Bahnhofsquartier Opladen: Die Corona-Pandemie erfordert Anpassungen an das Konzept durch Investor, Architekten und Gutachter


Archivmeldung aus dem Jahr 2020
Veröffentlicht: 04.06.2020 // Quelle: Neue Bahnstadt

Auch in der Rheinschiene stellen Finanzinstitute und Gutachter fest, dass die momentan andauernde Krisensituation und die entsprechenden Auswirkungen auf alle Investitionsentscheidungen es in dieser Form in der Moderne noch nie gegeben hat. Aktuell sind die Auswirkungen auf Einzelhandel, Gewerbe, Gastronomie und Hotellerie zu erkennen und deshalb werden überall wichtige Investments zurückgestellt bzw. nochmals überprüft. Auch der Trend zum Onlinehandel, der sich bereits in den letzten Jahren bemerkbar machte, hat sich weiter verstärkt.

Diese Entwicklungen führen dazu, dass auch die Planung für das Bahnhofsquartier angesichts der oben skizzierten Trends überprüft werden muss.

So befasste sich der Aufsichtsrat der neuen bahnstadt opladen GmbH am 28.05.2020 in Anwesenheit des Investors, der Gutachter und Projektentwickler intensiv mit den Folgen der Pandemie auf das Bahnhofsquartier. Herr Kelber, geschäftsführender Gesellschafter der MOMENTUM Bahnhofsquartier Opladen GmbH & Co. KG, der das Bahnhofsquartier entwickelt, stellte sich persönlich den Mitgliedern des Aufsichtsrates und den finanzpolitischen Sprechern vor. Herr Kelber teilte mit, dass nach der Beiratsentscheidung bereits wichtige Umsetzungsschritte für das Projekt - wie z. B. Abschluss der Kaufverträge - erfolgt seien. Mittlerweile sind Projektbüros für das Bahnhofsquartier im Gebäude von PMC Rail in der Werkstättenstraße angemietet worden. Parallel dazu erfolgt die Zusammenstellung eines Projektteams, das auch das renommierte Unternehmen Empira AG umfasst. Die Empira AG hat sich im deutschsprachigen Raum auf die Entwicklung innovativer und renditestarker Investmentlösungen spezialisiert. Sie ist als Immobilien- und Kapitalmarktexperte wichtiger Partner für die Entwicklung des Bahnhofsquartiers.

Gleichzeitig legt Herr Kelber großen Wert darauf, dass das im Wettbewerb ermittelte beste städtebauliche Konzept der kadawittfeldarchitektur gmbh unter Begleitung von Herrn Professor Jahnen, Heinz Jahnen Pflüger Stadtplaner und Architekten Partnerschaft, bei der Umsetzung im Bebauungsplan Bestand hat.
Herr Kelber fühlt sich den Entscheidungen des Beirats und der Bürger- und Bürgerinnen verpflichtet.

Zugleich räumte Herr Kelber ein, dass durch die Pandemie ein Umdenken erforderlich sei, um die Planung nachhaltig aufzustellen. Hierfür benötigt er mindestens drei Monate Zeit. Zum Beispiel müsse geprüft werden, welche Entwicklung der Onlinehandel auf die Größe der Verkaufsfläche und auf das Sortiment hat. Alle aktuell vorliegenden Gutachten gehen von einem Verbraucherverhalten vor der Pandemie aus. Inwieweit dieses gleichgeblieben ist oder sich der Trend des Onlinehandels verstärkt fortsetzt, muss überprüft werden. Auch sei die Entwicklung im Dienstleistungsgewerbe von neuen Trends beeinflusst. Deutlich wurde jetzt, dass die Frage zum Beispiel von Arbeitsplatzdichten in Bürogebäuden oder Raumstrukturen im Hotelbereich neu überdacht werden müssen. Auch wird intensiv über eine verbesserte Anbindung des Objektes an das Krankenhaus Remigius (Verbindung über eine Brücke) zum Thema Gesundheitswesen nachgedacht.

Diese Überlegungen werden nunmehr intensiv unter Beteiligung von Gutachtern vertieft und sollen im Ergebnis dafür Sorge tragen, dass ein nachhaltiges Konzept für den Standort in Opladen beibehalten wird.

Grundlage ist der Rahmen des vorliegenden Wettbewerbsbeitrages mit dem städtebaulichen Konzept von kadawittfeldarchitektur gmbh. Dieses sei durch Verwaltung, Politik und insbesondere auch durch die Bürgerschaft so gut angenommen worden, dass daran keine nennenswerten Abstriche gemacht werden sollen.

Herr Kelber gab ein wesentliches Statement zum Standort ab, indem er zusagte, zukünftig das Projekt in Bestand zu halten und im Hinblick auf den Ankauf des Grundstückes die für den städtischen Haushalt 2020 notwendige Kaufpreiszahlung mit einer signifikanten Rate zu bestätigen.

Der Aufsichtsrat beriet anschließend in nichtöffentlicher Sitzung über die Ergebnisse der Beratung der Konzeptänderung, insbesondere auch bezogen auf den Haushalt. Der Aufsichtsrat hat erkannt, dass gewisse Bewegungen in den Markt gekommen sind. Er ist sehr daran interessiert, in der weiteren Planung im engen Dialog mit dem Investor das Konzept zum Wohle von Opladen anzupassen und insbesondere dieses so wichtige Projekt planungsrechtlich und rechtlich begründet abzusichern.

Der Aufsichtsrat wird die Beratung zum Bahnhofsquartier in seiner nächsten Sitzung am 18.06.2020 fortführen und zukünftig im intensiven Austausch mit dem Beirat für das Bahnhofsquartier und der Bürgerschaft notwendige Anpassungen am städtebaulichen Konzept abstimmen.



Opladen Plus erklärte folgendes:

Das Bahnhofsquartier ist quasi der Schlussstein auf das Bahnstadtprojekt, so dass wir uns als Initiative für die Opladener Belange hierzu äußern. Die Sitzung war nicht öffentlich. Daher bleiben wir bei allgemeinen Anmerkungen.

• Wir bedauern, dass das Bahnhofsquartier nicht wie zeitlich geplant umgesetzt wird und die Corona-Pandemie auch in dieses Projekt hineinwirkt. • Das ist schade, die Bahnstadt hatte alle dazu notwendigen Rahmenbedingungen geliefert, Busbahnhofsverlegung und auch das Baurecht ist auf den Weg gebracht worden - eine tolle Arbeit der NBSO und der Stadtverwaltung). • Sollte von den verabredeten Plänen abgewichen werden müssen, muss die Qualität des Quartiers auf andere Weise sichergestellt werden.

Sollte eine Änderung nötig sein, muss diese in Ruhe geschehen. Das Bahnhofsquartier wird für 100 Jahre gebaut. Es geschieht so viel Neues in der Bahnstadt - bald beginnt der Bau von 500 Wohnungen - da muss nicht alles auf einmal kommen. Mit dem provisorischen Parkplatz kann man auch gerne noch eine weitere Saison leben.

Das Grundstück ist ein Juwel. Seine Qualitäten dürfen nicht durch Schnellschüsse verbaut werden.

Wenn etwas zu ändern ist, dann soll das gut geschehen.

Wir sind sehr zuversichtlich, dass sich für das besondere Grundstück am Ende auch eine besonders gute Nutzung finden wird und mahnen daher alle Beteiligten zu Besonnenheit im weiteren Verfahren auf. Zerreden, wie es die Bürgerliste gerne macht, schadet Opladen und der ganzen Stadt Leverkusen."
Ort aus dem Stadtführer: Opladen
Anschriften aus dem Artikel: Albert-Einstein-Str 58, Alte Landstr 129

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