Schon einmal mit der durchwachsenen Silphie gearbeitet? Einen magnetohydrodynamischen Antrieb gebaut oder einen Laufroboter aus dem 3D-Drucker? Die 95 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des NRW-Landeswettbewerbs "Jugend forscht" haben genau dies getan. Vom 7. bis 9. April 2014 präsentieren die 13 bis 20 Jahre alten Jugendlichen im Bayer Kommunikationszentrum (BayKomm) in Leverkusen ihre Projekte. Wer die 50 Arbeiten genauer unter die Lupe nehmen möchte, dem bietet der Publikumstag am Mittwoch, 9. April, die Möglichkeit, von 9.30 bis 12.00 Uhr und von 13.30 bis 15.30 Uhr mit den Forscherinnen und Forschern ins Gespräch zu kommen.
Als Patenfirma unterstützt Bayer "Jugend forscht" seit seiner Entstehung und richtet den Landeswettbewerb somit zum 49. Mal aus. "Als forschungsorientiertes Unternehmen sind wir sehr an jungen Menschen interessiert, die Eigeninitiative zeigen und dazu bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, Bestehendes zu hinterfragen und ein Leben lang zu lernen. Sie zu fördern - auch und gerade am Anfang ihrer wissenschaftlichen Karriere - ist uns ein wichtiges Anliegen", erklärt Michael König, Mitglied des Vorstands der Bayer AG, das Engagement.
Dem Wissensdurst und Einfallsreichtum der 18 Teilnehmerinnen und 77 Teilnehmer aus dem ganzen Bundesland - allesamt Sieger der vorangegangenen Regionalrunden - verdankt der Wettbewerb wieder eine faszinierende Themenpalette. Die Jugendlichen befassten sich mit Alltagsproblemen wie der hygienischen Situation an Schultoiletten, entwickelten ein Kommunikationssystem zwischen Lehrern und Schülern sowie ein neuartiges Fahrradlicht mit Kurvenfunktion und eine zeitsparende Kleinsteuerung für Feuerwachen. Sie bauten Roboter für die verschiedensten Anwendungen, Stratosphärenballons und ein Flug-Kontrollsystem, machten sich auf die Suche nach alternativen Energiequellen und Antriebsarten, forschten nach neuartigem Biomaterial zur Behandlung von Hautkrankheiten, reisten bei der Untersuchung von Hügelgräbern in die Vergangenheit - und entdeckten dabei, dass Forschung nicht nur Fragen beantwortet, sondern auch neue entstehen lässt.
Nach Fachgebieten geordnet, führt der Bereich Technik wie im Vorjahr die Reihe mit 15 Projekten an, gefolgt von Biologie (mit neun Arbeiten), Chemie und Mathematik/Informatik (mit je sieben), Physik und Arbeitswelt (je fünf) sowie den Geo- und Raumwissenschaften (vier). Die Sieger der einzelnen Themenbereiche werden vom 29. Mai bis 1. Juni 2014 beim Bundeswettbewerb in Künzelsau antreten. Im vergangenen Jahr war die Bayer AG in Leverkusen Gastgeber des Finales.
Über eine sehr gute Resonanz bei den Jugendlichen freut sich die Paten-Beauftragte für "Jugend forscht" bei Bayer, Dr. Monika Schütze: "2014 verzeichnet der Wettbewerb einen neuen Anmelderekord: 12.298 Jugendliche setzten bundesweit das Motto "Verwirkliche deine Idee!" um, fast acht Prozent mehr als im Vorjahr. Ein Beleg für die wachsende Attraktivität und das steigende Interesse der Jugendlichen an naturwissenschaftlichen und technischen Themen."
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