeln zahlreicher Feldspielerinnen liegen in Buxtehude. Auf den Flügeln setzt Rosengarten vornehmlich auf Elena Nendza (Linksaußen) und Sandra Heinzelmann (Rechtsaußen), während sich am Kreis Martina Bauer und Marike Müller die Spielanteile gleichmäßig teilen.

„Leverkusen ist der klare Favorit. Sie hatten ein schweres Auftaktprogramm. Der jetzige Tabellenplatz ist nur eine Momentaufnahme“, ist sich Hug sicher, dass es für die Elfen in dieser Spielzeit weiter nach oben gehen wird. In welcher Besetzung die Elfen in die Partie gehen, ist hingegen unklar, denn nicht nur Laura Steinbach droht auszufallen, sondern auch Denisa Glankovicova hat sich unter der Woche im Training eine Verletzung zugezogen und steht möglicherweise nicht zur Verfügung. „Wir wollen an die in Dänemark gezeigten Leistungen anknüpfen und uns Selbstvertrauen holen. Unterschätzen werden wir Rosengarten auf keinen Fall“, verspricht Renate Wolf.

Um von den Rängen die größtmögliche Unterstützung zu erhalten wurde vielen Handballvereinen der Region ein interessantes Angebot gemacht: alle Kinder- und Jugendmannschaften bis einschließlich 17 Jahre kommen nach Voranmeldung inklusive zweier Betreuer kostenlos in die Halle. Alle weiteren Begleitpersonen zahlen den ermäßigten Eintritt von nur 7,- Euro je Person.

„Um Kinder und Jugendliche für den Handballsport zu begeistern und sie in ihrer Entwicklung zu fördern, reichen Training und eigenes Spiel oftmals nicht aus. Man muss ihnen auch die Möglichkeit geben, die Begeisterung eines Bundesligaspiels zu erleben, die Idole einmal aus der Nähe in Aktion zu sehen und nach dem Spiel vielleicht auch das eine oder andere Wort mit einer der Topspielerinnen zu wechseln“, so Dietmar Bochert, Leiter der Handballabteilung. „Daher haben wir uns entschlossen, zu diesem Spiel gezielt die Vereine der Region anzusprechen und Ihnen diese Möglichkeit zu bieten.“


Anschriften aus dem Artikel: Alte Landstr 129, Albert-Einstein-Str 58

Kategorie: Sport
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