Erneutes Rekordjahr für Bayer: Neuausrichtung auf Life Sciences nach gelungenem Börsengang von Covestro

Konzernergebnis um 20,0 Prozent auf 4,110 Milliarden Euro erhöht / Bereinigtes Ergebnis je Aktie um 16,0 Prozent auf 6,83 Euro gestiegen
Ausblick 2016: Weiteres Wachstum bei Umsatz und Ergebnis

Archivmeldung aus dem Jahr 2016
Veröffentlicht: 25.02.2016 // Quelle: Bayer AG

Der Bayer-Konzern war im Geschäftsjahr 2015 strategisch und operativ sehr erfolgreich. "Operativ war es erneut ein Rekordjahr für Bayer. Der Umsatz lag mit über 46 Milliarden Euro so hoch wie nie zuvor in der Geschichte des Unternehmens. Auch beim bereinigten Ergebnis erreichten wir mit einem deutlichen Plus von rund 18 Prozent ein neues Rekordniveau von über 10 Milliarden Euro", sagte Vorstandsvorsitzender Dr. Marijn Dekkers am Donnerstag auf der Bilanz-Pressekonferenz in Leverkusen. "Strategisch haben wir alle notwendigen Schritte unternommen, um Bayer zu einem reinen Life-Science-Unternehmen zu machen", sagte Dekkers. So habe Bayer den früheren Teilkonzern MaterialScience unter dem Namen Covestro an die Börse gebracht und mit der Neuorganisation die Weichen für eine erfolgreiche Weiterentwicklung des Unternehmens gestellt. Für das laufende Jahr stellte Dekkers ein weiteres Umsatz- und Ergebniswachstum in Aussicht.

Der Konzernumsatz erhöhte sich im Jahr 2015 um 12,1 Prozent auf 46,324 (Vorjahr: 41,339) Milliarden Euro. Währungs- und portfoliobereinigt (wpb.) entspricht das einem Zuwachs von 2,7 Prozent. Das EBITDA vor Sondereinflüssen stieg um 18,2 Prozent auf 10,266 (8,685) Milliarden Euro. Die gute Geschäftsentwicklung ging einher mit höheren Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (ca. 740 Millionen Euro Erhöhung gegenüber Vorjahr). Währungseffekte trugen mit etwa 680 Millionen Euro positiv zum Ergebnis bei. Das EBIT stieg um 15,8 Prozent auf 6,250 (5,395) Milliarden Euro. Darin enthalten sind per saldo Sonderaufwendungen von 819 (438) Millionen Euro. Diese resultierten im Wesentlichen aus der Konsolidierung von Produktionsstätten, der Integration erworbener Geschäfte und Aufwendungen im Zusammenhang mit der Verselbstständigung und dem Börsengang von Covestro. Positiv wirkte sich ein Sonderertrag aus einem Rechtsfall in Verbindung mit einer Vertrags- und Patentverletzung aus. Das Konzernergebnis stieg um 20,0 Prozent auf 4,110 (3,426) Milliarden Euro und das bereinigte Ergebnis je Aktie aus dem fortzuführenden Geschäft um 16,0 Prozent auf 6,83 (5,89) Euro.

Der Brutto-Cashflow im fortzuführenden Geschäft erhöhte sich um 4,4 Prozent auf 6,999 (6,707) Milliarden Euro und lag damit deutlich über der sogenannten Brutto-Cashflow-Hurdle von rund 5,7 Milliarden Euro. "Bayer hat im vergangenen Jahr die Mindestanforderung an Verzinsung und Reproduktion weit übertroffen und damit Wert geschaffen. Dazu trugen alle Teilkonzerne bei", betonte Finanzvorstand Johannes Dietsch. Der Netto-Cashflow (gesamt) stieg um 18,6 Prozent auf 6,890 (5,810) Milliarden Euro. Die Nettofinanzverschuldung am 31. Dezember 2015 verringerte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2014 um 2,2 Milliarden auf 17,4 Milliarden Euro.

Umsatz- und Ergebnisschub bei HealthCare
Im Gesundheitsgeschäft (HealthCare) stieg der Umsatz im vergangenen Jahr um 19,9 (wpb. 8,1) Prozent auf 22,874 (19,075) Milliarden Euro. "Zu diesem erfreulichen Wachstum trugen die neueren Pharma-Produkte maßgeblich bei", erläuterte Dekkers. "Zudem konnten wir im Segment Consumer Health den Umsatz aller Divisionen steigern." Der deutliche nominale Umsatzzuwachs war im Wesentlichen auf die von Merck & Co., Inc., USA, erworbenen Produkte sowie auf Währungseffekte zurückzuführen.

Der Umsatz des Segments Pharma stieg wpb. deutlich um 9,9 Prozent auf 13,745 Milliarden Euro. Die neueren Produkte - der Blutgerinnungshemmer Xarelto™, das Augenmedikament Eylea™, die Krebsmittel Stivarga™ und Xofigo™ sowie Adempas™ gegen Lungenhochdruck erzielten einen Umsatz von insgesamt 4,231 (2,908) Milliarden Euro. Xarelto™ wuchs mit währungsbereinigt (wb.) 34,2 Prozent deutlich, im Wesentlichen aufgrund von Mengenausweitungen in Deutschland und Japan. Einen starken Umsatzanstieg verzeichnete Xarelto™ auch in den USA, wo das Produkt von einer Tochterfirma von Johnson & Johnson vermarktet wird. Eylea™ legte nach Zulassungen in weiteren Indikationen sogar um wb. 57,4 Prozent zu.

Bei den etablierten Top-Produkten waren vor allem die Hormonspiralen der Mirena™-Produktfamilie und das Krebsmedikament Nexavar™ erfolgreich, deren Umsätze wb. um 5,7 bzw. 7,4 Prozent zunahmen. Die Umsätze des Multiple-Sklerose-Medikaments Betaferon™/Betaseron™ gingen infolge des erhöhten Wettbewerbs wb. um 8,1 Prozent zurück. Aufgrund des generischen Wettbewerbs in Europa und den USA war auch das Geschäft mit den oralen Kontrazeptiva YAZ™/Yasmin™/Yasminelle™ mit wb. minus 4,7 Prozent rückläufig. Insgesamt verzeichnete das Pharma-Geschäft wb. erfreuliche Umsatzzuwächse in allen Regionen. Besonders gut entwickelte sich das Geschäft in Deutschland, Japan und den USA.

Im Segment Consumer Health stieg der Umsatz wpb. um 5,1 Prozent auf 9,129 Milliarden Euro. Bei Consumer Care belief sich der Umsatz der von Merck & Co., Inc., USA, erworbenen Produkte auf 1,770 Milliarden Euro. Ein deutliches Wachstum von wb. 11,5 Prozent verzeichnete das Hautpflegemittel Bepanthen™/Bepanthol™. Das Geschäft mit dem Antimykotikum Canesten™ legte in allen Regionen erfreulich zu (wb. plus 17,3 Prozent). Positiv war auch die Entwicklung des Analgetikums Aleve™ (wb. plus 4,8 Prozent), hauptsächlich aufgrund von Preis- und Mengensteigerungen in Lateinamerika/ Afrika/Nahost. In der Division Animal Health leistete das Floh- und Zeckenhalsband Seresto™ einen wesentlichen Wachstumsbeitrag. Der Umsatz der Advantage™-Produktfamilie mit Floh-, Zecken- und Entwurmungsmitteln ging hingegen leicht um wb. 1,3 Prozent zurück. Im Geschäft mit Kontrastmitteln und Medizingeräten (Medical Care) erzielte das MRT-Kontrastmittel Gadovist™/Gadavist™ einen erfreulichen Zuwachs von wb. 17,6 Prozent.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen steigerte HealthCare kräftig um 19,8 Prozent auf 6,419 (5,357) Milliarden Euro. Maßgeblich für diesen Ergebniszuwachs waren die sehr gute Geschäftsentwicklung bei Pharma und Consumer Health - bei Consumer Health vor allem aufgrund der Ergebnisbeiträge aus den erworbenen Geschäften. Hinzu kamen positive Wechselkurseffekte von etwa 250 Millionen Euro. Gegenläufig wirkten höhere Investitionen in Forschung und Entwicklung bei Pharma sowie gestiegene Aufwendungen für Marketing und Vertrieb bei Consumer Health.

CropScience: Guter Geschäftsverlauf trotz schwächeren Marktumfelds
Im Agrargeschäft (CropScience) stieg der Umsatz im Jahr 2015 um 9,2 (wpb. 1,7) Prozent auf 10,367 (9,494) Milliarden Euro. "CropScience konnte trotz des schwächeren Marktumfelds weiter zulegen", betonte Dekkers. "Damit sind wir stärker gewachsen als unsere wichtigsten Wettbewerber im Durchschnitt." Sowohl der Bereich Crop Protection/ Seeds als auch Environmental Science verzeichneten ein Wachstum. Regional entwickelte sich das Geschäft in Europa besonders erfreulich - hier erzielte CropScience ein Plus von wb. 8,2 Prozent. In Asien/Pazifik erhöhte sich der Umsatz um wb. 1,3 Prozent, während er in Nordamerika um wb. 1,6 Prozent zurückging. In Lateinamerika/Afrika/ Nahost lag der Umsatz auf Vorjahresniveau (wb. minus 0,5 Prozent).

Im Pflanzenschutz (Crop Protection) standen erfreuliche Umsatzsteigerungen mit Fungiziden (wpb. plus 9,5 Prozent) und Herbiziden (wpb. plus 5,4 Prozent) einem deutlichen Rückgang bei Insektiziden (wpb. minus 14,0 Prozent) gegenüber. Dieser war im Wesentlichen auf einen geringeren Schädlingsbefall in Brasilien zurückzuführen. SeedGrowth (Saatgutbehandlungsmittel) verzeichnete einen Rückgang um wpb. 10,6 Prozent. Im Saatgutgeschäft (Seeds) nahm der Umsatz um wpb. 8,8 Prozent zu. Besonders gut entwickelte sich hier das Geschäft mit Sojabohnen- und Rapssaatgut. Der Umsatz von Environmental Science erhöhte sich wpb. um 4,1 Prozent.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen von CropScience verbesserte sich um 2,4 Prozent auf 2,416 (2,360) Milliarden Euro. Neben positiven Ergebniseffekten aus einer zufriedenstellenden Geschäftsentwicklung mit gesteigerten Absatzmengen und leicht verbesserten Verkaufspreisen verzeichnete der Teilkonzern einen deutlich positiven Währungseffekt von rund 220 Millionen Euro. Dem standen gestiegene Herstellungskosten sowie höhere Aufwendungen für Forschung und Entwicklung gegenüber.

Kräftige Ergebnisverbesserung bei Covestro
Im Geschäft mit hochwertigen Polymer-Werkstoffen (Covestro, vormals MaterialScience) stieg der Umsatz um 2,8 Prozent auf 11,982 (11,651) Milliarden Euro. Wpb. entsprach das einem Rückgang um 5,1 Prozent, der auf gesunkene Absatzpreise in allen Business Units zurückzuführen war. Dagegen konnte Covestro die Absatzmengen in allen Business Units ausweiten. Das EBITDA vor Sondereinflüssen verbesserte sich klar um 39,8 Prozent auf 1,659 (1,187) Milliarden Euro. Deutlich gesunkene Rohstoffpreise konnten den Rückgang der Absatzpreise überkompensieren. Des Weiteren wirkten sich positive Währungseffekte mit etwa 240 Millionen Euro auf das Ergebnis aus.

Derzeit ist Bayer noch mit 69 Prozent an Covestro beteiligt. Covestro wird weiterhin als vollkonsolidierte Tochtergesellschaft in den Bayer-Konzernabschluss einbezogen. Jedoch werden im bereinigten Ergebnis je Aktie 31 Prozent des bereinigten Covestro-Ergebnisses den externen Covestro-Aktionären zugeordnet. Dies schmälert somit das bereinigte Ergebnis je Aktie von Bayer.

HealthCare und CropScience mit Umsatzplus im 4. Quartal
Der Konzernumsatz stieg im 4. Quartal 2015 um 4,9 (wpb. 2,4) Prozent auf 11,319 (10,792) Milliarden Euro. Hierzu trugen HealthCare und CropScience bei, während der Umsatz von Covestro zurückging. Das EBITDA vor Sondereinflüssen verbesserte sich um 4,0 Prozent auf 1,903 (1,829) Milliarden Euro. Die gute Geschäftsentwicklung, vor allem bei HealthCare, ging einher mit höheren Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sowie für Marketing und Vertrieb. Positive Währungseffekte trugen mit 200 Millionen Euro zum Ergebnis bei. Das EBIT erhöhte sich signifikant um 65,4 Prozent auf 908 (549) Millionen Euro, noch deutlicher stieg das Konzernergebnis auf 613 (224) Millionen Euro. Das bereinigte Ergebnis je Aktie für das fortzuführende Geschäft verringerte sich hingegen auf 1,07 (1,17) Euro. Hier hatte sich im Vorjahr ein Steuerertrag ausgewirkt.

Bayer will 2016 weiter wachsen
Für das Geschäftsjahr 2016 zeigte sich Dekkers zuversichtlich: "Wir wollen weiter wachsen, sowohl beim Umsatz als auch bei unserem Geschäftsergebnis. Und das auf Basis eines Rekordjahrs", sagte der Vorstandsvorsitzende. Die Prognose basiert auf der zum 1. Januar 2016 eingeführten neuen Organisationsstruktur und der Annahme einer ganzjährigen Einbeziehung des Covestro-Geschäfts. Ferner wurden für 2016 die Wechselkurse zum Stichtag 31. Dezember 2015 zugrunde gelegt, z.B. ein EUR-USD-Kurs von 1,09.

Der Bayer-Konzern plant für 2016 inklusive Covestro einen Umsatz von über 47 Milliarden Euro. Dies entspricht wpb. einem Anstieg im unteren einstelligen Prozentbereich. Für das EBITDA vor Sondereinflüssen ist eine Erhöhung im mittleren einstelligen Prozentbereich geplant. Das bereinigte Ergebnis je Aktie aus dem fortzuführenden Geschäft will Bayer ebenfalls im mittleren einstelligen Prozentbereich steigern. In dieser Annahme ist Covestro für das volle Jahr 2016 mit nur 69 Prozent enthalten. Aus dem Verkauf des Diabetes-Care-Geschäftes wird für das nicht fortgeführte Geschäft ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von knapp 0,40 Euro erwartet.

Für den Bereich Life Sciences, also den Bayer-Konzern ohne Covestro, ist ein Umsatz von ca. 35 Milliarden Euro geplant (2015 pro forma: 34,342 Milliarden Euro). Dies entspricht wpb. einem Anstieg im mittleren einstelligen Prozentbereich. Das EBITDA vor Sondereinflüssen plant Bayer ebenfalls im mittleren einstelligen Prozentbereich zu erhöhen (2015 pro forma: 8,607 Milliarden Euro). In der Planung sind Dissynergien von rund 130 Millionen Euro aus der Verselbstständigung von Covestro sowie aus Desinvestitionen berücksichtigt.

Für die Division Pharmaceuticals - einschließlich des Radiologie-Geschäfts - erwartet Bayer trotz teilweise rückläufiger Preisentwicklung einen Umsatz von ca. 16 Milliarden Euro (2015 pro forma: 15,308 Milliarden Euro). Dies entspricht einem wpb. Zuwachs im mittleren einstelligen Prozentbereich. Den Umsatz mit den neueren Pharma-Produkten will das Unternehmen auf über 5 Milliarden Euro steigern. Für das um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA ist eine Steigerung im mittleren bis oberen einstelligen Prozentbereich geplant (2015 pro forma: 4,615 Milliarden Euro). Die um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA-Marge will Bayer verbessern.

In der Division Consumer Health rechnet Bayer mit einem Umsatz von über 6 Milliarden Euro und plant ein wpb. Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich (2015 pro forma: 6,076 Milliarden Euro). Auch für das EBITDA vor Sondereinflüssen wird eine Steigerung im mittleren einstelligen Prozentbereich erwartet (2015 pro forma: 1,456 Milliarden Euro).

In der Division Crop Science plant Bayer einen Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres (2015: 10,367 Milliarden Euro). Dies entspricht einer wpb. Steigerung im unteren einstelligen Prozentbereich. Für das EBITDA vor Sondereinflüssen ist eine Steigerung im unteren einstelligen Prozentbereich geplant (2015: 2,416 Milliarden Euro).

Im Bereich Animal Health erwartet Bayer einen Umsatz leicht über dem Niveau des Vorjahres (2015: 1,490 Milliarden Euro). Das entspricht einem wpb. Anstieg im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Für das EBITDA vor Sondereinflüssen ist ebenfalls eine Steigerung im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich geplant (2015 pro forma: 348 Millionen Euro).

Covestro plant für das Jahr 2016 einen Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres sowie einen Rückgang des um Sondereinflüsse bereinigten EBITDA.

Für 2016 plant Bayer Sonderaufwendungen in einer Größenordnung von etwa 0,5 Milliarden Euro. Diese entfallen im Wesentlichen auf die Integration der erworbenen Consumer-Care-Geschäfte sowie die Neustrukturierung des Konzerns. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung will Bayer im Jahr 2016 auf ca. 4,5 Milliarden Euro steigern. Sachanlageinvestitionen sind in Höhe von rund 2,5 Milliarden Euro geplant und Investitionen in immaterielle Vermögenswerte von 0,4 Milliarden Euro. Die planmäßigen Abschreibungen werden auf etwa 3,1 Milliarden Euro beziffert, davon 1,6 Milliarden Euro auf immaterielle Vermögenswerte. Zum Jahresende 2016 rechnet Bayer mit einer Nettofinanzverschuldung von unter 16 Milliarden Euro.

Dekkers: Europa muss innovativer werden
Innovationen seien die Grundlage für den geschäftlichen Erfolg von Bayer, betonte Dekkers auf der Bilanz-Pressekonferenz. Weltweit beschäftigt der Konzern fast 15.000 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung und steigerte die Ausgaben in diesem Bereich im vergangenen Jahr um 21,0 Prozent auf 4,281 Milliarden Euro. "Damit wir unser Potenzial voll ausschöpfen können, brauchen wir aber auch ein Umfeld, das unsere Innovationsbemühungen unterstützt. Ich bin fest davon überzeugt, dass Europa innovativer werden muss", sagte Dekkers.

Handlungsbedarf sieht der Vorstandsvorsitzende zum einen im sozio-kulturellen Umfeld: "Prinzipiell sind zwar alle für Innovation. Aber wenn es um konkrete Technologien geht, überwiegen allzu schnell die Bedenken." Es sei richtig, offen über neue Technologien zu diskutieren. Die Debatten sollten jedoch auf der Basis wissenschaftlicher Fakten geführt werden. Deshalb seien Wissenschaft, Politik und Unternehmen dazu aufgerufen, sich stärker in öffentlichen Diskussionen zu engagieren.

Zweitens gehe es darum, den technologischen Fortschritt durch geeignete Regulierungen zu begleiten statt zu verhindern. "Deshalb mache ich mich für die Idee stark, auf europäischer Ebene ein Innovationsprinzip einzuführen - eine Art Innovations-TÜV, der Regulierungen auf ihre Folgen für die Innovationsfähigkeit der Wirtschaft überprüft", so Dekkers. Dies könne das europäische Vorsorgeprinzip sinnvoll ergänzen. Beide Prinzipien zusammen könnten für eine ausgewogenere Betrachtung von Nutzen und Risiko neuer Technologien sorgen. Das würde bessere Regulierungen ermöglichen - und mehr Innovation.

"Um innovativer zu werden, müssen wir auch die externen Finanzierungsbedingungen für Innovation verbessern", führte Dekkers aus. So brauche Deutschland ein Wagniskapitalgesetz, damit junge Unternehmen leichter an Startkapital herankommen könnten.


Anschriften aus dem Artikel: Alte Landstr 129, Albert-Einstein-Str 58

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