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26.12.2018 (Quelle: TSV Bayer 04)
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Meisterinnen-Macher Manfred Fink wird 75


Manfred Fink, von 1974 bis zu seiner Pensionierung 2006 vor allem im Nachwuchsbereich erfolgreicher Trainer beim TSV Bayer 04 Leverkusen, vollendet Silvester sein 75. Lebensjahr. 15 Teams führte er zu DM-Gold. Der LV Nordrhein kürte den Sportlehrer 2004 zum Jugendtrainer des Jahres.

Er ist geradlinig, bodenständig und ein Leichtathletik-Experte durch und durch. Als hauptamtlicher Trainer und Jugend-Koordinator beim TSV Bayer 04 Leverkusen war Manfred Fink aber vor allem eines: äußerst erfolgreich. So führte er den weiblichen Nachwuchs seines Vereins auf nationaler Ebene 15 Mal zum Titel in der Team-DM, die damals noch Deutsche Jugend-Mannschaftsmeisterschaft (DJMM) hieß.

„Es hat sich nur wenig geändert: Die Mannschaft und der Nachwuchs stehen im Vordergrund“, erklärt der Jubilar schmunzelnd und mit Verweis auf seine drei Enkelkinder. Das leichtathletische Geschehen verfolgt er nunmehr aus der Zuschauerperspektive. „Leider kann ich aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr selbst trainieren, was ich sehr bedauere und auch vermisse“, sagt der Sportlehrer und A-Trainer. Die Wettkampfreisen sind Städtetouren gewichen. Theaterbesuche – ein anderes Hobby, das er zusammen mit seiner Frau pflegt.

Talente aufs internationale Parkett vorbereitet
Einige seiner Schützlinge erkämpften auf internationaler Ebene Lorbeeren. So Silke Lichtenhagen, die 1994 mit der deutschen 4 mal 100-Meter-Staffel Europameisterin wurde und mit 22,73 Sekunden beim TSV Bayer 04 Leverkusen immer noch den 200-Meter-Vereinsrekord hält. Linda Kisabaka gehörte 1996 zum deutschen Quartett, das über 4 mal 400 Meter Olympia-Bronze erkämpfte. Jasmin Fischer belegte 1981 bei den Hallen-Europameisterschaften im Weitsprung Platz drei und im Hochsprung Platz fünf.

Christa Kaufmann gewann 2000 mit der deutschen 4 mal 100-Meter-Staffel bei der U20-WM Bronze. Auch WM-Halbfinalistin Sorina Nwachukwu, 2008 bei den Olympischen Spielen in Peking mit der deutschen 4 mal 400-Meter-Staffel Achte, betreute Manfred Fink als Jugendliche. Ebenso Hürdensprinterin Anne-Kathrin Elbe, die 2006 Deutsche Jugend-Hallenmeisterin über 60 Meter mit und ohne Hürden wurde und 2007 bei der U23-EM mit der 4 mal 100-Meter-Staffel zu Silber sprintete.

Schwere Zeit kurz vor der Pensionierung
Ihrem Wechsel nach Leverkusen war eine abenteuerliche Flucht aus Ostdeutschland vorausgegangen: Mit sehr viel Zivilcourage hatte Anne-Kathrin Elbe als Hauptbelastungszeugin ein Verfahren gegen ihren Ex-Trainer wegen Minderjährigen-Dopings ins Rollen gebracht. Durch ihre Aussage vor Gericht wurde ihm das Handwerk gelegt. Das doch recht milde Urteil: 16 Monate auf Bewährung für den „Verstoß gegen das Arzneimittelgesetz in einem besonders schweren Fall.“

Für Manfred Fink war dies die schwerste Zeit in seiner Trainer-Laufbahn. „Der Wechsel von zu mir kam zustande, weil Verantwortliche im DLV wussten, dass sie bei mir in fachlich guten, vor allem in sauberen Händen“, erklärt der Leverkusener. „Auf Anne-Kathrin hat zu jener Zeit viel Druck gelastet, aber auch für mich war es äußerst stressig. Ich habe versucht, sie vor den Medien zu schützen, und ich glaube das ist mir auch gelungen“, blickt der Ruheständler zurück. Mehr denn je waren damals seine Fähigkeiten als Pädagoge, Psychologe und Diplomat gefragt. Qualifikationen, die nicht nur in diesem Fall viel bewirkt haben. Viel mehr, als es Meistertitel und Medaillen ausdrücken.


2 Bilder, die sich auf Meisterinnen-Macher Manfred Fink wird 75 beziehen:
09.12.2007: Anne Wingchen und Manfred Fink
02.01.2004: Manfred Fink

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Letzte Änderung am 26.12.2018 22:21 von leverkusen.
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