Hallen-DM Tag zwei: Viermal Gold für TSV-Athleten/ Nächster Rekord für Konstanze Klosterhalfen


Archivmeldung aus dem Jahr 2016
Veröffentlicht: 28.02.2016 // Quelle: TSV Bayer 04

Am zweiten Tag (28. Februar) der Deutschen Hallenmeisterschaften in Leipzig drehten die TSV-Athleten noch einmal so richtig auf: Acht weitere Medaillen gingen auf das Bayer-04-Konto. Carlo Paech, Mateusz Przybylko, Konstanze Klosterhalfen und die 4x200-Meter-Staffel der Männer stürmten zu Gold!
Schnell, schneller, Konstanze Klosterhalfen! Das, was die 19-Jährige derzeit auf die deutschen Tartanbahnen zaubert, ist kaum zu glauben, wenn man nicht live dabei ist. Egal, auf welcher Strecke das Allroundtalent antritt, übernimmt sie ab dem ersten Schritt das Tempo – und was für eins! Ihr Ausflug auf die 3.000-Meter-Strecke in Leipzig ließ die Läuferwelt ein erneutes Mal staunen. Als eigentliche 1.500-Meter-Spezialistin lief sie von der Spitze weg ein einsames Rennen und ließ die Uhr nach 8:56,36 Minuten stoppen – neuer U20-Hallen-Europarekord und ihr erster DM-Titel bei den Aktiven! Damit ist die Athletin von Sebastian Weiß am Ende der Hallensaison Inhaberin einer ganzen Reihe von Rekorden. Der U20-Hallen-Europarekord über 1.500 Meter sowie über 3.000 Meter sowie der Deutsche U20-Hallenrekord über 800 Meter gehen auf das inzwischen mehr als prall gefüllte Erfolgskonto von Konstanze Klosterhalfen. „Wir hatten schon ein schnelles Rennen geplant, auch wenn der Anfang ein bisschen zu schnell war. Das war wieder einmal eine super Leistung von Koko, wir freuen uns auf den Sommer“, sagte Sebastian Weiß nach dem nächsten Rekordlauf von seinem Schützling.
Über seinen ersten Titel bei Deutschen Meisterschaften freute sich auch Stabhochspringer Carlo Paech. In Abwesenheit von Vize-Weltmeister Raphael Holzdeppe (LAZ Zweibrücken), der sich kurz vor dem Wettkampf verletzte, war Carlo Paech der klare Titelanwärter. Trotz schwieriger Bedingungen behielt der 23-Jährige die Oberhand und feierte mit einem blitzsauberen Sprung über 5,60 Meter die Goldmedaille. „Ich freue mich natürlich sehr über den ersten Titel. Der Wettkampf zog sich durch viele Unterbrechungen sehr in die Länge, so dass es mit der Konzentration zum Ende hin immer schwerer wurde. Die Form stimmt, bei der WM Ende März kann es auch wieder höher gehen. Für meinen Kumpel Raphael [Holzdeppe] tut es mir extrem leid und ich wünsche ihm schnelle Genesung“, erklärte Carlo Paech.
Beim Blick in die Ergebnislisten des Stabhochsprungs bot sich dem Betrachter ein beeindruckendes Bild. Vier der Top-Sechs-Platzierungen wurden durch TSV-Athleten belegt. Auf Platz vier sprang Tom Konrad mit 5,40 Meter. 5,30 Meter übersprangen Marvin Caspari und Karsten Dilla und belegten die Ränge fünf und sechs.
Wie angestrebt, gingen zwei Medaillen an die Hochspringer vom TSV Bayer 04. Katarina Mögenburg machte bei den Frauen den Auftakt. Nachdem die gebürtige Norwegerin in den beiden vergangenen Jahren zur Bronzemedaille sprang, sicherte sie sich am Sonntag die Vizemeisterschaft. Mit 1,86 Meter zeigte sie einen ordentlichen Wettkampf und blickt nun den Norwegischen Hallenmeisterschaften in Oslo am kommenden Wochenende optimistisch entgegen.
Für die erfolgreiche Titelverteidigung sorgte Disziplinkollege Mateusz Przybylko. Mit einem beeindruckenden Sprung über 2,29 Meter stellte er nicht nur seine Bestleistung unter dem Hallendach ein, sondern gewann auch vor dem WM-Finalisten Eike Onnen (Hannover 96) die Goldmedaille. Anschließend versuchte sich der Schützling von Hans-Jörg Thomaskamp (noch) vergeblich an 2,33 Meter. „Ich habe mich schon vor dem Wettkampf sehr gut gefühlt. Mit der Leistung bin ich sehr zufrieden. Wir haben in den letzten Wochen noch einmal intensiv an der Spritzigkeit gearbeitet und den Anlauf leicht verändert“, resümierte Przybylko.
Wie Konstanze Klosterhalfen über 3.000 Meter bereiteten Lena Klaassen und Carolin Walter auf den 1.500-Meter-/ und 800-Meter-Strecken viel Freude. „Ich habe erwartet, dass es ein langsames Rennen wird und gehofft, dass ich meine Sprintstärke am Ende einsetzten kann. Mein Plan ist voll aufgegangen. Dass Es zu einer Medaille gereicht hat, ist unglaublich“, sagte Lena Klaassen nach ihrem Triumph über 1.500 Meter. Ihre 4:37,32 Minuten bedeuteten am Ende die Vizemeisterschaft. Fiona Kierdorf präsentierte sich in ihrem ersten DM-Finale ebenfalls stark und wurde in 4:43,28 Minuten Elfte.
Über 800 Meter ging die ehemalige Deutsche Hallenmeisterin Carolin Walter als eine der Medaillenkandidatinnen ins Rennen. Die Inhaberin des Meisterschaftsrekordes lief die vier Hallenrunden in 2:05,47 Minuten und musste nur Christina Hering (LG Stadtwerke München/ 2:02,48 Minuten) den Vortritt lassen. „Im ersten Moment habe ich mich gefreut, dass mein Rekord noch steht! Ich wäre gerne noch etwas länger an Christina [Hering] dran geblieben. Aber mit der Silbermedaille bin ich mehr als zufrieden“, freute sich Carolin Walter. Auf Platz acht lief Lena Menzel. In 2:09,18 Minuten bestätigte sie ihren überzeugenden Auftritt vom Vorlauf, in dem sie nur einen Hauch schneller unterwegs war.
Wie schon in den Vorrunden präsentierten sich die Viertelmeilerinnen von Trainer Tobias Kofferschläger auch am Sonntag in den Finalläufen in guter Form. In neuer persönlicher Bestleistung sprintete Frederike Hogrebe als eigentliche Langhürdenspezialistin zur Bronzemedaille. Ihre Uhr stoppte nach 54,32 Sekunden. Knapp dahinter lief Julia Schaefers ins Ziel. Ihre Zeit (54,41 Sekunden) bedeuteten in der Endabrechnung Rang vier. U20-Athletin Tabea Marie Kempe wurde mit 55,55 Sekunden starke Neunte.
Etwas Pech hatte hingegen Sprinter Aleixo Platini Menga. Nachdem er im Vorlauf in 21,12 Sekunden zur neuen Saisonbestleistung lief, ging er im Endlauf auf Bahn vier an den Start. Die Bahn vor ihm wurde allerdings nicht besetzt, so dass der 28-Jährige ein einsames Rennen laufen musste. In 21,15 Sekunden bestätigte er jedoch seine Zeit aus dem Vorlauf, schrammte aber lediglich um drei Hundertstel an der Bronzemedaille vorbei.
Wie nah Glück und Pech im Sport aber beisammen liegen können, erlebte Menga nur kurze Zeit später. Mit seinen Staffelkollegen Kai Köllmann, Lukas Blechschmidt und Nico Menzel sprintete er über 4x200 Meter zum etwas überraschenden Sieg. Für ihre 1:24,72 Minuten bekam das schnelle Quartett die Goldmedaille überreicht. Die Frauen liefen nach 1:37,83 Minuten ins Ziel und sorgten mit Platz fünf für eine weitere Top-Platzierung.
Den zwei Goldmedaillen von Samstag ließen die TSV-Athleten am Sonntag noch weitere vier Titel, drei Vizemeisterschaften und eine Bronzemedaille folgen. Der Olympiasommer kann kommen!


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Kategorie: Sport
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