Stadtplan Leverkusen
16.11.2019 (Quelle: Klinikum)
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„Herzwochen 2019“ im Forum Leverkusen


Plötzlicher Herztod: Jeden kann es treffen, jeder kann Leben retten

Die Klinikum-Kardiologie beteiligt sich gemeinsam mit der Deutschen Herzstiftung in Leverkusen an der bundesweiten Aufklärungskampagne in den Herzwochen 2019. Es kann jeden treffen und jederzeit passieren. Der plötzliche Herztod ist die Folge eines akuten Herz-Kreislaufversagens (Herzrhythmusstörung, meist Kammerflimmern). Urplötzlich sackt ein – oft vordergründig gesunder - Mensch in sich zusammen, verliert das Bewusstsein, sein Herz stockt, pumpt nicht mehr ausreichend Blut in das Gehirn und die anderen Organe. Durch den dadurch bedingten Sauerstoffmangel fällt die Gehirnfunktion aus. Der Leichlinger Ulrich Sterzenbach (70) hat dies am eigenen Leib erfahren müssen, als er im Juni 2019 beim EVL-Halbmarathon zwischen Kilometer 13 und 14 bewußtlos zusammenbrach. Ein anonymer Ersthelfer rief zwar die Rettung, aber erst durch das beherzte und ausdauernde Eingreifen von Christopf Liebelt (Lebensretter, Krankenpfleger, Mitarbeiter im Klinikum Leverkusen) und Nadine Kroll (Lebensretterin, Intensivkrankenschwester aus Köln-Merheim), die beide als Läufer kurz hintereinander an der Stelle vorbeikamen, wurde das Leben von Ulrich Sterzenbach gerettet. Aufgrund widriger Umstände traf der Rettungswagen erst mehr als eine halbe Stunde nach dem Zusammenbruch ein. Sterzenbach wäre gestorben, wenn die beiden Helfer nicht durch Herzdruckmassage den Kreislauf und damit die Sauerstoffversorgung des Gehirns aufrecht erhalten hätten. Nach einem mehrwöchigen Aufenthalt im Klinikum und anschließender Reha ist Ulrich Sterzenbach heute wieder wohlauf und wird am Samstag gemeinsam mit seinem Lebensretter und den behandelnden Kardiologen berichten. Ulrich Sterzenbach hatte Glück im Unglück, denn nur ein kleiner Prozentsatz überlebt den Herzstillstand. „Ob jemand einen plötzlichen Herztod überlebt, hängt im Wesentlichen davon ab, wie frühzeitig und mit welcher Qualität anwesende Zeugen - meist medizinische Laien - die Wiederbelebung durchführen“, sagt Kardiologe und Intensivmediziner Prof. Dr. Peter Schwimmbeck, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Deutschen Herzstiftung und Chefarzt der Leverkusener Kardiologie. Während des Patientenseminars am Samstag, 23.11.2019, im Forum wird es darüberhinaus in Vorträgen von Prof. Schwimmbeck und Dr. Addo darum gehen, die Vorboten und möglichen Ursachen einer Herzerkrankungen bzw. eines plötzlichen Herztodes zu erkennen. Dr. Weidmann wird berichten, was man vorbeugend für die Herzgesundheit tun kann und wie ein Defi-Schrittmacher bei Herzkranken das Risiko senken kann. Oberbürgermeister Uwe Richrath, der sich stets für die Gesundheit und Information der Leverkusen Bürgerinnen und Bürger engagiert, hat auch in diesem Jahr sehr gern die Schirmherrschaft der Veranstaltung übernommen. Die ehrenamtlichen Beauftragten der Deutschen Herzstiftung Gabriele Andreae und Claus Hintsch werden aufzeigen, wie wichtig die Selbsthilfe und Eigeninitiative von Patienten ist. Sie laden auch zum monatlichen Gesprächskreis „Rund ums Herz“ ein. Ein Aktionsstand lädt zur praktischen Auffrischung des Erste-Hilfe-Wissens ein. Verschiedene Informationsstände runden das Angebot der Veranstaltung ab.



PDFs, die sich auf diese Meldung beziehen:
00.11.2019: Infotag Plötzlicher Herztod

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Letzte Änderung am 18.11.2019 11:48 von leverkusen.
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