Stadtplan Leverkusen
08.09.2018 (Quelle: Maximilian Weber)
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Die Stadt Leverkusen und ihre Wirtschaftsgeschichte – die Bayer AG als wichtigstes Wirtschaftsunternehmen


Leverkusens Stadtgeschichte
Die Gründung Leverkusens vollzog sich 1930. Neun der neuzeitlichen dreizehn Stadtteile wurden jedoch schon im 12. und 13. Jahrhundert angegeben. Die Stadt Leverkusen begründete sich am 1. April 1930 mit der Vereinigung aus der einstigen Stadt Wiesdorf mit den Gemeinden Schlebusch, Steinbüchel und Rheindorf. Sie bestand damals aus 42 000 Einwohnern.
1955 wurde Leverkusen kreisfreie Stadt. 1963 zählte sie dann 100 000 Einwohner.
Am 1. Januar 1975 wurde Leverkusen mit der Kreisstadt Opladen der Stadt Bergisch Neukirchen und dem Monheimer Ortsteil Hitdorf zusammen gelegt. Sie wurde eine moderne Stadt mit ca. 160.000 Einwohnern.

Leverkusens Wirtschaft
Die größten Arbeitgeber in Leverkusen sind die Firmen Bayer AG sowie die Lanxess AG und Covestro. beide sind aus der Bayer AG hervorgegangen.
Weiterhin befinden sich die Deutschland- und Europazentrale des Automobilherstellers Mazda, die Zentrale des weltweit führenden Bremsbelagherstellers TMD Friction, der Sitz des Stahlunternehmens Wuppermann AG sowie einige weitere Unternehmen in Leverkusen.

Leverkusens Namensgebung
Ihren Namen bekam die damalige Siedlung am Rhein von Dr. Carl Leverkus. Denn sie hatte sich ab 1860 um seine Ultramarinfabrik herum gegründet. Weltbekannt geworden war sie 1891 seit der Gründung der „Farbenfabriken vorm. Friedr. Bayer & Co. AG“.

Carl Leverkus – Leben und Karriere
Carl Leverkus wurde 1804 in Wermelskirchen geboren und starb 1889 in Leverkusen. Er war ein deutscher Chemiker und Chemieunternehmer. 1822 begann Carl Leverkus seine Apothekerlehre und studierte dann an der Universität Marburg. Daraufhin ging er zum Arbeiten nach Paris und studierte abends Chemie an der Sorbonne. In Gießen promovierte er 1830 zum Dr. phil.
In Wermelskirchen eröffnete Carl Leverkus dann 1834 seine erste Fabrik zur Herstellung künstlichen Ultramarinblaus. Die Fabrik wurde zu einem Vorbildbetrieb mit den neuesten Errungenschaften der Technik und ein großer wirtschaftlicher Erfolg. 1884 erhielt Leverkus den Ehrentitel „Geheimer Kommerzienrat“ und die Ehrenbürgerwürde von Wermelskirchen.

Der Grundstein des Bayer-Konzerns
1890 gründeten die Söhne Carl Leverkus das Unternehmen Vereinigte Ultramarinwerke, ehemals Leverkus, Zeltner und Consorten.
Nach seinem Tod verkauften seine Söhne 1891 einen Teil des Fabrikgeländes mit an die Elberfelder Farbenfabriken vorm. Friedr. Bayer & Co AG. Auf diese Weise war Carl Leverkus’ Fabrik das Fundament des Werks der heutigen Bayer AG in Leverkusen.

Die Bayer AG
Die Bayer Aktiengesellschaft ist ein in Abteilungen gegliedertes Unternehmen, das aus 301 Gesellschaften mit insgesamt 99.820 Mitarbeitern besteht. Hauptaugenmerk des Konzerns sind AgroChemikalien und pharmazeutische Produkte. Das Geschäft wird über die drei Abteilungen Pharmaceuticals, Consumer Health und Crop Science sowie die Geschäftseinheit Animal Health geleitet.

Die Bayer AG an der Börse
Die Bayer AG ist an der Frankfurter Wertpapierbörse im DAX sowie im Euro Stoxx aufgezählt und gehört zu den kostbarsten deutschen Dax- Unternehmen. Im Jahr 2017 brachte der Bayer-Konzern einem Umsatz von rund 35,0 Milliarden ein. In den Forbes Global Auswertungen von 200 der größten börsennotierten Unternehmen hatte Bayer den Platz 100 inne. Das Unternehmen kam Mitte 2018 auf einen Börsenwert von ca. 105 Mrd. USD.
Der Bayer- Konzern ist außerdem dadurch bekannt, dass sich die Bayer AG mit ihrem Tochterunternehmen Bayer 04 Leverkusen auch im Fußballbereich betätigt. Online Sportwetten sind der beste Weg, um die eigene Leidenschaft für viele Sportarten mit noch mehr Nervenkitzel auszustatten. Mehr Infos auf sportwetten.net.

Exkurs: Der Bayer 04 Leverkusen
Der Turn- und Sportverein Bayer 04 Leverkusen e. V., kurz TSV Bayer 04 Leverkusen, ist ein Sportverein aus Leverkusen. Seine Gründung vollzog sich am 1. Juli 1904 unter dem Namen Turn- und Spielverein der Farbenfabriken vormals Friedrich Bayer & Co. Als Betriebssportverein. 1999 wurde die professionelle Fußballabteilung in eine selbstständige Gesellschaft ausgegliedert, die Bayer 04 Leverkusen Fußball GmbH. Der TSV Bayer 04 hat keine Anteile mehr. Hier können Sie professionelle Fußball- Wetttipps erhalten: https://www.sportwetten.net/wett-tipps/

Die historische Entwicklung der Bayer AG
1863–1914: Die Gründerjahre und internationale Entwicklung
Die Gründung von Bayer geht auf eine Männerfreundschaft zurück. Der Kaufmann Friedrich Bayer und der Färber Johann Friedrich Weskott experimentierten und fanden heraus, wie man den Farbstoff Fuchsin anfertigt. Am 1. August 1863 gründen sie in Wuppertal-Barmen die Firma „Friedr. Bayer et. Comp.“. Heute gehört das Gebiet zu Leverkusen.
Das Unternehmen wuchs sehr schnell. 1881 wurde die Firma in eine Aktiengesellschaft umgeschrieben, um die finanzielle Grundlage für die Ausweitung bereit zu stellen.
Als unternehmerischer Meilenstein wurde 1899 der Eintrag des Handelsnamen "Aspirin" beim Kaiserlichen Patentamt in Berlin. Auf diese Weise gelang es Bayer das mittlerweile meist verkaufte Arzneimittel der Welt für sich zu gewinnen.
Zwischen 1881 bis 1914 entwickelte sich Bayer zu einem internationalen Chemieunternehmen. Farbstoffe bildeten weiterhin den größten Geschäftszweig, doch kamen neue Geschäftsfelder hinzu. Durch Carl Duisberg wurde auch eine leistungsfähige Forschung aufgebaut.

1914–1945: Der erste Weltkrieg und zweite Weltkrieg
Der Erste Weltkrieg störte eine blühende Entwicklung. Die großen Exportmärkte gingen zu größten Teil verloren, der Absatz von Farbstoffen und Medikamenten stürzte ab. Bayer wurde immer weiter in die Kriegswirtschaft eingegliedert. 1917 eröffnet das dritte deutsche Bayerwerk in Dormagen.
Seit 1905 bestand eine Interessengemeinschaft zwischen Bayer, der BASF und der Agfa. Um die wichtigen Exportmärkte zurück zu gewinnen, schlossen sich diese und weitere Unternehmen der deutschen Teerfarbenindustrie auf Anraten von Carl Duisberg 1915/16 zu einer großen Interessengemeinschaft zusammen.
1925 ging das Unternehmen in der I.G. Farben auf. In der Zeit des Nationalsozialismus kamen Zwangsarbeiter zum Einsatz. Die Bayer AG hat den Zwangsarbeitern in späteren Jahrzehnten Entschädigungen zu kommen lassen.

1945–1974: I.G.-Auflösung und Wirtschaftswunder
Als Konsequenz des Zweiten Weltkrieges verlor Bayer zum zweiten Mal sein Auslandsvermögen, einschließlich der ertragreichen Patente. Nach der Zerschlagung der I.G. Farben durch die Hohe Kommission der Alliierten 1950 wurde das Unternehmen neu gegründet und schnell auf die internationalen Märkte zurück gelenkt. Jedoch unter der Kontrolle der Alliierten. Bereits 1961 beschäftigte Bayer wieder rund 80.000 Arbeitskräfte.Der Wiederaufbau von Bayer spielt zusammen mit dem „Wirtschaftswunder“ in der Bundesrepublik.

1974–2001: Ölkrise und Globalisierung
Die Ölkrise von 1973/74 machte Schluss mit der Zeit des „Wirtschaftswunders“.
Aspirin gab es zu diesem Zeitpunkt seit 100 Jahren. Die Globalisierung und der Strukturwandel der 90er Jahre stellen auch für Bayer eine Hürde dar. Nach den politischen Veränderungen in Deutschland und Osteuropa nach 1989 konzentrierte sich das Unternehmen vermehrt auf diese wachsenden Märkte.

2001–2018: Neuausrichtung und Investition in die Zukunft
Bayer feierte in dieser Zeitspanne 100 Jahre Bayer Kultur und Bayer-Kreuz. Außerdem entstanden auch die drei Teilkonzerne: Bayer HealthCare, Bayer CropScience und Bayer MaterialScience. Zudem trennt sich Bayer von der Lanxess AG und kauft die Schering AG.
Bayer integriert weiterhin 2014 Algeta und kurbelt damit sein Onkologie- Geschäft an. 2015 wird der Teilkonzern MaterialScience unter dem neuen Namen Covestro selbstständig. Am 7. Juni 2018 vollendet Bayer den Aufkauf von Monsanto.


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Letzte Änderung am 22.09.2018 00:09 von leverkusen.
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