Brillante Nachtseiten mit dem Ishizaka-Trio

Brillante Nachtseiten mit dem Ishizaka-Trio

Archivmeldung aus dem Jahr 2000
Veröffentlicht: 07.12.2000 // Quelle: Stadtverwaltung

Das Ishizaka-Trio ist eines der gelungensten Beispiele für die nicht immer von Erfolg gekrönte musikalische Früherziehung: In zartestem Alter sind die drei Geschwister Kimiko, Kiyondo und Danjulo Ishizaka (geb. 1976-1979) bereits durch ihre Mutter musikalisch ausgebildet und zu einem Klaviertrio formiert worden - und bald schon säumten wichtige Preise ihren Weg: zweimaliger (!) Bundessieger in der Sparte Kammermusik beim Wettbewerb Jugend musiziert (1991 und 1993), Preisträger beim Schleswig-Holstein Musikfestival (1993), Preis des Deutschen Musikwettbewerbs (1998) und viele andere. Das hat sie freilich nicht ruhen lassen, sondern angespornt - sie nahmen an Meisterkursen großer Solisten und Ensembles teil (u.a. A-madeus-Quartett) und arbeiten regelmäßig mit dem Alban Berg-Quartett sowie mit Menahim Pressler (Beaux Arts Trio) zusammen. Die große Lernbereitschaft zahlte sich u.a. in einer verblüffenden Reife ihrer technisch ohnehin makellosen Interpretationen aus - nicht von ungefähr vermerkte die Bonner Rundschau anlässlich des Deutschen Musikwettbewerbs 1988 verblüfft, dass das Trio "die ausgezeichnete Konkurrenz buchstäblich an die Wand spielte".

Das Konzert in Leverkusen trägt dem Thema "Mythos & Musik" mit dunkleren Aspekten Rechnung, denn zum einen ist die Nacht die liebste Tageszeit der Musiker (man denke an Gattungen wie "Nocturne", "Serenade", etc.), zum anderen ist das "tägliche Jenseits" der mythische Ort außergewöhnlicher Phänomene und Erfahrungen. Diese Aspekte scheinen auf u.a. im "Geistertrio" D-Dur op. 70/1 von Ludwig van Beethoven, in zwei "Nachtstücken" von Franz Schubert und Michael Denhoff sowie im Klaviertrio Nr. 2 e-moll op. 67 von Dimitri Schostakowitsch - ein bewegendes instrumentales Requiem und eines der schönsten Klaviertrios überhaupt, das in der Interpretation der "Ishizakas" zu hören sicher ein außerordentliches Erlebnis sein wird.


Leider bleiben Ort und Zeit des Konzerts unbekannt
Anschriften aus dem Artikel: Albert-Einstein-Str 58, Alte Landstr 129

Kategorie: Kultur
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